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Planfeststellungsunterlagen für neuen Bahnhof Altona eingereicht

Wichtiger Schritt für die geplante Verlegung des Fernbahnhofs Altona zum Diebsteich: Die Deutsche Bahn hat die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Nach einer Prüfung werden die Pläne dann an die zuständige Anhörungsbehörde der Stadt Hamburg übermittelt.
Christian Hinkelmann
Gleisvorfeld im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona
Gleisvorfeld im Abendlicht im Bahnhof Hamburg-Altona

Das teilte das Bahnunternehmen mit.

Somit kann das Planfeststellungsverfahren inklusive Bürgerbeteiligung in Kürze beginnen. Bis Ende 2017 soll das Verfahren laut DB abgeschlossen sein.

Der neue Bahnhof Altona Nord wird sechs Fernbahngleise und zwei S-Bahngleise an vier Bahnsteigen haben. Außerdem wird ein neues Empfangsgebäude entstehen. Der gesamte Bahnhof wird laut Bahn barrierefrei gebaut. Gleichzeitig werden zwei Brücken erneuert sowie rund 25 Kilometer Gleise und 48 Weichen neu gebaut. Die Steuerung des Zugverkehrs erfolgt von einem neuen Elektronischen Stellwerk.

Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Hamburg-Altona ist für 2023 geplant. Der alte Kopfbahnhof inklusive Gleisvorfeld soll verschwinden und überbaut werden. 1900 Wohnungen sind auf der frei werdenden Fläche geplant.

Lediglich der S-Bahnhof Altona bleibt an bisheriger Stelle bestehen.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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13 Antworten auf „Planfeststellungsunterlagen für neuen Bahnhof Altona eingereicht“

Wie einige der Vorredner schon richtig bemerkt haben, ist die geplante Schließung des Altonaer Bahnhofs und die Einrichtung einer Fernbahn-Haltestelle in Diebsteich – denn etwas anderes ist es faktisch nicht – aus verkehrspolitischer Sicht und unter dem Aspekt der Nutzerfreundlichkeit ein Schildbürgerstreich sondergleichen:
Wir kennen ja alle die Infrastruktur in Altona: mehrere S-Bahn-Linien, ein Dutzend Buslinien, Stadträder, Mietwagen, dazu Supermärkte, Bäckereien, Schnellrestaurants, Zeitungsläden, Apotheke usw., nicht zu vergessen DB- und HVV-Kundenzentrum. Davon wird nur ein Bruchteil ein Diebsteich eingerichtet werden, schlicht, weil dort Platz und Umfeld fehlen, auch wenn sich SPD und Grüne nun plötzlich in geradezu rührender Naivität darum sorgen.
Zudem ist der Altonaer Bahnhof als Kopfbahnhof quasi natürlich barrierefrei, während wir uns in Diebsteich dann auf steile Treppen und die Standardbeschilderung der DB-Aufzüge („Außer Betrieb“) freuen können.
Schade, dass es in der Stadt darüber keine echte Diskussion gibt. Den Plan aufzuhalten wäre aber auch dann wohl kaum möglich, denn hier hat sich der Immobilienhunger der Stadt mit den Interessen der DB (optimierte Betriebsabläufe gehen vor Nutzerinteressen) sozusagen zu einem perfekten Sturm verbunden.

Ein Bahnhof Altona in kleiner wäre sicher die bessere und günstigere Lösung.
Die Verkehrsströme werden sich im nächsten Jahrzehnt ändern (feste Fehmarnbeltquerung) und vom Bahnhof Diebsteich hätte fast niemand einen Vorteil. Altona ist ja kein Bahnhof mitten auf freier Strecke, sondern direkt im Zentrum Altona Altstadt / Ottensen. Fernverkehr am Diebsteich braucht man nicht, dann kann man gleich zum Dammtor fahren. Wenn man aus Blankenese / Wedel kommt ist es wahrscheinlich eh günstiger, zum Hauptbahnhof zu fahren, bevor man umsteigen muss, oder wird die S1 verlegt? Die ÖPNV-Anbindung ist – wie schon festgestellt wurde – quasi nicht vorhanden.

Das ganze Geld für so einen Unsinn! Das ließe sich wahlich besser anderswo einsetzen. Der Hauptbahnhof ist tatsächlich ein solcher Ansatzpunkt. Seine Kapazität ist wirklich nicht ausreichend, Altona dagegen funktioniert gut.

Wo soll denn am Diebsteich ein „Bahnhofsumfeld“ mit Buslinien, Taxistand, Schnellrestaurants hinpassen? Bisher war ja von überhaupt keinen neuen Busverbindungen die Rede. Der 180 fährt manchmal alle 9/11, manchmal alle 60 Minuten zur S Holstenstraße.Sonnabends gibt es eine einzige, Sonntags null Fahrten. Und die bestehenden Linien vom alten Altona zum Diebsteich umzulegen ist Nonsens.

