Wahlkampf: Grüne wollen Stadtbahn und günstigere HVV-Preise

Im Falle eines Wahlsiegs bei der nächsten Bürgerschaftswahl wollen Hamburgs Grüne perspektivisch den Bau einer Stadtbahn, günstigere HVV-Tickets und jährlich 100 Kilometer Radwege.
Fotomontage: Stadtbahn am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg
Fotomontage: Eine Stadtbahn am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg (Originalfahrzeug aus Le Havre, Frankreich)

Fünf Monate vor der nächsten Bürgerschaftswahl in Hamburg läuft der Wahlkampf langsam an – und das Thema Verkehr und Klima steht dabei klar im Vordergrund.

Gestern hat die Hamburger CDU ihr Wirtschaftsprogramm vorgestellt und fordert darin unter anderem eine Untertunnelung der Willy-Brandt-Straße (ehemals Ost-West-Straße) und den Bau der umstrittenen Hafenquerspange.

Heute wollen die Grünen ihre Ideen für einen besseren Nahverkehr in Hamburg präsentieren – ein Thema, das angesichts der aktuellen Klimadebatte Hochkonjunktur hat und den Grünen in die Hände spielt. Schon jetzt ist bekannt: Die Partei will im Falle eines Wahlsiegs wieder einmal den Bau einer Stadtbahn aufs Tableau holen.

Es wäre der dritte Anlauf, nachdem die Planungen für so ein Verkehrsmittel in den vergangenen 20 Jahren bereits zweimal im fortgeschrittenen Stadium jeweils nach einem Regierungswechsel abgebrochen wurden: Einmal im Jahr 2001 durch die CDU und 2011 durch die SPD (unser Dossier dazu finden Sie hier).

Dementsprechend betonen die Grünen im Entwurf ihres Wahlprogramms deutlich: “Klar ist für uns: Hätten CDU und SPD die Stadtbahn nicht gestoppt, hätten wir heute nicht derart große Engpässe im HVV.”

Ausbau von U- und S-Bahn reicht laut Grünen nicht

Nach Ansicht der Grünen wird der…

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50 Antworten auf „Wahlkampf: Grüne wollen Stadtbahn und günstigere HVV-Preise“

Die Grünen interessieren sich nicht für U- und S-Bahnen. Und wer nicht das Fahrrad will, der wird im Stich gelassen. Verkehrswende geht anders, nämlich mit U-Bahnen!

Lieber ein Haus im Grünen als einen Grünen im Haus. Und ich bin Städter durch und durch, der nun wirklich nicht in die Peripherie möchte.

Aber anderseits weiß ja jeder mit etwas Verstand und Erinnerungsvermögen, was mit grünen Forderungen nach Wahlen passiert, wenn es nur darum geht, Posten zu verteilen. Da muss also niemand um sein Leben fürchten. ?‍♂️ Nach den Spielchen in Eimsbüttel werden andere Koalitionen für die SPD auch wieder attraktiver.

Na ja, die Frage ist, wer noch mit der Spd koalieren will. Die Cdu in Eimsbüttel auf jeden Fall nicht. Und in Altona haben Cdu und Grüne die probeweise Sperrung um den Spritzenplatz initiiert und die Spd war der größte Bedenkenträger bzw. dagegen.

P.s. Merkwürdig , bei den Grünen in Eimsbüttel ist es ganz schlimm, was die Spd schon seit Jahrzehnten macht. Na ja, einem Spdler tut so etwas natürlich weh, kann man ja auch verstehen.

Du neigst schon wieder dazu, Fakten zu ignorieren. Ist das ein Dauerzustand? SPD und CDU haben in Eimsbüttel gar keine Mehrheit, weshalb sich dort die Frage nach einer Koalition gar nicht stellte. ^^

Aber hey, fliegen wir aus dem Senat und haben dafür einen beliebten Bezirksamtsleiter abgewürgt, um eine Behörde zu leiten, die so ziemlich nichts zu melden hat. Bei so einer Weitsicht kann man natürlich auch 30 Jahre lang plärren, man wolle eine Rumpelbahn, obwohl’s in mehreren Anläufen aus logischen Gründen nicht geklappt hat. Der Frust darüber sitzt tief in den Knochen einiger weniger, verbitterter Menschen. Und der ominöse SPDler, den Du Dir rauschend erträumst, gehört nicht dazu. 🙂

„SPD und CDU haben in Eimsbüttel gar keine Mehrheit“
Habe ich auch nicht behauptet, die machtbewusste Spd wäre sicherlich auch eine Dreierkoalition eingegangen, wenn jemand gewollt hätte, um ihren ach so tollen Apparatschik Gätgens zu retten. Offensichtlich hatten die Grünen/E aber die Nase voll von der Spd.
Apropos Fakten, hatte noch gar nicht gehört, dass die Grünen aus dem Senat fliegen. Wohl auch eher unwahrscheinlich, wenn ich die letzte Umfrage betrachte. Passt aber gut zu ihren anderen Fake News, die Sie ständig über die Stadtbahn verbreiten.

