Hamburgs Verkehrsplanung ist seit einigen Tagen um einen Begriff reicher: Metrobahn. Darunter versteht die Handelskammer Züge, die sowohl im Hamburger U-Bahn-System als auch im Straßenraum als Stadtbahn fahren können. Somit soll der teure Aufbau eines eigenständigen Stadtbahnnetzes vermieden werden, denn die Metrobahnzüge könnten die bestehende Infrastruktur der U-Bahn mitnutzen.
Damit greift die Kammer im Grunde eine Idee von Hochbahn-Chef Günter Elste aus dem Jahr 2008 auf. Er warb damals kurzzeitig für eine ganz ähnliche U-Stadtbahn.
Doch wie realistisch ist diese Idee überhaupt? Welche Schwierigkeiten stecken im Detail? NahverkehrHAMBURG analysiert die fünf wichtigsten Punkte:
Die Stromversorgung:
Normale U-Bahn-Fahrzeuge in Hamburg beziehen ihren Strom aus seitlichen Stromschienen. Diese können aus Sicherheitsgründen nicht im Straßenraum verwendet werden. Deswegen brauchen U-Bahn-Fahrzeuge, die als Metrobahn auf der Straße fahren sollen, einen zweiten Stromabnehmer auf dem Dach (Oberleitung) oder unter dem Fahrzeug (Unterleitung). Die bisherigen U-Bahnzüge der Hochbahn – einschließlich der neuen Baureihe DT5 – sind dafür voraussichtlich nicht zu gebrauchen. Nötig wäre eine Neuentwicklung von technisch aufwändigen Zweisystemzügen.
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Hamburgs U-Bahnen haben ein Gewichtsproblem: Die vielen alten Brücken und Viadukte im Netz setzen enge Grenzen für das maximale Gewicht von U-Bahn-Fahrzeugen.
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