Schleswig-Holsteins Verkehrsminister begrüßt Pläne für Stadtbahn in Kiel

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Buchholz hat die Absicht der Stadt Kiel zur Wiedereinführung der Straßenbahn begrüßt. Die elektrische Stadtbahn könne zur Luftreinhaltung beitragen.
Frankreich, Le Havre, Rasengleis, Sommer, Stadtbahn, Straßenbahn, Tramway
Eine moderne Stadtbahn in der französischen Hafenstadt Le Havre in Frankreich

Der Verkehrsminister von Schleswig-Holstein, Bernd Buchholz (FDP) hat die Absicht der Stadt Kiel, die Straßenbahn möglicherweise wieder einzuführen, begrüßt. “Sie könne bei der Beseitigung der Engpässe im Personennahverkehr helfen”, sagte Buchholz nach einem Bericht der Kieler Nachrichten.

Demnach hob er hervor, dass eine elektrisch betriebene Stadtbahn lokal emissionsfrei wäre und zur Luftreinhaltung beitragen würde. Das Land werde sich den “interessanten Vorstoß” genauer anschauen, so der Politiker dem Zeitungsbericht zufolge.

In Kiel drohen Diesel-Fahrverbote wegen schmutziger Luft

Kiel hat – wie Hamburg – mit verschmutzter Luft zu kämpfen und überschreitet an einigen Straßen die Grenzwerte der EU für Stickoxid deutlich. Der Stadt drohen deswegen Diesel-Fahrverbote.

Unter anderem vor diesem Hintergrund hatte die Ratsversammlung der Stadt Kiel in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit dafür gestimmt, bis zum Jahr 2020 ein Konzept zum Bau einer modernen …

Auch interessant

15 Antworten auf „Schleswig-Holsteins Verkehrsminister begrüßt Pläne für Stadtbahn in Kiel“

Ich bin mal gespannt, ob Kiel es tatsächlich hinbekommt eine Strasenbahn wieder einzuführen. In Hamburg ist die Politik ja zu blöd und dazu nicht fähig.

Sehr richtig. Hamburg wird leider von der absoluten Unfähigkeit regiert. Ein Trauerspiel ist das.
Keinen Mut für einen großen Wurf.
Aber Hauptsache man hat eine U4 zu den Elbbrücken…..

Genau, und selbst die Grünen hatten nur eine große Klappe (vor der Wahl ein gutes Stadtbahn-Konzept) und nichts dahinter (Regierungebeteiligung gesichert – Stadtbahn begraben).
Hamburg wird seit Jahrzehnten von Senaten regiert, die entweder kein Interesse oder keine Kompetenz (oder Beides) in Sachen ÖPNV hatten/haben.

Man lebt davon, dass sich aufgrund des “ausbaufähigen” ÖPNV-Angebots immer noch viel zu viele Menschen in ihre Autos setzen, wenn sie Ziele in Hamburg erreichen wollen. SPASS bringt das schon lange nicht mehr, es ist eher eine Qual, aber offensichtlich immer noch besser als ein überfüllter Rumpelbus (sorry, Lokstedter, für den Wortteildiebstahl ;-).

Ich jedenfalls hoffe auf weitere, flächendeckende Fahrverbote. Ohne Tritt in den Achtersteven kommt die Politik nicht aus dem Quark!

Alles gut, Oliver 🙂 ich inspiriere doch gerne. Traurig macht mich nur, dass es Leute gibt, die auf dieses Manöver hereinfallen. Es hagelt derzeit Verbote, weil Fristen über etliche Jahre ignoriert wurden und es keine andere kurzfristige Maßnahme gibt. Was sollen da Trampläne einer Kleinstadt für die 2030er? Das hat ja nix gemein mit der aktuellen Situation. Ich wünsche aber allen einen guten Umzug nach Kiel, der Perle der Ostsee.

Da der Herr aus Lockstedt (das ist ein kleiner Stadtteil in der Millionenstadt Hamburg) anscheinend die Größe Kiels nicht zu kennen scheint:

Kiel ist eine “Großstadt” und keine “Kleinstadt”.

