Wer durch Hamburgs Straßen geht, kommt an ihnen nicht vorbei: Carsharing-Fahrzeuge stehen an fast jeder Ecke, bereit zur nächsten Fahrt. Und es werden immer mehr: Seit dem Herbst vergangenen Jahres ist die Zahl dieser flexiblen Mietwagen in der Hansestadt um satte 34 Prozent gestiegen. Ein beeindruckendes Wachstum in einem Mobilitätsbereich, der sich gern als umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto positioniert.
Doch die Sache hat einen Haken: Der Großteil der Flotten ist noch immer mit Verbrennungsmotoren unterwegs, obwohl sich die drei großen Sharing-Anbieter Share Now, Miles und Sixt Share im vergangenen Oktober gegenüber der Stadt Hamburg eigentlich dazu verpflichtet hatten, dass bis zum 1. Januar 2024 mindestens 80 Prozent ihrer Fahrzeuge elektrisch fahren sollen.
Aktuell ist die E-Quote bei den drei Unternehmen aber noch meilenweit von diesem Ziel entfernt, wie eine NAHVERKEHR HAMBURG-Recherche ergeben hat. Demnach spricht viel dafür, dass es bis zum kommenden Januar wohl auch nicht mehr erreicht wird. Platzhirsch Share Now setzt derzeit sogar massiv auf neue Verbrenner-Autos und will bis Jahresende bundesweit 1.200 zusätzliche Opel-Fahrzeuge mit konventionellen Motoren auf die Straßen zu bringen.
Warum hinken die Hamburger Carsharing-Anbieter ihren eigenen Elektrifizierungszielen so weit hinterher? Welche Hindernisse stehen im Weg? Wie reagiert die Stadt auf diese offensichtliche Diskrepanz zwischen ambitionierten Plänen und der aktuellen Situation? Und welche Konsequenzen drohen den Anbietern?
NAHVERKEHR HAMBURG hat die einzelnen Unternehmen und die Hamburger Verkehrsbehörde dazu befragt und liefert Zahlen und Hintergründe.
Transparenz und Flottenzahlen
Wie viele Fahrzeuge die einzelnen…
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