Visualisierung: So sehen Feldstraße und Pferdemarkt künftig aus

Seit gestern wird die Feldstraße im Zuge des Busbeschleunigungsprogramms umgebaut – im kommenden Frühjahr folgt die Umgestaltung des Neuen Pferdemarktes (hier alle Umbaupläne ansehen). Neue Visualisierungen zeigen jetzt, wie der Straßenraum dort in Zukunft aussehen wird.
Von Christian Hinkelmann
Metrobus der VHH am Neuen Pferdemarkt in Hamburg
Ein Metrobus der Linie M3 am Neuen Pferdemarkt in Hamburg (Bewegungsunschärfe)

Feldstraße:


Vorher

Heute halten die Metrobusse der Linien M3 und M6 noch in Bushaltebuchten. Der schmale Radweg führt direkt über die Haltestellen und sorgt für Konflikte zwischen ein- und aussteigenden Fahrgästen und Radfahrern.

Im Hintergrund, vor dem U-Bahnhof “Feldstraße”, ist eine Ampelkreuzung zu sehen.

Nachher:
Die zukünftige Bushaltestelle “Feldstraße”. Die Kopfsteinpflaster-Bushaltebuchten sind verschwunden, die Busse halten jetzt direkt am Fahrbahnrand. In Fahrtrichtung stadteinwärts (vorn im Bild) fahren die Busse auf einer neuen überbreiten Busspur, die sie sich mit dem Radverkehr teilen. Die Ampelkreuzung im Hintergrund ist verschwunden und durch eine einfache Fußgängerampel ersetzt. In Fahrtrichtung stadtauswärts halten die Busse künftig hinter der Kreuzung direkt vor dem U-Bahnhof. Radfahrer fahren hier auf einer neuen Radspur auf der Fahrbahn. Durch die wegfallenden Radwege auf den Fußwegen ist künfti…

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14 Antworten auf „Visualisierung: So sehen Feldstraße und Pferdemarkt künftig aus“

Ist schon interressant – besonders beim vorher-nachher Vergleich die jetzige Situation aus der Fussgaengerperspektive zu fotografieren und die zukuenftige aus der Vogelperspektive. Letzteres sieht normalerweise immer klarer und aufgeraeumter aus, und verstaerkt so den Eindruck dass sich dort was bessert – egal was eigentlich gemacht wird…

Auf dem Foto sieht man schön, wie halb durchdacht der Fahrradverkehr ist: Kurz hinter der Kreuzung wird man als Radfahrer irgendwo hinter die Parkbuchten neben den Fußweg verschwenkt. Und wie läuft das bei den gemischten Bus/Radspuren? Im lfd. Verkehr soll der Radfahrer lt. der Darstellung anscheinend am Kantstein fahren und im Haltestellenbereich wechselt es dann, d.h. der Radfahrer fährt links am stehenden Bus vorbei. Das dauert doch nicht lange, bis ein Bus einen zwangsweise die Spur kreuzenden Radfahrer zu Brei fährt.

@Jan Dunkerbeck

In Richtung Altona (stadtaus) muss der Radstreifen ja nach rechts verschwenken, weil auf der Fahrbahn kein Platz ist für eine Radspur.
Auf der Feldstraße soll der Radfahrer auch nicht rechts am Kantstein fahren, sondern auf der Busspur. Die Busse können hier den Radfahrer nicht überholen, weil man sonst in den IV-Streifen ausweichen muss. Wenn der Bus an der Haltestelle steht und der Radfahrer vorbei möchte, muss natürlich aufeinander Rücksicht genommen werden. Hier ist es auch nicht anders, als wenn hier eine Busbucht wäre. Die Regeln hier sind klar: für den Bus gilt §10: “Anfahren vom Fahrbahnrand”, für den Radfahrer §20 Abs.5:”.Omnibussen des Linienverkehrs und Schulbussen ist das Abfahren von gekennzeichneten Haltestellen zu ermöglichen. Wenn nötig, müssen andere Fahrzeuge warten.” Ist nichts Neues und weder gefährlicher noch ungefährlicher, als vorher.(s.§1StVO).

Und auch hier mal wieder zu sehen. Komplett inkonsistente Planung. Radfahrer werden, wie auf der Visualisierung oben Rechts zu sehen, auf den Radweg geschwenkt für drei Meter. Geniale Lösung. Wer in dem Bereich schon mal war, weiß das dort ein erheblicher Fußgängerverkehr herrscht und die werden dann zukünftig zu dutzenden beim Warten auf den Radverkehrsflächen stehen und die Radfahrer werden klingelnd und fluchen sich Ihren Web bahnen oder direkt auf der Straße weiterfahren. Manchmal glaube ich, das ist Vorsatz der Planer, so blöd kann man man doch gar nicht sein, so etwas ernsthaft zu planen. Und auch hier werden wieder Millionen verschleudert.

