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U5: Steilshoop verliert direkten Busanschluss für neun Jahre

Ab Freitag wird das Herz von Steilshoop für viele Jahre komplett vom Busverkehr abgekoppelt. Schuld ist der Bau der neuen U-Bahnlinie U5. Teile der zentralen Gründgensstraße werden sich in eine gigantische Baugrube verwandeln. So lange werden die Busse umgeleitet, so fahren sie künftig und so sehen die verschiedenen Bauphasen aus.
Christian Hinkelmann
Hier im Zentrum von Steilshoop wird in den nächsten Jahren eine gigantische Baugrube entstehen. Für HVV-Busse ist dann kein Platz mehr.
Hier im Zentrum von Steilshoop wird in den nächsten Jahren eine gigantische Baugrube entstehen. Für HVV-Busse ist dann kein Platz mehr.
Foto: Christian Hinkelmann

Mit der neuen U-Bahnlinie U5 soll die Großwohnsiedlung Steilshoop in Hamburg endlich einen besseren HVV-Anschluss bekommen. Doch vorher wird die Erreichbarkeit für die rund 20.000 Menschen, die dort leben, erst einmal deutlich schlechter.

Ab Freitag (1. März) koppelt die Hochbahn nämlich das Steilshooper Stadtteilzentrum an der Gründgensstraße von sämtlichem Busverkehr ab – und zwar fast neun Jahre lang.

Betroffen sind demnach die beiden Metrobuslinien 7 und 26, sowie die Stadtbuslinie 118 und die Nachtbuslinie 617. Sie sollen umgeleitet werden über den Gustav-Seitz-Weg, die Steilshooper Allee und den Alfred-Mahlau-Weg. Die Haltestellen Einkaufszentrum Steilshoop, Gustav-Seitz-Weg und Alfred-Mahlau-Weg werden verlegt. „Die neuen Busführungen im Bereich Steilshoop gelten bis 2032“, erklärt Hochbahn-Sprecherin Lena Steinat auf NAHVERKEHR HAMBURG-Nachfrage. Die HVV-Fahrplanauskunft nennt konkret den 11. Dezember 2032 als Enddatum der Umleitung. Die Fußwege zu den nächstgelegenen Ersatzhaltestellen verlängern sich dadurch viele Jahre lang um rund fünf Minuten.

U-Bahn-Bau in Steilshoop geht los

Der Grund für die Busumleitung ist der Bau der U5-Haltestelle direkt vor dem Steilshooper Einkaufs…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „U5: Steilshoop verliert direkten Busanschluss für neun Jahre“

Aber Fackt ist: wäre damals die Straßenbahn gebaut worden, dann müsste nicht so eine Gigantomie an Baustellen betrieben werden. WANN lernt der Auftofahrer Freundliche Hamburger Senat endlich dazu?
Denn gerade der Umbau des Jungefernstieges zeigt eindeutig wie Autofahrer freundlich Hamburg ist

Allein die Sperrung einer über der künftigen U-Bahnstation liegenden Straße und Umleitung des Busverkehrs für 9!!! Jahre zeigt den ganzen Irrsinn und die volle Fahrgastfeindlichkeit des U5-Projektes. Für 2,86 Mrd. Euro könnte man als 100 Kilomenter Straßenbahn bauen und das in der halben Bauzeit! Wann endlich revoltieren die Anwohner gegen diesen gnadenlosen Blödsinn unseres rot/grünen Senats! Und am Ende sind es die HVV-Fahrgäste, die über höhere Ticketpreise diese mit mehr als 400 Mio. Euro pro Kilometer wohl teuerste U-Bahn-Linie in Deutschland bezahlen!

Straßenbahnen sind wohl unter den öffentlichen Verkehrsmitteln die gefährlichsten bzw. tödlichsten. Straßenbahnen können nicht ausweichen, sind sehr schwer und haben lange Bremswege – und das häufig ungeschützt im öffentlichen Raum, welchen sie sich mit Kfz, Radfahrern und Fußgängern teilen. Welcher verantwortungsvolle Mensch kann ernsthaft dieses altertümliche Verkehrsmittel zurückfordern?

„… hat die Hochbahn im Laufe der U5-Planung nichts dergleichen im Steilshooper Boden gefunden“
Da bekommt der Begriff „U-Bahn-Archäologie“ gleich eine ganz andere Bedeutung. 😅
Aber mal im Ernst: Wenn dort jemals was gebaut wurde, müsste es doch dazu Unterlagen im Hochbahnhaus geben?

Ansonsten: Diese jahrelangen Einschränkungen sind natürlich nicht schön. Man kann nur hoffen, dass die Wiederherstellung der Baugrube nach dem U-Bahn-Bau genutzt wird, um das Gelände lebensfreundlicher zu gestalten. Kleinteiliger und wenigstens hier etwas weniger „Beton-Brutalismus“.

Das ist natürlich nicht schön, aber die Verlegung ist ja nicht kilometerweit weg.
Ich frage mich aber generell, warum eigentlich die Haltestellen wie bei der U2 (oder auch bei crossrail) nicht auch im Schildvortrieb angelegt werden? Bei crossrail waren die äußerlichen Belastungen relativ gering auch in der Innenstadt von London: Außer einigen Schächten gab es eigentlich kaum Beeinträchtigungen. Und warum dauert das 9 (in Worten neun Jahre)? Die stärksten Argumente gegen die U5 sind nicht die der „ich will meine Stadtbahn“ Vereinigung sondern die Art und Weise wie sie gebaut wird und vor allem die absurd langen Planungs- und Bauzeiten.

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