Schöne Pläne. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass die Stadtbahnpläne der Grünen nicht wie nach der letzten Bürgerschaftswahl in den ersten Koalitionsrunden schon wieder fallengelassen werden…

Katharina Fegebank und Ihre Grünen regieren doch bereits seit 2015 mit der SPD und jedes Jahr wird meine Profikarte pünktlich zum 1.12 teurer ohne wirkliche Verbesserung bei der S-bahn.

Jetzt von Preissenkungen beim HVV zu sprechen halte ich mittlerweile nur noch als Grotesk und Wahlwerbung.
Da hätte die Katharina Fegebank mal in der Vergangenheit ihr Veto einlegen können.

Was von den Grünen jetzt verkündet wird, ist doch bloss wieder reine Ankündigungspolitik. Die Glaubwürdigkeit der Grünen ist so lange nicht geggeben, wie die Gründen sich nicht von unsinnigen und kostenträchtigen Projekten wie z.B. die Schließung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona und seine Verlagerung nach Diebsteich sowie der S4-Ost verabschieden, die für die Fahrgäste nur nachteilig sind, wegen deutlich längerer Fahrtzeiten.
Auch den stockenden Radwegeausbau haben die Gründen mit zu verantworten, sitzen sie doch seit 4 Jahren mit der SPD im Senat. Ebenso trägt das Milliardengrab der U5 auch die Handschrift der Grünen. Man hätte ja auch die Einführung einer Straßenbahn auf dem ersten Teilstück der U5 zum Knackpunkt für die Koalition machen können, wenn man es denn erst meint. …. aber dafür gibt es zuviele Pöstchen im Senat …..

Na, ordentlich auf die Trommeln hauen, aber bei Prellbock Altona die Fadenscheinigsten Argumentationen aus den Fingern saugen um den Trümmerbahnhof Altona in dieser jetzigen unpraktikablen Konstellation halten zu können.

Gibt es denn keinen anderen Wandsbeker, der es dem Herrn Jung nochmal erklären kann? Ich habe einfach keine Lust mehr!
Vielleicht wäre es ganz gut, nicht nur den Pfuibahnhof©, sondern auch sämtliche S-Bahn-Linien in Altona zu kappen. Dann spüren die endlich mal, wie es ist, ohne S- und U-Bahn leben zu müssen.

So, jetzt komme ich mal mit dem, was wir in Wandsbek endlich haben sollten:
1. die S4!!!
2. 4 Stadtbahnlinien, wie ich sie hier schon mehrfach beschrieben habe (1. M9-Ersatz, 2. M8/M10-Ersatz, 3. Ringschluss Rübenkamp-Steilshoop-Farmsen-Jenfeld-Billstedt 4. Ring3-Fortsetzung Langenhorn-Sasel-Volksdorf-Rahlstedt) – einfach mal die Suchfunktion hier betätigen!
3. U4-Ringschluss Horner Geest-Jenfeld-Tonndorf-Hinschenfelde-Wandsbek Gartenstadt-Barmbek
4. U-Bahn Sengelmannstraße-Steilshoop-Bramfeld (als U5 oder U1-Abzweig, je nach dem, was weiter gebaut wird)
Erst dann haben wir die gleichen ÖPNV-Verhältnisse, wie ihr sie in Altona schon längst habt.

@HVV-Kritiker: Wenn es nach Herrn Jung geht, so würde ihn eine persönliche Privat-Bahn mit eigenem Altonaer Bahnhof und einem persönlichen Zugang vom Wohnzimmer sofort gefallen. Habe mir mal einige Kommentare, bzw. Argumentationen angeschaut. Altona hat 99,9% nur Vorteile, Diebsteich hat 99,9% Nachteile und letztere Zahl ist noch großzügig angegeben.

Hallo C.M.,
ja, das ist mir auch aufgefallen. Ein Hamburg-1-Video mit einer Schalthoff-Diskussion zum Thema Diebsteich ist auf deren Seite ebenfalls dabei. Das habe ich mir mal angeschaut. Schade, dass die Diskussion aus Zeitmangel nicht mehr, wie angekündigt, auch die S4 streifte. Das hätte bestimmt eine tolle Auseinandersetzung zwischen den Herren Jung und Buschhüter gegeben.
Jedenfalls kam mir der Text, in dem das Video eingebunden ist, im Duktus wie bei einer Politsekte vor, mit gehässiger Wortwahl über anders denkende Leute, mit denen man noch zuvor zusammen in einer Diskussionsrunde gesessen hatte.

Ich hatte jedenfalls ursprünglich gedacht, man kann auf Solidarität bauen und sagen: “Ihr habt mit euren Anliegen, den Altonaer Bahnhof zu erhalten, ein berechtigtes Anliegen, genau wie wir, die wie die S4 als attraktive ÖPNV-Erschließung haben wollen. Da sollten wir uns gemeinsam unterstützen.” Aber dann habe ich schnell gemerkt, dass diese Solidarität nicht gewünscht ist, und es nur heißt: “Wir wollen Diebsteich und eure S4 verhindern!”
Also habe ich jetzt auch nichts mehr für das Anliegen von “Prellbock” übrig.

Jetzt muss ich aus Frust gleich noch einen Beitrag nachschieben:
Jeden Tag fällt die RB81 7:30 Uhr ab Tonndorf aus (heute sogar lt. bahn.de der Stammzug 7:00 Uhr), mit der ich fahren möchte und jeden Tag muss ich dann fast 30 min warten, da der Zug 7:48 Uhr notorisch verspätet ist. Wegen eines kurz zuvor fahrenden notorisch verspäteten Sprinterzuges kommt diese RB81 erst kurz vor 8 Uhr an, meist mit nur 4 Wagen, davon 2 1. Klasse. Entsprechend überfüllt natürlich.

Und niemanden interessiert das bei HVV, Nah.SH usw. Die neue “Angebotsoffensive” beinhaltet schon wieder alles Mögliche für die, die jetzt schon eine spitzenmäßige Nahverkehrsanbindung haben. Für uns hat man nicht mal Brosamen übrig. (Bitte kommt mir jetzt nicht mit dem lächerlichen Verstärker 17:21 Uhr, den man uns erst weggenommen hat und der jetzt nach Wegfall des EC wieder fährt.)
Und in der aktuellen “Hamburger Nahverkehrsnachrichten & Hamburger Blätter” veröffentlichen die “Freunde der Eisenbahn” – ganz im “Prellbock-Stil” – eine große Zusammenstellung über Verspätungen im Regionalverkehr, ohne die Ausfälle von Bahnen zu berücksichtigen. Vermutlich damit die RB81 gar nicht so schlecht dastehen soll. Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit. Die Ausfälle sind viel schlimmer.
DIE RB81 IST SCHLECHT!

Hallo Herr Jung,
ich wohne zwischen Hamburg.-Rahlstedt und Tonndorf, und war bisher der Meinung, dass ich durch die S4-Ost durchaus profitieren würde – nämlich durch dichtere Takte, zuverlässigere Verbindungen, weniger Ausfälle durch defekte Wagen und Loks, weniger Verspätungen durch Trennung von Nahverkehr einerseits und Fern- und Güterverkehr andererseits, und einen durchgehenden Wochenend-Verkehr auch nachts.
Zusätzlich bekomme ich mit der S4 bessere Umsteigeverbindungen, z.B. am Berliner Tor, bahnsteiggleiches Umsteigen am HBF, und eine Verlängerung der S4 in Richtung Hamburger Westen.
Indirekt erwarte ich dadurch außerdem weniger überlastete Metrobusse zwischen Rahlstedt und Wandsbek.

Dies alles sind Vorteile, für die ich GERNE eine um voraussichtlich 3-4 ! Minuten längere Fahrtzeit in Kauf nehme. Wie Sie also dazu kommen, dass die S4-Ost für Fahrgäste “nur nachteilig” sei, würde mich sehr interessieren.