Bevor da Millionen verpulvert werden, bin ich erst einmal für einen Volksentscheid, und zwar in ganz HH und Umland. Dann wird sich herausstellen ob man so eine Sparversion von Bahnhof braucht oder ob nicht der bestehende und gut funktionierende und gut im ÖPNV vernetzte Bahnhof völlig ausreicht.

@spm9153:
Ich habe schon mehrere durchdachte Ideen von Ihnen gelesen, auch diesen: 4 Bahnsteigkanten für die S-Bahn wären wohl zu viel, aber Richtungsbahnsteige wären wirklich klasse, weil nicht nur die S4 West daran halten könnte, sondern auch die RE. Aber es scheint wohl nicht dazu zu kommen, schade!

Aus meiner Sicht ist die Verlegung des Fernbahnhofs ein völlig falscher Schritt. Gibt es irgendwie noch eine Möglichkeit, das zu verhindern? Wahrscheinlich ist der Zug wohl abgefahren, oder? Warum lässt man einen Bahnhof nicht dort, wo die Leute wohnen. In Altona und Ottensen profitieren doch viele von der Lage des Fernbahnhofs.

Die Bahn macht in 2015 Verluste von rund 1 Mrd. EUR! Dann werden aber EUR 380 Mio. nur für die Investitionen der Bahn ausgegeben für ein Projekt, das keiner braucht, den Pendlern längere Wegezeiten beschert und die Läden und Restaurants am jetzigen Bahnhof Altona schadet, weil ein Teil der Kunden wegbleiben wird. Über die zusätzlichen Investitionen der Stadt für die Straßenanbindung des Bahnhofs Diebsteich und die Schaffung eines Bahnhofsumfeldes wird geschwiegen. Die Größenordnung kann auf bis zu EUR 200 Mio geschätzt werden. Bei der zu erwartenden Verdoppelung der Kosten (Elbphilharmonie, Flughafen Berlin Brandenburg und Stattgart 21 lassen grüßen) reden wir über Gesamtinvestitoinen von EUR 1 Mrd. Dafür wird so gut wie keine Verbesserung im Hamburger Nah- und Bahnfernverkehr erreicht. Das Geld wäre sinnvoller in die kapazitätserweiterung des Hamburger hauptbahnhofes und den Aufbau eines Straßenbahnnetzes investiert. FürEUR 1 Mrd. kann man 100 km Straßenbahnnetz bauen.

Eigentlich ein gutes Projekt, aber ich hoffe, daß man sich nochmal Gedanken macht, bevor man die Situation für die nächsten 100 Jahre ver-betoniert. 2 Gleise für die S-Bahn sind zu wenig. Sinnvoll wäre es, 4 Gleise für den Fernverkehr vorzubehalten, 2 Gleise für die Regionalbahn oder Regional-S-Bahn und 2 Gleise für die eigentliche S-Bahn. Regionalbahn und S-Bahn sollten an 2 Richtungsbahnsteigen halten, das Regionalbahngleis Richtung Norden kann ohne großen Aufwand auf dem Gleisbett des ehemaligen AKN-Gleises entstehen, man bräuchte lediglich ein Überführungsbauwerk zwischen Stellingen und Eidelstedt um das Regionalbahngleis wieder auf die Fernbahngleise zu bringen.

Bleibt der derzeitige S-Bahnhof Diebsteich bestehen oder, wird er durch den neuen Fernbahnhof ersetzt? Falls es dann so ist müsste der bestehende Bahnhof abgerissen werden weil der neue Bahnhof soll ja in der Mitte gebaut werden wo auch das Bahnwerk entstehen soll.

Eigentlich müsste doppelt soviel S-Bahn Zusteigeorte gebaut werden weil, die zukünftige S4 nach Elmshorn – Itzehoe -Wrist -(Kellinghusen) soll bis Pinneberg auf den Fernbahngleisen fahren deswegen wäre es für sie einfacher auf einem Gleis zu fahren ohne als wenn die S-Bahn aus der Stromschiene ins Oberleitungssystem wechseln muss.

Bleiben die Geschäfte in dem alten Altona Bahnhof oder würden sie gemeinsam mit der Bahn umziehen?

Im Zuge des Bahnhofneubaus sollte man bereits Vorleistungen für eine querende U-Bahn berücksichtigen, sofern eine Verknüpfung mit dem Nahverkehr über S-Bahnen und Rumpelruckelbusse hinaus passieren soll.

Und damit meine ich nicht die Hamburger Unart, beim Umstieg mehrere hundert Meter laufen zu müssen:
Ich sehe es schon kommen, daß die Busse nur an der Plöner Straße verkehren, und die Fahrgäste erstmal 300m gehen müssen, um überhaupt zum Eingang zu gelangen.

Ich hoffe, die Hochbahn verpennt das nicht…

(Andererseits wären dann Tiefbauplanungen erforderlich und das beherrschen die Leute bei der Hochbahn / LSBG nicht – außer es handelt sich um Fußgängertunnel oder Aufzüge, wofür aber mindestens ein Jahr Bauzeit in Anspruch genommen werden darf)

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