S-Bahn Hamburg: Auch am vergangenen Freitag viele Ausfälle

Die Hamburger S-Bahn kommt aus ihrem Krisenmodus nicht heraus. Am vergangenen Freitag gab es wieder Ausfälle und Störungen – und kaum Informationen darüber.
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Ein Anzeiger am S-Bahnhof Rothenburgsort dokumentiert den unregelmäßigen Betrieb auf der Linie S21
Foto: NahverkehrHAMBURG

Die seit Monaten anhaltenden Ausfälle und Störungen bei der Hamburger S-Bahn gehen auch nach einem “Krisengespräch” zwischen Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos) und S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke (siehe hier) weiter.

Am vergangenen Freitag gab es offenbar schon wieder Probleme auf mehreren Linien, wie zahlreiche NahverkehrHAMBURG-Leserinnen und Leser bemerkt haben. Offizielle Kundeninformationen auf dem Twitter-Profil der Hamburger S-Bahn, in dem üblicherweise über Störungen informiert wird, gab es darüber kaum.

Jeder zweite Zug auf der Linie S21 fiel aus

Am Freitagvormittag fuhr nach Angaben eines Lesers beispielsweise die hochbelastete S-Bahnlinie S21 nur im 20-Minuten-Takt. Damit fiel jeder zweite Zug auf der Strecke nach Bergedorf aus – ohne Angabe von Gründen.

Am Freitagnachmittag fuhr auf der Bergedorfer S-Bahn-Strecke nach Angaben eines w…

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16 Antworten auf „S-Bahn Hamburg: Auch am vergangenen Freitag viele Ausfälle“

Sorry aber irgendwie fehlt mir hier der Mehrwert dieses Artikel, auf Twitter kann ich auch selbst nachschauen. Wo sind die kritischen Themen hin? Passiert etwa grade so wenig das man jeden Tag über die S-Bahn schreiben muss? In Bahrenfeld ist ein neuer Busbahnhof eröffnet worden der mehr zum Chaos führt als die Situation zu verbessern, der U1 SEV ist eine einzige Katastrophe, auf dem E Betriebshof stehen nur Dieselbusse rum, die Linie 109 fährt nur mit Diesel umher und die VHH streitet dich mit Schenefeld um einen neuen Betriebshof rum. Es gibt eine Menge worüber man schreiben kann außer der S-Bahn. Ja das Thema ist wichtig und richtig aber gefühlt wird jetzt aus jedem Tag versucht eine S-Bahn News gemacht ohne mal genauer einzugehen. Dieser Artikel wirs so als ob man in 5 Minuten schnell was hingezaubert hätte.

Hallo Jan, danke für die Themen-Anregungen.

Wir versuchen mit unserem Themenmix einerseits, den Verkehr in Hamburg möglichst breit abzubilden und andererseits aber auch Schwerpunkte dort zu setzen, wo es gerade “brennt” und wo viele Menschen akut betroffen sind. Die aktuelle Pannenserie ist so ein Fall. Deswegen schauen wir dort gerade etwas genauer hin und machen auf das Thema und die Informationspolitik aufmerksam.

Einseitig sind wir bei unserer Themenwahl sichern nicht. Allein seit dem letzten Freitag haben wir neben der S-Bahn über den tödlichen-Radfahrerunfall an der Alster, die U4-Verlängerung und über die Legalisierung von Elektro-Tretrollern berichtet. Dazu sprechen wir in unserer neuen Podcast-Folge ausführlich über die Chancen und Risiken von E-Rollern in Hamburg und über die Mitnahmemöglichkeiten im HVV.

Insgesamt also ein sehr breiter Themenmix, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Aber ich weiß natürlich auch: Geschmäcker sind verschieden. Deswegen nehmen wir deine Themenideen gerne mit.

Ich klinke mich hier einmal ein, weil ein Thema dass Jan anspricht mich auch interessiert – nämlich die E-Busse. Wenn ich das richtig in Erinnerung haben, sollten eigentlich Ende 2018 eigentlich schon mehr als die 4 E-Busse die bisher geliefert wurden fahren. Mann hört (und sieht) aber so gar nichts. Barmbek liegt nicht weit vom neuen Betriebshof und Buslinien wie die kurze 177 und 173 eignen sich sehr für den E-Bus-Betrieb mit seinen (noch) kurzen Reichweiten. Dennoch habe ich – obwohl ich dort fast täglich fahre – noch keinen einzigen E-Bus gesehen. Könnten Sie eventuell bei der Hochbahn einmal recherchieren, wann denn auch Barmbeker Fahrgäste mal mit einem E-Bus rechnen können? Vielen Dank.

Ich finde es tatsächlich auch interessant, wie die SBahn ihre Kunden informiert (oder eben auch nicht), wenn mal wieder nichts funktioniert. Zugausfälle sind das Eine, aber dann muss der Kunde wenigstens darüber informiert werden. Das kann auch viele hochkochende Emotionen etwas lindern

Die Bildunterschrift ist ein grober Ausrutscher.
Bei aller Liebe, die Anzeige zeigt Züge der Linie 21 in 9, 28 und 38 Minuten an. Für mich ist das ein sauberer 10- Minuten Takt wobei der erste Zug eine Minute Verspätung hat.

