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Wochenrückblick: Lange S-Bahn-Sperrung und innovativer HVV-Test

Außerdem: Stadt im Norden fordert Neuplanung bei der S4, HVV-Chefin sieht Autos als Teil des ÖPNV und Schleswig-Holstein bekommt in sechs Wochen einen neuen Bahnhalt. Hier sind die wichtigsten Nachrichten der Woche zu Mobilität in Hamburg und Umland.
Christian Hinkelmann
Symbolbild: Bauarbeiten im Hamburger S-Bahn-Citytunnel (Altona)
Symbolbild: Bauarbeiten im Hamburger S-Bahn-Citytunnel (Altona)
Foto: DB

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitätsnews der Woche für die Region Hamburg zusammen – kurz und knapp.

Sperr Marathon bei der S-Bahn geht weiter

Kaum sind die wochenlangen Sperren auf den Linien S3 und S21 rund um den neuen Fernbahnhof Altona passé, steht die nächste Langzeitsperrung an: Ab kommenden Montag macht die Deutsche Bahn den Citytunnel zwischen Landungsbrücken und Hauptbahnhof fast einen Monat lang komplett dicht, weil sie in den Sommerferien mit ihren Gleisbauarbeiten dort nicht rechtzeitig fertig wurde. Für Fahrgäste ärgerlich: Die DB teilte die Riesensperrung nur mit wenigen Tagen Vorlauf mit. Zwischen Altona und Landungsbrücken fahren Pendelzüge durch den Tunnel, die als Linie S2 unterwegs sind. Die S11 fährt nur zwischen Berliner Tor und Poppenbüttel und die S31 nur zwischen Hauptbahnhof und Harburg/Neugraben. Die S1 und S3 werden über Dammtor umgeleitet. Die Sperrung dauert bis zum 3. Dezember.
Mehr hier: S-Bahn Hamburg

U1-Abschnitt ab Montag wieder offen

Eine gute Nachricht: Ab Montag (6. November) wird die U1-Strecke zwischen Jungfernstieg und Hauptbahnhof Süd wieder in Betrieb genommen, nachdem sie seit dem 9. Oktober aufgrund von Arbeiten am barrierefreien Ausbau der Haltestelle Meßberg gesperrt war. Die vorbereitenden Bauarbeiten umfassten laut Hochbahn den Einbau einer Entrauchungsanlage, die aufgrund der Aufzuginstallation nötig wurde. Neben der Entrauchungsanlage erhält die Station zwei Aufzüge, einen erhöhten Bahnsteig und ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte. Mit der Fertigstellung der U1-Haltestelle Meßberg im Sommer 2025, wird die gesamte U1-Strecke barrierefrei zugänglich sein, abgesehen von der Haltestelle Kiekut, die aufgrund geringer Fahrgastzahlen nicht umgebaut wird.

S4: Ahrensburg will komplette Neuplanung am Westbahnhof

Am kommenden Mittwoch läuft die Einspruchsfrist gegen den dritten und letzten Bauabschnitt der neuen S-Bahnlinie S4 aus und die Städte Ahrensburg und Bargteheide werden kurz vor To…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Wochenrückblick: Lange S-Bahn-Sperrung und innovativer HVV-Test“

Moisling: 1.300 Fahrgäste täglich erwartet bei Baukosten von 10.000.000 Euro?! So manch ein potenzieller Fahrgast hätte sich wohl lieber „seinen“ Anteil von 7.692 Euro auszahlen lassen.

Und was soll da halten? Der Regionalexpress? Ahrensburg hat dreimal so viel Einwohner wie Moisling und Rahlstedt sogar achtmal so viel. Und da rauschen die Züge durch. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Sehr geehrte Leser,
wie kann es immer wieder sein, dass die DB ihre Bau- Sperr Termine nicht einhält und zB. den City S-Bahn erneut für einen ganzen Monat, wenn auch nur teilweise sperrt !
Wie kann man sich nur dermaßen verplanen, statt 6 Wochen müssen es nun 10 Wochen insgesamt sein !
Man hat sich also um plus 2/3 Wochen verplant !
Auf der Strecke nach SPO scheint es ja noch schlimmer zu sein, da geht es gleich um plus 3-6 Monate !
Einfach unglaublich !
Die Verkehrswende Zukunft wird düster wenn nicht gar tief schwarz !
Gruss
Elbmax

Die Verkehrswende braucht einen Realitäts-Check: Gibt es in einigen Jahren überhaupt genug Personal, um zusätliche Züge und Busse zu fahren, Strecken und Fahrzeuge instandzuhalten oder auch neue Strecken zu bauen? Bei der AKN war jetzt schon das Problem, dass keine Firma die Oberleitung bauen wollte!! Aber in zwölf Jahren haben wir noch einmal rund fünf Mio. Menschen weniger am Arbeitsmarkt! Dazu nur mal so als Gedanke: Durch einen hoffentlich bald möglichen Wiederaufbau der Ukraine würde am Weltmarkt ein gewaltiger zusätzlicher Bedarf an Baustoffen und Arbeitskräften entstehen.

Ich habe eben angeklickt, dass mich Ihr heutiger Artikel nicht weitergebracht hat lieber Herr Hinkelmann.
Das deswegen, weil fast alle Quellenverweise wegen Bezahlschranken unzugänglich sind, selbst die Lübecker Nachrichten, wo das Euro-Zeichen fehlt.

Lieber Herr Elmers,
vielen Dank für Ihr Feedback. An den Bezahlschranken der verlinkten Medien können wir natürlich nichts ändern. Deswegen versuchen wir, unsere Kurzmeldungen dazu so umfassend zu schreiben, dass für den schnellen Überblick kein Klick auf die externen Links nötig ist. Nur, wenn man wirklich tiefer eintauchen will, sind die Links eine gute Empfehlung (zumal viele User ja Abos für einzelne Zeitungen haben und die Artikel lesen können).
Eine Alternative wäre natürlich, in unseren Wochenrückblicken pauschal nur noch kostenfreie Artikel zu verlinken, was die Themen dann aber erheblich einschränken würde und zum Nachteil der Menschen wäre, die genau für diese Zeitungen einen Zugang haben.
Schreiben Sie hier gern, wie Ihre perfekte Lösung für das Problem aussehen würde. Dann schauen wir uns das gern an.

Beste Grüße

Christian Hinkelmann

PS: Der Link zu den Lübecker Nachrichten ohne €-zeichen war zu unserem Redaktionsschluss noch kostenfrei verfügbar. Offenbar wurde er zwischenzeitlich hinter die Bezahlschranke gestellt.

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