Sehr geehrter Lockstedter: Bleiben Sie einfach bei und in der Realität, ansonsten kann man jeglichen Beitrag aus Ihrer Feder nicht für bare Münze nehmen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Eine Stadtbahn kann man leicht fordern. Der Teufel steckt leider im Detail, denn letztendlich werden in den meisten Großstädten (ab ca. 500000 Einwohner: Köln, Essen, Dortmund, Düsseldorf) die Stadtbahnen nach und nach in den Untergrund verbannt. Dann kann man auch gleich U-Bahnen bauen. Leider sind alle U-Bahn-Tunnel in Hamburg nicht stadtbahntauglich und nicht eben einmal umbaubar! Alternativ könnte man sicherlich oberirdische U-Bahnen (mit seitlicher Stromschiene) bauen. Dann ist aber ein Überqueren der Trasse von Fußgängern nicht möglich! Und ein weiteres System wie die Stadtbahn auf Straßen braucht Platz, der in der Stadt häufig nicht vorhanden ist. Das heißt also: Häuser abreißen oder nur noch Fußgängerzonen schaffen. Dann ist die Stadt leider tot.

Nein, eine Straßen- / Stadtbahn befördert so viel Personen, wie 100 oder gar bis zu 400 Autos.
In Hannover mit Sondergenehmigung zur Messe
mit 100 m langen Zügen sogar wie 500 Autos.
Und braucht auch nicht mehr Straße, wie ein Auto oder Bus.
Der Bus darf 2,55 m breit sein,
die Stadtbahn bis 2,65 m und knapp 80 m lang – in Stuttgart ist das so !
Zum Vergleich, die Hamburger U-Bahn ist nur 2,60 breit.

Somit befördert eine Straßenbahnstrecke soviel Leute,
wie sie im Pkw min 3 Fahrspuren brauchen.
Ich kann also von einer vier Fahrstreifen je Richtung
drei wegnehmen,
verwende eine davon für die Stadtbahn
und kann auf der anderen Fläche Rasen und Bäume pflanzen
und Straßencafés einrichten.

Sooo geht Lebensqualität!

Stuttgart mit ca. 600.000 Einwohner hat überlegt,
eine echte U-Bahn mit Stromschiene zu bauen.
Obwohl man nur einen kleinen Teil des Straßenbahnnetzes umstellen wollte
ergab die Kostenschätzung eine derart hohe Summe,
dass man auf ein Stadtbahn-System überging.
Nur in der Innenstadt wurden (meist) die teuren Tunnel gebaut,
im Außenbereich wurden meist “nur” eigene Gleiskörper angelegt,
die aber an Kreuzungen vom Straßenverkehr gequert werden können.
Es gibt noch einige Strecken, wo die Bahn im Straßenverkehr mitfährt
und einige unterirdische Abschnitte auch in verdichteten Außenbereichen.
Und einige km Tunnel waren auch aus topografischen Gründen nötig

So konnte ein Optimum aus Qualität und Kosten erreicht werden.
Und die allermeisten früheren Straßenbahn-Strecken
konnten auf das Stadtbahn-System umgestellt werden.

Fußgängerzonen bringen richtig Leben in eine Stadt!
Dort sind die Mieten für Läden am höchsten,
was auf höchste Attraktivität hindeutet.

Düsseldorf und mehrere Städte im Ruhrgebiet haben beide Systeme,
eine Hochflur-Stadtbahn
und eine Niederflur-Straßenbahn.
Auch so kann man die Kosten optimieren.

Hoffentlich liest der Lokstedter den Artikel nicht, denn dann geht wieder das Gepolter und Gedröhne, ohne wirtschaftlichen Verstand los.

Und welchen Wert hat dieser gehässige Kommentar? ^^ Gegen Verbitterung und Frust ist Sport eine gute Sache. Vielleicht mal mit dem Rad zur Arbeit, sofern vorhanden?! ?

Ich bin Millionär und brauche nicht mehr zu arbeiten, trotzdem danke für den Tipp.
Nun lasse ich mich einmal auf ihr faktenbefreites Niveau herunter und schon wird es als gehässig bezeichnet.

Leider habe die Kieler Stadtoberen die gleichen Fehler wie in Hamburg mit der Abschaffung der Stassenbahn gemacht. Das es auch besser gehen kann sieht man ja in Braunschweig:
https://www.stadt-bahn-plus.de/
Die Planungen zu einer Stadtregionalbahn wurden in Braunschweig beerdigt ohne die Schuld bei anderen Kreisen zu suchen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.