Die Stadt Hamburg und die Deutsche Bahn wollen auch in Zukunft eng bei Digitalprojekten zusammenarbeiten. Am vergangenen Freitag haben Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla bei einem Pressetermin am Bahnhof Dammtor mehrere Projekte vorgestellt, die in den kommenden Jahren gemeinsam angegangen werde sollen.
Dabei wurden unter anderem ein paar neue digitale Fahrzielanzeiger für Bahnhöfe und eine LED-Kunstinstallationen in einem Fußgängertunnel präsentiert. Außerdem, so hieß es 2017 bereits, sollen in den nächsten Jahren „Projekte für integrierte Mobilität, attraktive Bahnhöfe, intelligent gesteuerte Citylogistik sowie die digitale Vernetzung“ vorangetrieben werden.

„Hamburg ist die smarteste Stadt Deutschlands“, erklärte Pofalla und bediente sich dabei eines Zitates des Digitalverbandes bitkom. Der „Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien“ hatte dies bei seiner Tagung 2019 der Stadt bescheinigt (mehr zur Untersuchung, hier).
Bereits 2017 wurden viele Projekte angekündigt
Die Digital-Partnerschaft zwischen der Stadt Hamburg und der Deutschen Bahn ist nicht neu: Vor drei Jahren hatten beide Seiten ein erstes Abkommen dieser Art unterzeichnet und dabei große gemeinsame Pläne angekündigt: Bereits 2018 sollte ein neuer On-Demand-Shuttleservice „mit 100 Fahrzeugen rollen“, so die damalige gemeinsame Vereinbarung (siehe hier). Außerdem bekomme Hamburg „ein Testfeld mit Bahnhofsanschluss für autonom fahrende Busse.“ Für die Hamburger Fernbahnhöfe wurden damals „digitale Wegeleitsysteme, leistungsfähiges WLAN und die Integration von Co-Working-Räumen“ angekündigt.

Zudem wurde der Aufbau eines „flächendeckenden Netzes mit intelligenten Schließfächern an bis zu 50 HVV-Bahnhöfen“ zugesagt, an denen Kunden online bestellte Waren abholen können. Auf bisher ungenutzten Lagerflächen wollte die Deutsche Bahn „kurzfristig City Depots einrichten, von denen aus Pakete per Lastenrad ausgeliefert werden“. Und: Eine „Machbarkeitsstudie zur schrittweisen Automatisierung eines Streckenabschnitts der S-Bahn Hamburg“ wurde damals auch versprochen.
Doch was ist eigentlich aus all diesen Versprechen geworden? Was wurde planmäßig fertig? Nicht viel, wie Recherchen von NahverkehrHAMBURG ergaben. Eine Übersicht.

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