@ww
Sie meckern ohnehin nur. Viel sinnvolles haben Sie hier noch nicht beigetragen. Im Haltestellenbereich kann der Bus übrigens sowieso nur sehr langsam fahren. Insofern stört das den Busbetrieb hier wohl kaum.

@Steuerzahler
Natürlich werden die Radfahrer nach dem Kreuzungsbereich nach rechts auf den Radweg verschwenkt, weil im weiteren Verlauf kein Platz ist für einen Radstreifen auf der Fahrbahn. Hier wäre es wohl etwas arg zu viel des Guten die halbe Strese aufzureissen, nur damit der Radweg nicht benutzt werden muß. Da kann man wunderbar fahren. Ich fahre dort selber sehr oft. In vielen Teilen Hamburgs ist es nun einmal eng, damit müssen alle Verkehrsteilneher leben

Man sollte vor dem meckern auch erstmal die Pläne lesen: Die Busspur wird mit 4,75m überbreit ausgeführt. Ein Bus ist 2,55m breit. Der Bus kann also innerhalb der Busspur einen Radfahrer mit dem geforderten Sicherheitsabstand überholen. Insgesamt verbessert sich die Situation für den Radverkehr erheblich. Die heutigen Radwege in der Feldstraße sind fast unbenutzbar.

@Busfahrer: Sie schreiben “Natürlich werden die Radfahrer nach dem Kreuzungsbereich nach rechts auf den Radweg verschwenkt,” Ich rede nicht von dem Bereich hinter der Bushaltebucht, sondern der Kreuzungsecke mit Übergang Richtung Neuer Pferdemarkt. In der Visualisierung rechts auf der Höhe des Taxis. Da sind zwei Quadratmeter Fußgängeraufstellfläche vor der Ampel, und da hinter sollen die Radfahrer längs fahren, das wird in der Praxis nicht funktionieren.
Aber die Planer lieben offensichtlich diesen Wahnsin – vor der Ampel von der Straße runter hinter die Fußgänger und dann nochmal zurück geschwenkt auf die Straße.. Vielleicht gibt es da noch alte Connection zu spezialisierten Tiefbaufirmen für Pflasterarbeiten (

@Steuerzahler
Achso, das meinen Sie. Ja, ok, das ist nicht optimal, aber ich finde das jetzt auch nicht problematisch. Nach rechts ist ja eigentlich genug Platz und die roten Radstreifen müssten eigentlich breit genug sein, um an Füßgängern vorbeizufahren, auch wenn mal der Eine oder Andere auf dem Radweg stehen bleibt. Kann natürlich bei Dom oder wenn Pauli spielt mal sehr eng werden, aber in der täglichen Praxis müsste es funktionieren. Die Straße hat dort auch eine recht beträchtliche Steigung, sodass man ohnehin nicht besonders schnell fahren kann:-)

Man sollte, bevor man meckernden Unkenntnis vorwirft, erstmal selbst nachdenken:
4,75m Spurbreite, Bus 2,55m, Fahrrad 1m
Es verbleiben max. 1,2m Abstand, wenn der Bus ganz links und das Fahrrad ganz rechts fährt. Als Mindestabstand gelten 1-1,5m beim Überholen, für LKW 2m.
Bedenkt man dazu noch, dass Busse und Radfahrende etwa die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit haben und es dadurch auf einer Fahrt zu mehreren gegenseiten Überholmaneuvern kommen kann, kann man sich ausmalen, dass diese Infrastruktur Radfahrende abschreckt. Viele werden es vermutlich nach der Neugestaltung irgendwann ausprobieren, manche werden sich dann aber aufgrund der gefühlten Unsicherheit wieder vom Radfahren verabschieden.
In Kopenhagen wird etwa jeder 7. bis 8. Radfahrende von der (aus Hamburger Sicht extrem guten) Infrastruktur wieder verschreckt. Dort sind Radspuren afaik 2-2,2m breit, in den Niederlanden normal 2,5m, in den Plänen ist die deutsche Mindestbreite 1,6m mit Unterschreitung des empfohlenen Abstand (0,65m) zu parkenden Auto (->Türunfälle).

