So gehen die Bauarbeiten am neuen S-Bahnhof Ottensen jetzt weiter

Nach mehr als einem halben Jahr Stillstand gehen die Bauarbeiten am künftigen S-Bahnhof Ottensen weiter. So sieht der neue Zeitplan aus, diese Bauschritt sind in den kommenden Monaten geplant und mit diesen Behinderungen müssen Fahrgäste der Linien S1 und S11 rechnen.
Von Lars Hansen
Nächtliche Baustelle am künftigen S-Bahnhof Ottensen.
Nächtliche Baustelle am künftigen S-Bahnhof Ottensen.
Foto: Christian Hinkelmann

Seit dem Frühjahr stand der Bau des künftigen S-Bahnhofs Ottensen wegen unerwarteten Brückenproblemen nahezu still. Die Eröffnung, die eigentlich in drei Wochen stattfinden sollte, wurde abgeblasen und auf das nächste Jahr verschoben (siehe hier).

Doch seit Kurzem tut sich wieder was an der Baustelle an der Linie S1 zwischen den Stationen Altona und Bahrenfeld: Die nächste Vollsperrung der Strecke steht an.

NAHVERKEHR HAMBURG hat bei der Deutschen Bahn nachgefragt, was dann dort genau passieren soll, wann die Bauarbeiten an den künftigen Haltestelleneingängen beginnen und ob die Bahn weiterhin mit dem zuletzt genannten Eröffnungstermin rechnet. 

Die gute Nachricht zuerst. Die Bahn rechnet tatsächlich damit, dass sie die neue Haltestelle Ottensen im August kommenden Jahres eröffnen kann – auch, wenn bislang nur wenig von der künftigen Haltestelle zu sehen ist: Vom Bahnsteig ist außer einer Bahnsteigkante bis jetzt nichts zu sehen und die Bauarbeiten für die beiden Zugänge am Bahrenfelder Steindamm und an der Gaußstraße fehlen noch völlig. „Der Bauablauf ist auf die Eröffnung im August 2022 ausgelegt”, so die vorsichtig formulierte Antwort einer Bahn-Sprecherin auf Nachfrage.

Der Hauptgrund für die bisherigen Verzögerungen seien zusätzliche Bau- und Sanierungsmaßnahmen. 

Einwöchige Vollsperrung im Januar geplant

Gemeint sind damit größere Komplikation…

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9 Antworten auf „So gehen die Bauarbeiten am neuen S-Bahnhof Ottensen jetzt weiter“

Ich bin kein Ingenieur aber das es eine Woche braucht, um ein Gleis zu verschwenken, das ist doch wirklich überzogen. (mir fallen da noch deutlichere Worte ein.). Das die Haltestelle Ottensen einen einziger finanzieller und bautechnischer Skandal bedeutet, das haben wir hier ja wiederholt diskutiert. Naja jetzt heißt es nur noch : Augen zu und durch! (Und ja ich stimme was die Umsetzung dieses Projektes angeht bzw. deren Mängel den Leuten von “PRELLBOCK” vollständig zu.

Wer glaubt an die Deutsche Bahn, dass im August 2022 der S-Bahnhof Ottensen eröffnet wird?
Und dito, dass das Ganze dann 41 Mio € kostet?
War das die 3. oder 4. Preiserhöhung dann?
Ich bin gespannt und auch die vielen Infos und Bilder von Nahverkehr Hamburg können nicht das ganze versüßen.
Wieder ein Bahnhof, der nicht einfach barrierefrei gebaut wird.
Wieder eine Baustelle, die gen Westen zu Gleissperrungen führen wird.
Wie bekommen das andere hin, z. B. die Schweizer, die immer große Umbauten an Bahnhöfen etc. ohne Gleissperrungen durchführen.
Warum kann nicht wenigstens 1 Gleis offenbleiben und es gibt einen eingeschränkten Bahnverkehr im Pendelbetrieb.
Der Westen ist schon gebeutelt: Elbchaussee, Deckel Bahrenfeld, und zig weitere Straßensperrungen gerade in Ottensen. Da sollten rund um den ZOB die Bauarbeiten Ende 2020 und dann 08/2021 fertig sein, nun wirds da vielleicht Januar 2022.
Und dann kommen die neuen Bahnprojekte:
Diebsteich mit 1 Jahr ohne S-Bahnhof?
Sternbrücke?
Wieder zeigt sich: Die starke Schiene braucht :
1. ein Moratorium der geplanten Projekte einschließlich Diebsteich
2.einen Schienen-Masterplan
3.Mehr Offenheit der DB und der Hamburger Verkehrsbehörde und einen richtiges Dialogforum !!
Kein Dialogforum im Dunklem.

“3.Mehr Offenheit der DB und der Hamburger Verkehrsbehörde und einen richtiges Dialogforum !!” wünscht sich übrigens die Bürgerinitiative, die hier konsequent keine (kritischen) Nachfragen zu ihren Positionen beantwortet. Schon witzig!

