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Sommerferien: Hochbahn dünnt Fahrplan auf 13 Buslinien aus

Die Hochbahn lässt einige Busse ab morgen seltener fahren. Zum zweiten Mal in Folge dünnt das Unternehmen seine Fahrpläne während der Sommerferien in Hamburg aus Kostengründen aus.
Christian Hinkelmann
Hochbahn-Bus der Linie M4 am Stephansplatz in Hamburg (Bewegungsunschärfe)
Fährt in den Sommerferien seltener: Metrobuslinie 4

Betroffen sind laut Hochbahn insgesamt 13 Buslinien: 4, 6, 8, 10, 13, 23, 26, 27 sowie 114, 118, 143, 178 und 263.

So wird unter anderem auf der Metrobuslinie 4 morgens der dichte 5-Minuten-Takt halbiert, die Metrobuslinie 13 fährt morgens statt im 5-Minuten-Takt nur noch alle 6,5 Minuten. Laut Hochbahn ist sichergestellt, dass auf den betroffenen Linien in den Hauptverkehrszeiten alle 10 Minuten ein Bus fährt.

Hintergrund für die Taktreduzierungen ist laut Hochbahn die deutlich geringere Nachfrage während der Sommerferien. Untersuchungen hätten demnach ergeben, dass während der morgendlichen Verkehrsspitzen ein Rückgang gegenüber dem Jahresmittel um bis zu 25 Prozent zu beobachten ist. Am Nachmittag sei der Unterschied etwas geringer.

Insgesamt will das Verkehrsunternehmen mit dem Schritt rund 40.000 Euro Betriebskosten einsparen.

Der Spar-Fahrplan gilt bis zum Ende der Sommerferien am 31. August. Die Aushänge an den Haltestellen werden in dem Zeitraum entsprechend aktualisiert. Für die übrigen rund 80 Hochbahn-Buslinien bleibt der Fahrplan unverändert.

Im vergangenen Sommer hatte die Hochbahn erstmals während der Ferien ihr Busangebot ausgedünnt.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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2 Antworten auf „Sommerferien: Hochbahn dünnt Fahrplan auf 13 Buslinien aus“

Das ist eine Frechheit. Endlich hat der Fahrgast mal die Möglichkeit einen Sitzplatz im Bus zu ergattern und dann das. Werden die Fahrpreise auch gesenkt, wenn es schlechtere Leistungen für den Fahrgast gibt ?

Die Krönung wäre gewesen, wenn auch noch der Schienenersatzverkehr Linie 9 (sowie die SEV Linien 162 und 262) ausgedünnt worden wären. Aber das können sich selbst HVV und HOCHBUS nicht leisten, angesichts der Baustellen Berliner Tor, Großhansdorfer Zweig und jetzt noch Hbf Bst. 7, mit entsprechender Taktausdünnung bei den Bahnen. Das wäre ja dann doch zu offensichtlich.
Aber dafür hat’s dann doch noch die beiden Zubringer-SEV 26 (für Rahlstedt nach U1 Farmsen) und 27 (für Tonndorf nach U1 Farmsen) erwischt.
(Obwohl die zusätzlichen Verstärker neuerdings auf der 9 auch recht fragwürdig sind: Ab Mittags um 12 bis zum Abend fahren diese von Wandsbek Markt nach Bf. Tonndorf (nur in diese Richtung; fahren da so viele Rentner-Einkäufer zurück?), aber für früh ab 8 Uhr in der HVZ-Hauptlastrichtung (nach WM) geht einfach kein Weg ran, obwohl da mehr als Bedarf besteht. Vielleicht geht unser großes städtisches Unternehmen nach der Devise vor: Wir lassen die Verstärker dann fahren, wenn wir Busse und Fahrer dazu frei haben. Ganz toll! Dann kann man’s sich auch schenken.

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