Hallo Dirk S.,
>> zwischen Hamburg.-Rahlstedt und Tonndorf <<,
da werden Sie noch mehr von der S4 profitieren, denn dann können Sie auch von der neuen Haltestelle "Am Pulverhof" abfahren, wenn es für Sie idealer ist, anstelle den Bus benutzen zu müssen. Oder Sie haben eine kürzere Busfahrt zur S-Bahn als bisher.

Ansonsten: Keine Antwort zu bekommen – diese Erfahrung haben wir hier alle bereits gemacht. Aber vielleicht ist es ja so, das mit den Kichern, wie Josef schreibt.

Dieser völlig unqualifizierte Schwachsinn garniert mit Lügen über längere Fahrzeiten und Nachteiligkeiten für Fahrgäste der S4. Mein Gott, sie sind einfach nur peinlich mit ihren deplatzierten Kommentaren.

Dass die Prellböcke – oder genauer: der Herr Jung ständig nur diese eine Platte abspielt und wahrscheinlich dabei vor sich hinkichert, weil wieder alle anderen aufschreien werden, ist ja bekannt. Zumindest hoffe ich, dass da wenigstens ein Kichern bei abfällt, sonst wäre das ganze ja einfach nur sowas von dämlich. Inhaltlich steckt in den Kommentaren nur das große Nichts.

Es liegt doch an den Hamburgern selbst: So lange die Stimmen der Skeptiker überwiegen, ziehen die verantwortlichen Politiker doch wieder den Schwanz ein. Wenn sich die Mehrheit der Hamburger angesichts U-Bahnplanungen, welche in Jahrzehnten zum tragen kommen und sinnloser Busbeschleunigungen, die immer wieder im Stau steckenbleiben, konsequent zur Stadtbahn bekennen, werden die Politiker in die Puschen kommen müssen und die Stadtbahn endlich durchziehen. In Frankreich, Dänemark und anderswo geht es doch auch!

Eine Stadtbahn kann den Verkehrsbedarf nicht decken. Die Grünen wissen das ganz genau und versuchen so, den ÖPNV vor die Wand fahren zu lassen, um Argumente für mehr Radwege zu haben. Wenn die Leute die Wahl haben, nehmen sie nämlich lieber den ÖPNV als das Fahrrad.

„Eine Stadtbahn kann den Verkehrsbedarf nicht decken.“
Auch wenn diese Unwahrheit immer wiederholt wird, wird sie dadurch nicht wahrer. Wurde doch kürzlich durch Zahlen aus Straßburg widerlegt.

Vermutlich hast Du es noch nicht mitbekommen, aber in dem Artikel geht es um Hamburg. Irgendwelche Zahlen aus Straßburg — ob real oder von Dir wieder erfunden — sind völlig belanglos. Und falls Du nun Bremen sagen möchtest: https://test.nahverkehrhamburg.de/wahlkampf-gruene-wollen-stadtbahn-und-guenstigere-hvv-preise-12862/#comment-16464

Eine Rumpelbahn wäre schon 2030 restlos überlastet, wenn die Zuwächse weiterhin anhalten. Und realistisch wäre eine Eröffnung vor 2040 oder 2050 eh nicht. Möglicherweise ist das auch das Kalkül, denn so weichen mehr Bürger aufs Rad aus.

https://signalarchiv.de/Meldungen/10003708

Tja, wenn der Horizont an der HH Stadtgrenze aufhört redet man natürlich so.
Im Gegensatz zur U Bahn würde die Stadtbahn in wenigen Jahren fahren, zumal die Planung Bramfeld Dorfplatz/ Kellinghusenstr fertig in der Schublade liegt und nur noch planfestgestellt werden müsste. Aber die Öpnv Verhinderungsparteien Spd/Cdu haben ja seinerzeit zugeschlagen. 2040/2050 wären U5 Daten, da verwechseln Sie etwas…..

Aber träumen Sie ruhig weiter von ihrem Wolkenkuckucksheim U5, die HH auf der angedachten Gesamtstrecke nicht finanzieren können wird.Die Planer suchen doch jetzt schon krampfhaft nach Einsparmöglichkeiten und führen sie durchs Nirwana ( Nordheimstr. statt Harzloh).
Und so fahren Sie weiter mit den geliebten Rumpelbussen im Stau, da ist das Wort Rumpel wenigstens angebracht, da ihre Spd ja auch keine Busspuren will.

Wenn Sie Dänemark als ein Beispiel anbringen lahmt dieser Vergleich doch sehr. In einigen kleinen Städten die in Ihrer Größe weit hinter Hamburg zurück liegen, wurde eine Straßenbahn eingeführt.
In Kopenhagen soll eine Straßenbahn in den Außenbezirken als Querverbindung gebaut werden. Kopenhagen hat DREI weitestgehend zur Kraftfahrstraßen oder Autobahnen ausgebauten Straßenringe um die Stadt. Hamburg hat nicht einen der in seinem Ausbau vergleichbar wäre. Stattdessen wird ein solcher von je her bekämpft. Hätte Hamburg einen solchen, könnte man ebenfalls weitestgehend Problemlos einen Straßenbahnring auf dem heutigen Ring 3 bauen ohne dass es zum Verkehrskollaps kommt.
In der Innenstadt von Kopenhagen wird hingegen seit 1997 ununterbrochen an der neuen U Bahn gebaut. Viel mehr macht Kopenhagen seit Jahrzehnten das, was sie in Hamburg gerade nicht wollen. Die Straßenbahn soll eine kleine Ergänzung am Rande der Stadt sein. Wärene die neue U bahn den wesentlichen Pfeiler des innerstädtischen Nahverkehrs darstellt, wo keiner eine Straßenbahn bauen will. Aber vergleichbar pragmatisch denkt keiner der Grünen Idealisten.

Jo, da geht was:

https://de.wikipedia.org/wiki/Cityringen
https://en.wikipedia.org/wiki/Paris_Métro#Future

Aus den Innenstädten hält man die Menschenschredderbahn lieber fern. Jeder weiß wieso. Nur in Hamburg nicht. Aber ist auch nicht tragisch, denn so blockieren sich die Befürworter selbst. Kleine Stummel in Steilshoop oder Lurup würde man als “ersten Schritt” bestimmt durchkriegen. Will man gleich ein extremes Gesamtpaket ohne Rücksicht auf Verluste durchboxen, passiert halt das, was wir ja in den letzten 20 Jahren zweimal erlebt hat. Gut für Hamburg.

Ok. Was mir fehlt: Die Zurückdrängung des Autos. Die Verkehrswende klappt nur, wenn PKW und LKW sukzessive aus der Stadt gedrängt werden.

Bevor man etwas verdrängen kann, muss man Alternativen anbieten. Und diese müssen auch etwas taugen, d.h. schnell und leistungsfähig sein.
Natürlich kann man auch die LKWs verdrängen. Dann werden eben Läden nicht mehr beliefert. Wir werden ja sehen, ob die Menschen das mögen.

Wer glaubt, dass sich Grüne mit 12 Prozent gegen eine SPD mit 45 Prozent in allen Belangen durchsetzen können, hat Demokratie, Koalitionen und Kompromisse nicht wirklich verstanden. Ab dem 23. Februar werden die Karten ganz neu gemischt!

Sind Sie unbelehrbarer SPD Fanboy oder haben sie gerade drei Jahre geschlafen und hatten noch keine Gelegenheit sich über die aktuelle politische Stimmung im Land zu informieren?
45 % SPD immerhin habe ich am Bahnhof gerade kurz lachen müssen.

Ginge schon. Genau wie man Schwebe- und Seilbahnen in Hamburg bauen könnte. Die Frage bleibt nur: wozu? Wenn ich daran erinnern darf an die Abschaffung der Rumpelbahn in Hamburg und wieso eine Kleinstadt wie Bremen weiterhin auf das veraltete System setzt: https://youtu.be/9_ls474IPWs?t=336

Für Fachleute einfach zu verstehen. Für Laien bleibt es bis in alle Ewigkeit ein Rätsel.

Das Bremer System taugt nicht für die Zukunft. Es ist kapazitiv stark beschränkt, langsam und eingeschränkt barrierefrei. ÖPNV zum abschrecken. Weil in Bremen ein paar Tunnel fehlen.

Ein interessantes Detail, dass meiner Erinnerung nach bislang noch nie so richtig thematisiert wurde: Dass 91% der Familien ein Auto haben, liegt m.E. höchstens teilweise an den Preisen. Wer aber einmal mit Kinderwagen 20 Minuten auf einen Rumpelbus gewartet hat und ihn dann unverrichteter Dinge wieder fahren lassen muss, weil die max. ein bis zwei Abstellmöglichkeiten belegt sind oder der Bus allgemein völlig überfüllt ist, der hat es das erste und letzte Mal versucht. Für uns als Familie existiert Hamburg nur an der Handvoll U- und S-Bahnlinien, und selbst das ist dank häufiger Verspätungen und Ausfälle kein Vergnügen. In Berlin mit Tram-Backup war das nie ein Thema. Das sehen sehr viele Familien sicherlich ähnlich.

