Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Opposition kritisiert Maßnahmen des Senats:“Ampel-Gehampel“

Die vom Senat beschlossene Busoffensive stößt bei der Opposition auf massive Kritik. GAL-Verkehrsexperte Till Steffen spricht von "Ampel-Gehampel" und "Haltestellen-Tuning". NahverkehrHAMBURG zeigt, welche Einzelmaßnahmen der Senat im kommenden Jahr anpacken will.
Christian Hinkelmann
Bauarbeiten für Busbeschleunigung in Hamburg
Bauarbeiten für das Busbeschleunigungsprogramm in Hamburg

Die monatelang geplante und gestern vom Hamburger Senat beschlossene Busoffensive wird von der Opposition scharf kritisiert. GAL-Verkehrsexperte Till Steffen wirft der SPD vor, „kosmetische Maßnahmen“ als großen Wurf zu verkaufen. „Das Busbeschleunigungsprogramm bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück“.

Steffen kritisiert, dass der Senat von den insgesamt 250 geplanten Beschleunigungsmaßnahmen im kommenden Jahr nur acht realisieren wolle.
„Das ist zu wenig“, so Steffen. Außerdem verwundere es, dass der Senat den finanziellen Aufwand von 259 Millionen Euro klar beziffern könne, allerdings nicht sage, wie genau diese Summe zu Stande komme.

CDU-Verkehrspolitiker Klaus Peter Hesse spricht gegenüber NahverkehrHAMBURG von einem „Offenbarungseid der SPD“. „Nach neunmonatiger Planung hat der Senat nur unkonkrete Absichtserklärungen präsentiert und keine Antworten auf die steigenden HVV-Fahrgastzahlen gefunden. Ein großer Wurf ist das nicht – vielmehr eine Verbesserung von Betriebsabläufen, die sowieso regelmäßig ansteht“, so Hesse.

Außerdem kritisiert der CDU-Politiker, dass der Senat keine Angaben dazu macht, wo die geplanten neue Busspuren gebaut werden sollen, welche Auswirkungen dies auf den Autoverkehr habe und ob die Spuren für den späteren Bau einer Stadtbahn geeignet seien. „Busse sind langfristig keine Lösung. Wenn die SPD bei der nächsten Bürgerschaftswahl die absolute Mehrheit verliert, wird die Stadtbahn mit Sicherheit wieder auf den Tisch kommen.“

Nach Planungen des Senats sollen im nächsten Jahr folgende Projekte zur Busbeschleunigung angegangen werden:

  1. F…

    Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Fahrgäste warten auf eine S-Bahn im Hamburger Hauptbahnhof.

Neuer Fahrplan im HVV bringt Verbesserungen und auch Verschlechterungen

Neue Liniennummern bei der S-Bahn, Taktverbesserungen, zusätzliche Buslinien und weniger Regionalzüge wegen des Bahnhofbaus in Altona: Der nächste Fahrplanwechsel im HVV bringt nur wenig Angebotsverbesserungen – und auch ein paar neue Nachteile für Fahrgäste mit sich. Hier alle HVV-Fahrplanänderungen im Detail.

Regionalzug auf der Lombardsbrücke in Hamburg

Berufspendler: Ab 40 Kilometern gibt’s das Deutschlandticket geschenkt

Fernpendler profitieren vom 49-Euro-Ticket besonders stark. Das hat der Hamburger Verkehrsforscher Christoph Aberle errechnet. Was dafür nötig ist, wie gut ärmere Stadtteile in Hamburg an den HVV angeschlossen sind, warum eine fehlende U-Bahn dort gar nicht das drängendste Problem ist und was die USA bei der sozialen ÖPNV-Planung besser machen als Deutschland, erklärte er auf einer NAHVERKEHR HAMBURG-Veranstaltung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert