Bald Gratis-Internet in U-Bahnen und Hochbahn-Bussen?

Gibt es bald kostenlose Internetzugänge in allen Hamburger U-Bahnen und vielen Bussen? Die Hochbahn prüft laut einem Abendblatt-Bericht die Einführung von Gratis-WLAN in allen ihren Fahrzeugen.
Christian Hinkelmann
Bus in Hamburg mit Gratis-WLAN
Ein Bus der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) mit kostenlosem WLAN für Fahrgäste

“Wir prüfen zurzeit, ob wir dieses Angebot für unsere Kunden realisieren können”, sagte Unternehmenssprecher Christoph Kreienbaum der Zeitung. Der Herausforderung sei die flächendeckende Einführung auf allen Hochbahn-Strecken, schreibt das Abendblatt weiter.

Im vergangenen Dezember berichtete NahverkehrHAMBURG bereits über entsprechende Überlegungen der Hochbahn.

Zurzeit bieten die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) als einziges norddeutsches Verkehrsunternehmen Gratis-Internet auf zwei Buslinien im Hamburger Raum an und gehören damit zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Die Erfahrungen sind gut. In einer ersten Zwischenbilanz vor zwei Monaten sprach das Unternehmen von einem vollen Erfolg. Ende Mai soll über eine Ausweitung des Projektes entschieden werden.

Neben der Hochbahn denkt auch die Eisenbahngesellschaft Metronom über die Einführung von kostenlosen Internetzugängen in ihren Zügen nach.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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7 Antworten auf „Bald Gratis-Internet in U-Bahnen und Hochbahn-Bussen?“

Kostenloses Wlan (WIFI) ist in der Moskauer Metro völlig normal.
Evtl. macht die Einführung langweilige Fahrten kurzweilig.

@Marcus: Natürlich gibt es einen zählbaren Erfolg – nur nicht bei der Hochbahn. Alle Smartphone-Nutzer mit begrenzter Internet-Flatrate (bzgl. Geschwindigkeit) werden sich freuen, wenn sie davon wissen, und ein paar MB einsparen. Je nach Fahrdauer natürlich!

@Max
natürlich ist es für die Verkehrsunternehmen gut, wenn mehr Leute das Angebot nutzen, weil durch eine gesteigerte Nachfrage der Fahrpreis erhöht werden könnte. aber…:
Jeder Fahrgast, der befördert wird, muss subventioniert werden. Ergo: die Verluste (die ja nur durch Subventionen aufgefangen werden) steigen proporzional zur Menge der beförderten Fahrgäste
Beispiel. 1 Fahrgast zahlt 1€, Verlust 40ct. 10 Fahrgäste zahlen 10€, Verlust 4€
Fazit: lieber 40ct Verlust als 4€.
So muss man das rechnen und so rechnen die Unternehmen auch.
Die Hochbahn hat nur deshlab kaum mehr als 10% Zuschussrate, weil sie durch eigene Geschäfte mit Beteilungsgesellschaften, Privatfahrten, Werbeeinnahmen usw zusätzliche Einnahmen erwirtschaftet.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass wirklich Autofahrer durch ein Gratis-WLAN auf den ÖPNV umsteigen.
Eher wird es so sein, dass technikaffine Nutzer das WLAN “mitnehmen”.

Insofern also nur ein Werbegimmik ohne zählbaren Erfolg.

Ich kann der Argumentation nicht folgen: Wenn durch kostenloses WLAN das Angebot verbessert wird, nehmen mehr Personen das Angebot an. Dadurch, dass die Betriebskosten aber weitgehend fix und unabhängig von der Fahrgastzahl ist, nimmt die Hochbahn mehr Fahrkartenerlöse ein. Entsprechend verbessert sich die Wirtschaftlichkeit. So weit, so einfach. Dass möglicherweise zu Stoßzeiten mehr Fahrten notwendig sind – geschenkt.

Ich würde wetten, dass der Nutzen von kostenlosem WLAN für die Hochbahn die Kosten übersteigt!

So ein Blödsinn. Die Fahrgäste verpennen schon jetzt oft ihre Hst weil sie ewig über dem Handy kleben. Jetzt auch noch Internet-Zugang. Was das wohl abgibt…
Ich denke nicht, dass Kundennutzen/Kosten hier noch in einem angemessenen Verhältnis stehen. Die Fahrpreise sind ohnehin schon mit kanpp 40% subventioniert. Wenn man als Unternehmen also gerade einmal 0,6€ Fahrgeldeinnahmen gegenüber 1,0€ Kosten hat, sollte man nicht noch das Geld zum (WLAN)Fenster rausschmeissen. Wenn das Angebot Fahrgäste anlocken sollte, dann werden die Verluste noch höher werden.
Kurzum: ich bin dagegen.
P:S: auch ich nutze regelmäßig das Internet:-)

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