@busfahrer: entschuldigung, sie schreiben nondens, natürlich ist in der strese platz für einen radstreifen aufd er straße, dort gibt es immerhin vier pkw-spuren! radwege auf dem gehweg sind extrem unfallverursachend, ich verstehe nicht, wie man so viel steuergeld verwednet und dann die wesentlichen probleme nicht überall entsprechend anpackt. in der feldstr. scheint das ja zu gelingen, warum zieht man das konzept nicht ind er strese fohrt? außerdem gilt dort tempo 30! von einer gefährdung beim radfahren auf der straße kann dort wohl kaum gesprochen werden. einzig undallein soll der radverkehr den pkw-verkehr nach möglichkeit nicht einschränkne, und genau diese argumentation ist höchstrichterlich als falsch zurückgewiesen worden. … und busse … werden in hamburg eh überbewertet

@Georg
ruhig Blut…was man hier Nonsens nennen könnte, wird Ihnen gleich einleuchten….Dass auf der Srese 2 Spuren je Richtung sind, ist mir bekannt. Um dort aber einen Radstreifen anlegen zu können, müsste man den Radweg zurückbauen. Sonst ist nämlich der eine Fahrstreifen nicht mehr breit genug, um überhaupt als Fahrstreifen gem. der StVO zu gelten. Sie fordern doch nicht allen Ernstes, dass man die Strese auf einen Streifen reduziert, nur damit Fahrräder den anderen Streifen für sich alleine haben. Wir reden hier über eine Hauptverkehrsachse, eine Bundesstraße!! Früher war der zweite Streifen bekanntlich die Busspur, die man auf Grund des sehr hohen Aufkommens extra wieder auf MIV normalisiert hat.
Dass dort eine Teilstrecke 30km/h gilt hat damit im Übrigen rein gar nichts zu tun.
Jetzt noch einmal zu Ihrer These, Radfahren sei auf dem Radweg extrem “unfallverursachend”: die meisten schweren Unfälle mit Radfahrerbeteiligung enstehen beim Abbigen des MIV, wenn dieser den Radweg oder den Radstreifen kreuzt. Hierbei ist sogar noch sehr oft der Radfahrer selbst der Verursacher, weil dieser entweder bei rot oder auf der falschen Seite gefahren ist. Diese Gefahr wird durch den Radstreifen oder durch fahren auf der Fahrbahn zwar abgemildert, berechtigt allerdings absolut nicht zu der Annahme, dass man INSGESAMT und GRUNDSÄTZLICH als Radfahrer gefährdet ist, wenn man den Radweg benutzt. Im Gegenteil. Ich als Radfahrer habe den MIV dann nämlich i.d.R. wesentlich besser im Blick und den Rücken frei. Auch werde ich auf dem Radweg nicht vom MIV überholt, was auf der Straße permanent passiert und jedes Mal eine Gefahr für den Radfahrer darstellt. Wenn der Radfahrer einen eigenen Radstreifen hat, dann ist auch hier nicht alles besser. Man fordert das auch hauptsächlich deshalb, damit man als Radfahrer schneller fahren kann und weniger von kreuzenden Fußgängern, Ausfahrten usw “gestört” wird. Die Politik fördert das, wo es nur geht, damit möglichst viele das Rad, anstelle des Autos nehmen. Das macht es den Politikern nämlich einfach und zudem billig, die Verkhersinfrastruktur-Probleme zu lösen. Ich selber fahre übrigens fast alle Strecken innerhalb Hamburgs mit dem Rad, statt mit dem Auto. Ich fahre aber nur dann auf der Straße, wenn ich es gem. StVO muss oder wenn es durch Behinderungen nicht anders möglich ist. Da ich ja auch nebenbei jeden Tag 8-10 Std mit dem Bus unterwegs bin, weiß ich schon genau, warum ich das so mache. Weils nämlich wesentlich sicherer ist.
Richtig ist jedoch, dass Radfahrer insgesamt unter den motorisierten Teilnehmern wenig bis gar nicht akzeptiert, teilweise nicht einmal zur Kenntnis genommen werden. Das ist eher das Problem und nicht die Frage, ob man mit dem Rad auf dem Radweg fährt.

@busfahrer: ihr ausgangspunkt ist falsch: “Ich fahre aber nur dann auf der Straße, wenn ich es gem. StVO muss oder wenn es durch Behinderungen nicht anders möglich ist.”
radfahrer gehören gemäß stvo IMMER auf die Straße, mit ausnahme nur dann , wenn es die besondere gefahrenlage verlangt, kann eine benutzungspflicht für den gehweg angeordnet werden (blaues schild). ansonsten müssen/dürfen die radfahrer immer auf der straße fahren.
ihr aussage, die meisten unfälle beim abbiegen des miv, würden durch radfahrer verursacht, ist schlichtweg falsch. zudem ist es an vielen straßen in hamburg ausdrücklich erlaubt, den radweg in gegenrichtung zu benutzen. dass sich das viele radfahrer zu eigen machen und deshalb städnig links fahren ist zwar nicht richtig und auch echt blöd, bei der miesen radverkehrsinfrastruktur aber auch in einer gewissen weise verständlich.
die politik fördert das auch die radfahrstreifen nict, wo es nur gut, sondern allmählich (ganz allmählich) setzt sich auch bei der hamburg-spd durch, dass das die beste und sicherste variante für alle ist. aber das ist ja eher flickschusterei (bislang), gucken sie mal nach kopenhagen …
… nichts gegen sie als busfahrer (ich habe auch eine hvv-abo-karte), aber busfahren ist echt 80er und tierisch unattraktiv, ein beweis dafür ist z. b. dass hamb. im vgl. zu wien oder kopenhagen einen star unterdurchschnittl. öpnv-anteil hat.

@georg (hier die vollständiege Version)

“radfahrer gehören gemäß stvo IMMER auf die Straße”

Nein, tun sie nicht. Sie selber widerlegen schon im nächsten Satz diese These. Ich persönlich halte es auf dem Radweg für sicherer. Das ist meine persönliche Erfahrung und deshalb fahre ich auch dann auf dem Radweg, wenn das Fahren auf der Fahrbahn erlaubt ist. Ich akzeptiere aber jeden Radfahrer, der-wenn es erlaubt ist- auf der Straße fährt und ich habe mit meinem Bus immer die Radfahrer im Blick. Ich weiss, dass das nicht alle motorisierten Fahrzeugführer tun..
Die Aussage, dass Radfahrer auf die Straße gehören ist nur dann vernünftig, wenn es eine Radspur gibt (hier meine ich natürlich nicht jede Straße, sondern nur Hauptstraßen, oder jene, die eine entsprechende Breite haben) und Radfahrer überholt werden können, ohne dass man in den Gegenverkehr muss. So werden die Radfahrer auch beim Überholen nicht gefährdet. Als Radfahrer zB auf der Stresemannstraße zu fahren, ist Blödsinn, auch wenn hier teilweise nur 30km/h erlaubt ist. Das schaffen ohnehin nur jüngere Männer. Die meisten Frauen (NEIN, ich weiss, nicht ALLE es gibt auch Frauen, die das schaffen) fahren kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit und das haut dann eben nicht hin. Von Senioren auf Rädern rede ich lieber gar nicht erst..

“ihr aussage, die meisten unfälle beim abbiegen des miv, würden durch radfahrer verursacht, ist schlichtweg falsch.”

Ich habe gar nicht geschrieben, dass die meisten Unfälle von Radfahrern verursacht werden. Bitte noch einmal GENAU lesen, was da steht. Danke:)

So, dann zum Linksfahren… Natürlich gibt es Örtlichkeiten, wo das Linksfahren erlaubt ist. Davon rede ich doch auch gar nicht. Wenn es erlaubt ist, ist es erlaubt und wenn es verboten ist, ist es verboten, fertig. So, und wenn es verboten ist, dann habe ich rechts zu fahren, basta. Da gibt es überhaupt nichts zu diskutieren. Wenn ein Radler der Meinung ist, er kann fahren wie er will, dann ist es kein Wunder, wenn er alsbald auf der Nase liegt.

“Gucken Sie mal nach Kopenhagen”
Joah, und nu? Gucken Sie mal nach Japan. Da würde ein europäischer Radfahrer keine 2Minuten überleben, wenn er dort ebenso fahren würde, wie hier.

“nichts gegen sie als busfahrer (ich habe auch eine hvv-abo-karte), aber busfahren ist echt 80er ”

Aha. Mit dieser Meinung dürften Sie exklusiv durchs Leben gehen. Nie war Busfahren so gefragt, wie heute. Natürlich fahren mehr Leute lieber Bahn, als Bus, aber gerade beim Bus gibt es die stärksten Zuwachsraten. Gerade Junge Leute fahren mit dem günstigen Fernbus usw. Im innerstädtischen Bereich fahren die Älteren mehr Bus als Bahn. In den 80er Jahren hatten wir übrigens einen absolut Gegenteiligen Trend. Insofern liegen Sie hier sogar doppelt falsch.

Achso, und… Nichts gegen Radfahrer ( ich habe auch ein Fahrrad) 🙂

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