Entlastung am Hauptbahnhof: Bau von zusätzlichen Treppen steht kurz bevor

Provisorische Treppenabgänge von der Steintordammbrücke zu den Bahnsteigen sollen Menschenmengen am Hauptbahnhof entzerren. Auch bei der S-Bahn wird in den nächsten Wochen kräftig gebaut.
Von Christian Hinkelmann
Bahnsteig, Hamburg, Hauptbahnhof
Voller Bahnsteig am Hamburger Hauptbahnhof (Symbolbild aus dem Jahr 2018)
Foto: Christian Hinkelmann

Der Hamburger Hauptbahnhof ist der meistgenutzte Bahnhof Deutschlands: Jeden Tag steigen hier rund eine halbe Million Menschen ein, aus oder um – wenn nicht gerade eine Corona-Pandemie ist.

Seit zehn Jahren gilt der Bahnknoten als überlastet. Gerade im Berufsverkehr, wenn neben den S-Bahnen die Regional- und Fernzüge quasi im Minutentakt ein- und ausfahren, wurde es in den vergangenen Jahren immer wieder gefährlich voll auf den Bahnsteigen und Treppen. Auf dem schmalen Südsteg war das Geschiebe zu Stoßzeiten teilweise so groß, dass die Bahn schon vor Jahren Trennlinien und Laufrichtungspfeile auf dem Boden anbrachte, um das Menschengewirr zu entzerren.

Seit vielen Jahren diskutieren die Stadt Hamburg und die Bahn deswegen über einen grundlegenden Ausbau des Hauptbahnhofs, aber der wird sich voraussichtlich noch viele Jahre hinziehen.

Doch immerhin ist für Pendlerinnen und Pendler in einigen Monaten zumindest eine erste wesentliche Besserung in Sicht: Und zwar will die Deutsche Bahn bis Jahresende zusätzliche provisorische Treppenaufgänge von den Bahnsteigen zur Steintorbrücke südlich der Haupthalle bauen, damit nicht mehr alle Fahrgäste durch die Bahnhofshalle laufen müssen (siehe hier).

Wie NAHVERKEHR HAMBURG jetzt von der Deutschen Bahn erfuhr, stehen die Bauarbeiten kurz bevor.

Insgesamt geht es um fünf Treppen zu den vier Fernbahnsteigen und dem S-Bahnsteig, an dem die Züge Richtung Harburg und Berliner Tor halten. Nach einem langen Planungsprozess soll der Bau schon in wenigen Wochen starten, wie eine Sprecherin auf Nachfrage erklärte. Demnach plant die Bahn den 1. Spatenstich noch im März.

Während des Baus, der ungefähr ein Dreivierteljahr lang dauern soll, muss laut der Sprecherin teilweise auch der Bahnverkehr an den betroffenen Bahnsteigen unterbrochen werden. Diese so genannten „Sperrpausen“ sind zwischen Juli und November geplant. Fertig werden sollen die Aufgänge dann bis zum Jahresende. So hatte es die Deutsche Bahn auch bereits im vergangenen Jahr im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft kommuniziert (siehe hier).

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