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Nanu? Was macht die Hamburger U-Bahn auf der Autobahn?

Hochbahn lässt 17 alte U-Bahn-Züge verschrotten. Übrig bleibt nur Metall-Konfetti. Hier Fotos von solchen Schredder-Aktionen sehen.
Christian Hinkelmann
Hamburger U-Bahn auf Abwegen - im Februar 2021 auf der A1.
Hamburger U-Bahn auf Abwegen - im Februar 2021 auf der A1.
Foto: NAHVERKEHR HAMBURG

Wer in den vergangenen Tagen auf der Autobahn zwischen Hamburg und Lübeck unterwegs war, konnte mit Glück ein seltenes Schauspiel erleben: Alte Hamburger U-Bahn-Wagen – fest verschnürt auf Lastwagen gen Norden.

Baut Lübeck etwa ein eigenes U-Bahn-Netz und hat sich dafür in Hamburg schnell ein paar Gebrauchtwagen eingekauft?

Nein, bei den Transporten handelt es sich um ausrangierte U-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe DT3. Zum ersten Mal seit rund zwei Jahren hat die Hochbahn im Februar wieder damit begonnen, eine größere Anzahl dieser rot-silbernen Fahrzeuge zur Verschrottung abzutransportieren.

Insgesamt geht es um 17 U-Bahn-Züge mit jeweils drei Wagen, die teilweise schon länger im Hamburger U-Bahn-Netz abgestellt standen, beispielsweise in der Abstellanlage bei Hagenbecks Tierpark. Für sie hat nun endgültig das letzte Stündchen geschlagen. In den vergangenen Wochen wurden die ausrangierten Fahrzeuge Stück für Stück in die Hochbahn-Hauptwerkstatt in Barmbek verbracht und dort für ihre letzte Reise bereit gemacht.

Hamburger U-Bahnen werden in Lübeck geschreddert

„Wir mustern die DT3-Fahrzeuge aus, da diese nach über 50 Jahren ihren Dienst schlicht getan haben und wir ausreichend neue DT5-Fahrzeuge im Einsatz haben“, erklärte Hochbahn-Sprecherin Constanze Dinse auf NAHVERKEHR HAMB…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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3 Antworten auf „Nanu? Was macht die Hamburger U-Bahn auf der Autobahn?“

Der Beitrag ist bereits über ein Jahr alt, ich weiß.
Vielleicht hat ein Wartungsstau (Radreifenprofile) ein betriebssicheres Schleppen verhindert.

Ein umweltgerechtes und recyclingorientiertes Verschrotten geht anders! Da baut man zuerst die Glasscheiben, sitze u.ä. aus. Ferner trennt man den Aluminiumaufbau von dem stählerendne Untergestellt. Peinlich, dass ein Schienenverkehrsunternehmen seine alten Fahrzeuge auf LKW´s zum Verschrotten fährt. Da die U-Bahn die gleiche Spurweite wie die DB hat, hätte man die Fahrzeuge auch nach Lübeck zum Verschrotter schleppen können! So etwas passt nicht zum Hamburger Klimaschutzplan 2030. Das Umdenken hat leider noch immer nicht begonnen.

Warum die U-Bahnen nicht einfach nach Lübeck geschleppt werden, würde mich auch interessieren. Hat da vielleicht jemand eine Antwort zu? Die LSH scheint ja sogar einen Gleisanschluss zu haben.

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