“Wieder zeigt sich: Die starke Schiene braucht :
1. ein Moratorium der geplanten Projekte einschließlich Diebsteich”
Nur weil es in Ottensen nicht so richtig läuft? Und wie soll das Moratorium für eine starke Schiene dann aussehen? Wenn ich die Prellbock-Kommentare der Vergangenheit so lese, kann das ja nur die Einstellung aller jetzigen Planungen und Bauarbeiten sein. Vor allem einer von Prellbock ungeliebten S-Bahn-Linie, die sogar dem “S-Bahn-Hotspot” Altona noch eine zusätzliche Verbesserung brächte. Klar hätte die U5 um einiges besser und attraktiver sein können, aber so ist sie nun mal entschieden worden (auch als Folge von Blockaden sogenannter NIMBYs!).
Prellbock vergeigt mit seiner starren Haltung eher noch die vielleicht letzten Sympathien in Hamburg für ein zusätzliches Stadtbahnnetz als Bestandteil der Verkehrswende. Mal darüber nachdenken!

Ich bin ja gespannt, was in dem von Prellbock gelobten Dialogforum als Ergebnis rauskommt, wenn dort Prellbock mit “Stadtbahn statt U5” auf eine Initiative “Keine Stadtbahn durch Winterhude“ trifft…

Wir sehen ja südlich von Hamburg was für eine Grütze passiert, wenn man ein Dialogforum (Schiene Nord) aus Bürgerinitiativen gründet, die dort ihre starren Positionen durchsetzen. Von daher kann ich gut drauf verzichten. Ich finde das im übrigen auch undemokratisch, wenn eine kleine Minderheit in Form einer prellbockigen Bürgerinitiative mehr gewicht erhält, als die Vertreter der Stadt, die ich mit gewählt habe. Und wenn es zu einem Volksentscheid kommt, dann will ich doch mal sehen, ob eine breite Mehrheit gibt, die sämtliche Schienenprojekte ablehnt.

Ich finde den letzten Punkt ganz interessant. Ist die Initiative eigentlich auf zwei Personen begrenzt oder darf ich da noch beitreten? Bin ja kein Freund des prellbockigen Stillstands, aber wenn es uns hilft, unsere Stadt vor dem Monster zu schützen, dann sollte man die Option nicht ignorieren.

Der Bau der S-Bahn-Station Ottensen ist ja mal wieder ein Musterbeispiel für die Inkompetenz der Bahn, auch nur einfachste Bauarbeiten im ursprünglichen Zeit- und Kostenrahmen abzuwickeln. Die Sation hätte ohne komplizierte Gleisverschwenkungen mit Brückenverbreiterungen etc. und zudem noch mit Rampen voll barierefrei gebaut werden können, wenn man das naheliegende Konzept mit zwei Außenbahnsteigen realisiert hätte. Dann wären die Kosten sicher unter der 10 Mio. Euro Grenze geblieben. So erhalten wir ein Station, auf der mobilitätseingeschränkte Passagiere eingesperrt sind, sollte einmal der einzige Aufzug nicht funktonieren.
Und was lehrt uns die Brückenstory noch: Nicht alte Eisenbahnbrücken sind das Problem, sondern die Neuen! Das jetzt sanierte Brückenteil ist noch keine 15 Jahre alt. Aber nach den Plänen der DB werden munter lustig über 100 Jahre alte voll funktionsfähige Bahnbrücken (Sternbrücke, Brücken Lagerstraße, Ferdinandstor etc.) abgerissen nur weil sie über 100 Jahre alt sind. Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass die jetzt aufwendig sanierte Brücke an der S-Bahnstation Ottensen keine 100 Jahre halten wird!

das werden wir alle nicht wissen, ob die Brücke in Ottensen oder auch an der Sternbrücke 100 Jahre halten werden: Bei der Sternbrücke geht es ja vor allem um ein städtebauliches visuelles Problem. Das man da nicht genügend die Anwohner mit einbezogen hat, ist unstreitig. Ansonsten ist es “schön”, daß Prellbock mal wieder nur Statements abgibt ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, auf Argumente Anderer einzugehen. Ihre Idee eines Moratoriums wäre sicherlich ernster zu nehmen, wenn Prellbock einmal zur Kenntnis nehmen würde:
– das Diebsteich im Bau und finanziert ist.
– das die S-4 im Bau und finanziert ist.
– das die U5 Ost im Bau und finanziert ist.
– das die U5 West wohl um die 5 Mrd kosten wird und nach allem was man weiß, vom Bund mit 75% bezuschusst wird, so das HH, das dafür für den Schnellbahnausbau ein Sondervermögen eingestellt hat von insg. 2 Mrd. und damit auch finanziert ist. (Da kann NVB noch solange vom Baustopp träumen).
– das die U4 in Richtung Wilhelmsburg geplant wird.
Und das die U4 zur Horner Geest gebaut wird, ich glaube, daß kann selbst Prellbock nicht bestreiten.

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