Sorry, in dem Link nix zur Autonutzung durch Familien gefunden. Ohne Kinder habe ich Dutzende Möglichkeiten, mich ohne Auto produktiv fortzubewegen. Stelle aber meine drei sicherlich nicht in einen überfüllten Bus, wo sie auf Kniehöhe der Leute stehen und sich nirgends festhalten können.

Ich überhaupt nicht, sondern der Artikel. Wo man auch von den 91% lesen kann. Aber diese Zahl ist natürlich nicht wissenschaftlich erhärtet, ganz klar fake news. Aber warum sollte ich mit Blinden über Farbe streiten…

Die Zahl wird im Wahlprogramm der Grünen so genannt und von uns zitiert. Bei der Suche nach der Quelle müssten Sie sich an die Partei wenden.

Bitte nicht nach jeder Wahl ein völlig neues Konzept!!

Mir gefallen die meisten Ideen der Grünen gut. Auch eine Stadtbahn auf Ergänzungsstrecken ist sinnvoll. Dutzende Städte in Europa machen es vor. Warum nicht von erfolgreichen Modellen lernen?

ABER: Warum wird die U5 jetzt wieder in Frage gestellt? Ja, sie ist teuer. Aber soll jetzt wieder jahrelange Planung in die Tonne getreten werden? Sollen die Anwohner in Hoheluft und Lokstedt weitere 20 Jahre in überfüllten Metrobussen fahren? Soll ernsthaft nur eine Stummelstrecke mit Umsteigezwang nach Steilshoop entstehen während Winterhude und Uhlenhorst abgehängt bleiben?

Leute reißt euch mal zusammen! Das Hin und Her bei solchen Großprojekten führt nur zu Stillstand. Lieber einmal ein fertiges Projekt, als alle fünf Jahre tolle neue Visionen auf Papier!

> Warum wird die U5 jetzt wieder in Frage gestellt?

Das kann man nicht verstehen. Laut Grüner Ideologie sind U-Bahnen böse und Straßenbahnen gut. Isso. Basta. Und so wird es politisch durchgesetzt.

Die Diskussion wird hier mir so viel Polemik und so wenig Sachlichkeit geführt, dass ein Sachbeitrag nichts bringt. Nur so viel am Rande:

Die Straßenbahn soll das U- und S-Bahn Netz erGÄNZEN, nicht ersetzen.

Die Grünen sind nicht gegen die U5 sehen aber (völlig realistisch), dass diese nur mit Bundesmitteln finanzierbar ist.

Und ja, auch ich war überrascht zu sehen, wie schnell und effizient sich die Straßenbahn in Berlin durch die Stadt bewegt und in welch dichter Taktung dort Menschen zu Hauf transportiert werden.

……. na ja, Straßenbahn, dann man los,
baut sich sehr schnell, im Gegensatz zu
U-Bahnen. Aber dann man los, nicht
immer nur immer schnacken und schnacken.
–..–
Und U-Bahnhof HH Nord:
ANNO 1975 Einweihung,
seitdem liegen zwei Bahnsteige brach.
Es fuhr noch nie nicht eine U-Bahn von
dort aus, wieso denn das? Die Busse in der
Langen Reihe, könnten diese Linie umweltfreundlich
ersetzen und die Straßen entlasten.

> Die Straßenbahn soll das U- und S-Bahn Netz erGÄNZEN, nicht ersetzen.

Da kennen Sie aber die Grünen schlecht. Wenn man die aus der Anstalt entlässt, dann gibt es nur noch Radschnellwege und 45 m kurze Straßenbahnen. Am besten auch noch Shared Space, damit man die Fußgänger vor die Bahnen treiben kann und sie diese “entschleunigen”.

Würde man die geplante U5 als Stadtbahn bauen, könnte man für das gleiche Geld mind. noch 2-3 Tangentiallinien bauen. Diese Tangentiallinen würden dazu führen, das ein Teil der Leute die heute noch mit U- oder S-Bahn über den Hbf fahren, dann nicht mehr diesen Weg nehmen. Diese würde die bestehenden U-Bahnstrecken und S-Bahnstrecken entlasten.

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