Pinnneberg und Neumünster hui – Ostholstein und Flensburg pfui

90 Prozent aller regelmäßigen Bahnfahrer und zwei Drittel aller Bus-Fahrgäste sind mit dem ÖPNV-Angebot in Schleswig-Holstein zufrieden. Das hat eine Umfrage aus dem Jahr 2012 ergeben, wie aus dem neuen Landesweiten Nahverkehrsplan hervor geht.
Regionalzug im neuen Bahnhof Burg auf Fehmarn in Schleswig-Holstein
Regionalzug im neuen Bahnhof Burg auf Fehmarn in Schleswig-Holstein

Bei Gelegenheitskunden, die nur selten mit dem Öffentlichen Nahverkehr fahren, sieht der Zufriedenheitswert etwas schlechter aus. Er liegt bei 84 Prozent (Bahn), bzw. 75 Prozent (Bus).

Die schlechtesten Zufriedenheitswerte fuhren Busse und Bahnen ausgerechnet bei den Menschen ein, die den ÖPNV nach eigenen Angaben nie nutzen (Bahn: 62 Prozent; Bus: 54 Prozent).

Die zufriedensten Bahnkunden waren laut der Umfrage in Lübeck, Neumünster sowie in den Kreisen Pinneberg und Segeberg (alle bei rund 80 Prozent) unterwegs. Beim Busverkehr waren die Fahrgäste vor allem in Flensburg, Kiel und Neumünster mit dem Angebot zufrieden.

Die unzufriedensten Bahnkunden stammen aus den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Plön, Schleswig-Flensburg und Stadt Flensburg. Beim Busverkehr schnitten vor allem die Kreise Dithmarschen und Ostholstein schlecht ab. Hier gaben etwa 40 Prozent der Befragten an, mit dem Busangebot unzufrieden zu sein.

Insgesamt wurden im zur Erhebung der Zahlen 7.500 Menschen – bei gleicher Verteil…

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2 Antworten auf „Pinnneberg und Neumünster hui – Ostholstein und Flensburg pfui“

Busverkehr in Flensburg… Ich habe noch nie soviele schlecht gelaunte Busfahrer auf einmal gesehen! (Ausnahmen existieren!)
Es ist einfach einfach eine Zumutung für die Kunden!
In anderen Städten wären diese längst entlassen worden, aber hier in dieser Stadt “schlafen” sie wohl alle “miteinander”

Die Ergebnisse für Ostholstein verwundern mich keineswegs. Gerade der Busverkehr ist teuer, wird selten bedient und wird dementsprechend auch kaum genutzt. Es gibt Dörfer mit mehr als 3000 Einwohnern, die stundenweise überhaupt nicht bedient werden, allenfalls zu Schulzeiten.

Eine frühere Freundin hatte eine Bushaltestelle fast um die Ecke. Trotzdem kam der Bus nicht in Frage, um auch nur im Notfall damit zur Arbeit in eine 26 Kilometer entfernte Stadt zu kommen. Inzwischen hat sich das anscheinend geändert, es gibt eine direkte Buslinie, die sie für 5,60 € binnen 40 Minuten dorthin brächte. Und nach der Arbeit wieder zurück.
Damals war dem nicht so, und sie hatte schon Glück, derart verkehrsgünstig eine Wohnung zu finden.
Wo sie vorher wohnte, fuhr der Bus nicht annähernd Richtung Arbeitsplatz. Heute wäre sie entweder eine Stunde zu früh dort – oder eine zu spät, für eine etwas kürzere Strecke. Mit zwei Mal Umsteigen, wobei beim ersten Umstieg Ankunft und Abfahrtszeit des Anschlusses identisch sind. In Gegenrichtung hätte sie heute ihren Arbeitsplatz nicht eine Sekunde zu spät verlassen dürfen, sonst wäre der Bus weg, und sie müsste zwei Stunden warten. Dort fahren aktuell fünf Busse in die nächstgrößere Stadt – am Tag. Nach den Ferien sind es immerhin acht. Aber zwischen Viertel nach neun und zwanzig nach zwölf sowie ab 18 Uhr fährt dort KEINER mehr.

Das ist kein Anreiz, das Bussystem auch wirklich anzunehmen.

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