Herr Hinkelmann, ihre Seite hier ist toll. Die Bildunterschrift zur elektronischen Fahrgastinformation ist allerdings ein redaktioneller Totalausfall.

Hallo Christian, ich kann Ihnen nicht ganz folgen: Die Anzeige zeigt – wie sie richtig schreiben – 9, 28 und 38 Minuten an. Das heißt: Es gibt zwischen dem nächsten und dem darauffolgenden Zug eine außerplanmäßige Taktlücke von rd. 20 Minuten und damit einen Zugausfall (in 19 Minuten), bzw. einen unregelmäßigen Betrieb. Und genau so steht es auch in der Bildunterschrift.

Und so eine Lücke führt dann dazu, dass die nächste S-Bahn komplett überfüllt ist. Dann schliessen die fehlkonstruierten Türen nicht mehr, was in weiteren Verspätungen und und Ausfällen resultiert, worauf im schlimmsten Fall mal wieder das ganze Netz zusammenbricht.

Die S-Bahn fährt so am Rande der Kapazität, dass selbst kleinere Störungen zum kompletten Chaos führen können.

Entschuldigung, in aller Form.
Vollkommen richtig. Ich habe die 19 gedanklich übersprungen. Ich nehme alles zurück, bis auf das Lob für diese Seite. Ich bin wohl unausgeschlafen heute.

die Hochbah geht mir aufn Sack. Die sperren mal eben ne Line für 3 Monate. (Montag, 3. Juni, bis Sonntag, 25. August 2019.)

Ja ja, barrierefreier Ausbau, Gleis und Stromabnehmer neu, alles gut und wichtig. Es gibt Länder, wo das Nachts gemacht wird. Würde natürlich nen höheren Planungsaufwand bedeuten und Frau und Herr Planungsbeauftragter müssen den Kopf anstrengen, aber den spart man sich lieber.
Nein, der Ersatzverkehr mit Bussen ist für den Notfall oder mal für ne Woche ok. Nicht für 3 Monate auf der Pendlerstrecke ohne Alternative von A1, Norderstedt, Langenhorn.
Die erfüllen Verträge, aber von ÖPNV ham die keine Ahnung.
Möchten wir nicht einfach nen neues Nahverkehrsunternehmen gründen und die wegdisrupten? Wie säh das denn mit den Gleisen aus, müssen die wie bei der Fernbahn Mitbewerbern vermietet werden? Bundesbahn und Hochbahn raus aus Hamburg. (nen Ersatz für VHH Bus brauchen wir auch noch).
So, Luft gemacht. Sorry für den Ton.

Es ist extrem vernünftig von der Hochbahn, die Maßnahmen zu bündeln und dann in einem Rutsch mit längerer Vollsperrung zu mache.

Andernfalls verlängern sich z.B. die Bauarbeiten drastisch, weil du ständig Auf- und Abbauen musst. Und du hast dann über einen viel längeren Zeitraum ständig ändernde Sperrungen, Unterbrechungen usw. Mal zwischen Langenhorn Markt und Fuhlsbüttel, mal zwischen Fuhlsbüttel Nord und Ohlsdorf, mal Stadteinwärts, mal Stadausxwärts, mal fährt der Zug an einer Haltestelle durch, mal am Wochenende, mal eine Woche lang usw. Das ist viel schlimmer. Hier weißt du wenigstens, auf welcher Strecke du Ersatzverkehr hast, wo der Abfäht, wo der ankommt usw.

Wer das Problem sich mal losgelöst vom ÖPNV ansehen will, schaut sich die Umbauarbeiten auf dem Heiligengeistfeld an. Die können immer nur zwischen den Dom-Zeiten stattfinden. Also wird dreimal im Jahr das Heiligengeistfeld aufgerissen, es wird saniert, es wird zugeschüttet. Und das seit Jahren.

Das die Hochbahn hier ausnahmsweise den Ersatzverkehr verissen hat, ist extrem ärgerlich. Aber Fehler passieren Mal.

Nur zur Erinnerung: Die RB81 fährt, wenn sie fährt, jahraus, jahrein im 30-Minutentakt. Und die Leute murren nicht, weil sie niemals Besseres gekannt haben. (Sondern stricken sich aus dieser Notsituation höchstens “Busvermeidungsstrategien” zusammen, wie ich.)
Vielleicht wäre ein geringerer S-Bahn-Takt mal für einige Leute ganz heilsam. Dass eben nicht überall ein 10- oder gar 5-Minutentakt selbstverständlich ist…

Das ist doch Quatsch. Der hohe Takt wird alleine schon benötigt um die Anzahl der Leute zu transportieren. Und dafür ist es eben eine SBahn und keine RB. Warum sollten wir jetzt auf den großen Vorteil des Takts verzichten?

Tja, wenn man Privilegien – wie eine bevorzugte SPNV-Bedienung zum gleichen Fahrpreis – infrage stellt, ist es dann Quatsch.
Hätte man uns in Wandsbek vor 40 Jahren auch eine S-Bahn gebaut, würden heute auch weitaus mehr Menschen in dieser Relation – übrigens – befördert (nicht transportiert) werden.
Und jetzt verfolgen ein paar Anlieger aus egoistischen Interessen die Sabotage des S4-Baus. Und man hört nichts dagegen von der S4-Initiative und auch nichts von anderen Wandsbekern hier im Forum…

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