Wochenrückblick: HVV sucht Tester für Prepaid-Karte und S-Bahn vergibt heute Lokführer-Jobs

Bund will S-Bahn-Tunnel unter Verbindungsbahn wirklich bauen, neue Fahrradwege an der Alster und mehr Störungsinfos in der S-Bahn. Das war diese Woche im Hamburger Mobilitätssektor los.
Richard Lemloh
Kinderleicht soll ab Februar 2023 die Nutzung der HVV-Prepaid-Card für Busfahrten werden - zunächst startet von November an ein Testbetrieb mit 200 Fahrgästen.
Kinderleicht soll ab Februar 2023 die Nutzung der HVV-Prepaid-Card für Busfahrten werden - zunächst startet von November an ein Testbetrieb mit 200 Fahrgästen.
Foto: HVV

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitäts-News der Woche für Hamburg zusammen – kurz, knapp und kompetent. Außerdem finden Sie hier die wichtigsten Baustellen und Fahrplaneinschränkungen für die kommenden Tage im HVV, damit Sie Ihre nächsten Fahrten besser vorplanen können.

Testbetrieb für Bus-Bezahlkarte startet

Ende kommenden Jahres schafft der HVV die Bargeldzahlung in Bussen ab. und setzt alternativ auf eine neue Prepaid-Card. Und für die sucht der Verbund ab kommenden Dienstag, 1. November, 200 Testpersonen, die diese neue Karte in der Praxis ausprobieren.

Die Testerinnen und Tester bekommen eine Karte mit insgesamt 40 Euro Guthaben geschenkt, um damit Fahrkarten in Bussen zu kaufen, die sie regelmäßig benutzen. Zudem soll die Nutzung in einem Online-Tagebuch dokumentiert werden, um nachvollziehbar zu machen, was gut funktioniert und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Wer dabei sein möchte, sollte sich schnell hier registrieren. Ab Februar 2023 wird die neue HVV-Prepaid Card dann kostenlos an über 1.000 Verkaufsstellen im Verbundgebiet verfügbar sein – an allen Rewe-, Penny- und Toom-Standorten der Metropolregion Hamburg sowie zusätzlich an vielen Tankstellen und den neuen Fahrkartenautomaten der Hochbahn. Die Karte selbst ist kostenlos und kann mit einem Guthaben von mindestens fünf und höchstens 150 Euro aufgeladen werden. Das „Abendblatt“ berichtete so.

S-Bahn…

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Richard Lemloh ist freier Journalist und Texter, am liebsten für alles rund um die Mobilität. Wenn er ist nicht zu Fuß und mit dem Fahrrad an der Elbe unterwegs ist, nutzt er gerne auch Mobilitätsdienste aller Art – überall, wo es geht.

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7 Antworten auf „Wochenrückblick: HVV sucht Tester für Prepaid-Karte und S-Bahn vergibt heute Lokführer-Jobs“

„Testbetrieb für Bus-Bezahlkarte startet“

Ende 2023 soll endlich das fahrzeitraubende Barzahlen im HVV beendet werden. In Euskirchen wurde das schon Mitte der 1990er Jahre gemacht. Da sind man mal was HH diesbezüglich verschnarcht ist.
Na ja, bei einer Stadt, die kaum Busspuren und Amplelvorrangschaltungen für ihre über 1000 Busse hat wundert das nicht.

Die Störungsanzeigen sind eine gute Idee. Allerdings: Die neuen Zuganzeigen der S-Bahn (weiße Schrift auf blau) sind auch für nicht ganz so superscharfsichtige “Normalos” wesentlich schlechter zu lesen als die alten (orange Schrift auf schwarz). Es blendet halt und ist auf Entfernung wesentlich schlechter lesbar, da hilft auch die Sprach-App für den speziellen sichteingeschränkten Personenkreis nichts. Die Informationen zu Störungen sind also in der so vorgestellten Weise nützlich, aber wohl nur für wirklich “Scharfsichtige” eine Hilfe.

Gibt es schon irgendwelche Ideen, wie das Loch, das bei der Verlagerung der S-Bahn weiter nördlich entsteht, geschlossen werden kann? (Und nein, ein “modernes Bussystem” zählt nicht ^^)

Wenn Hamburg “groß denken” würde, dann würde die wegen des barrierefreien Ausbaus sowieso generell neu zu bauende U-Bahn-Haltestelle Sternschanze soweit wie möglich nach Westen verlegt.
Aber es ist halt Hamburg. Und vermutlich sind Mövenpick und Messe wichtiger. In Hamburg können wir schon froh sein, wenn die neue U-Bahn-Station mit 120 m Länge angelegt wird.?

Stichwort S-Bahntunnel:
Wenn ich das richtig verstehe wird in Diebsteich also eine Tunnelstation für die S-Bahn gebaut werden.?!
Das bedeutet dann ja auch, das in den dreißiger Jahren die jetzige oberirdische S-Bahnstation verschwinden wird und für den Fernverkehr genutzt werden kann (und wohl auch muß schon um die Verbindungsbahn optimal auszunutzen, die dann ja viergleisig sein wird.)
Der Anschluss an Altona Mitte, an Osdorf und auch an Pinneberg (dann mittels einer Rampe zwischen Langenfelde kann sinnvoll nur unterirdisch erfolgen.
Man kann auch davon ausgehen, daß es ein viergleisiger Bahnhof (Haltestelle sein wird). In der Folge würde das hässliche Brückenkonglomerat über die Stresemannstrasse verschwinden und schon aus technischen Gründen würden die S-Bahnanlagen Richtung Altona Mitte tiefergelegt werden geradezu müssen und dann ist die jetzt bestehende Schneise in Altona vollständig verschwunden.
Herr Jung von Prellbock hat ja im Abendblatt (hinter der paywall) kundgetan, daß der Kampf gegen Diebsteich weitergehen soll.
Da fragt man sich aber nun wirklich….Warum? Ich finde mit dem Verbindungstunnel vom HBF wird Diebsteich wirklich richtig sinnvoll und eigentlich ein städtebauliches Juwel, das in Altona sehr große Flächen für die Stadtentwicklung dort freisetzt.
Zu den Kosten: Ob man mit 3 Mrd. auskommt? Das glaube ich eher nicht, aber das wäre auch nicht so wild.

Oh, ich befürchte, dass, wenn der VET nördlich geführt werden sollte und dafür eine “Monsterbrücke” gebaut wird und die Regionalbahn dann nur noch alle halben Stunden hält, nicht nur der Prellbock protestiert, sondern die Schanze im Dauerprotestmodus ist.
Aber Halbstundentakt, ist das nicht das, was andere schon immer hinnehmen mussten? ?

Damit bin ich ja gleich beim Thema “Störungsanzeiger der S-Bahn”. Tolle Sache, das sollte auch die U-Bahn in ihrem Bereich einführen!
Lustig und bezeichnend finde ich aber das Testbeispiel: Entweder ist der Testbaum gerade zwischen Berliner Tor und Hasselbrook umgefallen, was ich aber bezweifle, oder die RB81 wird selbst von dem Unternehmen als keine Alternative angesehen, das eben diese Regionalbahn ab Dezember übernimmt.?

Schönes Wochenende!

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