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FDP hält U5 in der Innenstadt für kaum realisierbar

Die Hamburger FDP hält einen Teilabschnitt der geplanten U-Bahnlinie U5 für zu teuer und damit kaum realisierbar. Dabei geht es um die Strecke zwischen City Nord, Innenstadt und Siemersplatz. Die Partei hat sich in den Fachausschüssen der Bürgerschaft gegen entsprechende Senatspläne ausgesprochen. Übermorgen debattiert die Bürgerschaft über den geplanten U-Bahn-Ausbau in Hamburg.
Christian Hinkelmann
Fotomontage: U5 Richtung Bramfeld in Hamburg
Fotomontage: Ein U-Bahn-Zug der geplanten Linie U5 nach Bramfeld in Hamburg

Die Hamburger FDP hält Teile der geplanten U-Bahnlinie U5 für unrealistisch. Konkret geht es um den Innenstadtabschnitt zwischen City Nord, Jungfernstieg und Siemersplatz. So wünschenswert diese Anbindung sei, hielten sie diese unter Berücksichtigung der hohen Kosten für kaum realisierbar, so die FDP-Vertreter im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft.

Das geht aus einem Ausschuss-Protokoll über den geplanten Ausbau des Hamburger U-Bahnnetzes hervor.

Die Vertreter des rot-grünen Senats haben die U5-Linienführung zwischen City Nord und Siemersplatz im Verkehrsausschuss verteidigt. Sie könnten zwar die Skepsis der FDP-Abgeordneten verstehen, bezeichneten die östliche und westliche Anbindung dieser Stadtteile aber als eine generationsübergreifende Aufgabe, heißt es laut Sitzungsprotokoll. Die aufgezeigte Streckenführung in Form eines „U“ sei aus ihrer Sicht die effektivste und in Anbetracht der verkehrlichen Probleme innerhalb des Stadtgebiets perspektivisch wichtig und notwendig.

Trotzdem hat sich die FDP im Verkehrs- als auch im Haushaltsausschuss dagegen ausgesprochen, der vom Senat geplanten Weiterentwicklung des U-Bahn-Netzes grundsätzlich zuzustimmen, weil dies laut Partei auch eine grundsätzliche Zustimmung zum kritisierten U5-Innenstadtabschnitt bedeuten würde. CDU und AfD haben in diesem Punkt ebenfalls nicht zugestimmt, die LINKE hat sich enthalten.

Übermorgen wird die Bürgerschaft über den geplanten U-Bahn-Ausbau debattieren.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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19 Antworten auf „FDP hält U5 in der Innenstadt für kaum realisierbar“

@ Kevin G.:
Die FDP ist aber zum Glück nicht unter den Verantwortlichen. Die wollten mit der heißen Luft bloß mal wieder ein Lebenszeichen senden. Das ist alles.

FDP und ÖPNV. Die Steilvorlage. Der Klassiker.
Die hübsche FDP-Lady hat in den Elbvororten >20% gerissen. Im „Born“ eher nicht so 😉
„F.D.P.“ und ÖPNV : Ein englischer Koch im italienischen Restaurant ?
Es gibt Gegensätze – die schließen sich aus.
Osdorf/Lurup brauchen endlich eine S-Bahn. Direkt und schnell. Ohne Kurven, Direkt zum HSV und zu Helene Fischer.
Endlich mal anfangen zu bauen und wenn es erst mal nur der „Shuttle“ ist zum Stadion .

Hamburg ist scheinbar nicht in der Lage, eine Verkehrsplanung auf die Reihe zu bekommen.

2001 (!) gab es Planungen für eine Stadtbahn von Bramfeld über City Nord, Mundsburg in die Innenstadt. Diese Strecke sollte 2008 eröffnet werden!! Nun haben wir 2015, zwischendurch gab es eine U-Bahn-Planung von Senator Mettbach (Schillpartei), eine Stadtbahnplanung von Senatorin Hajduk (Grüne), nun wieder eine U-Bahn-Planung von Senator Horch (SPD). Irgendwann wird es dann wieder eine Stadtbahnplanung geben, weil eine komplette U 5 schlicht zu teuer ist.

Und die FDP? Die Stadtbahn war für sie eine „Elbphilharmonie auf Schienen“, eine U-Bahn ist ihr aber nun auch zu teuer.

Die U5 würde ein Vielfaches von dem Kosten, was Herr Scholz und Genossen einst als Zahl in die Welt warfen. Für rund 100 Mio./km bekommt man keine tief liegende Innenstadtquerung durch dicht bebautes Gebiet. Hier lohnt der Vergleich mit der Kölner Nord-Süd-Stadtbahn, wo man selbst ohne Archiveinsturz schon die 300 Mio./km geknackt hatte.
Aber was tun? Im Mühlenkamp kann man nun wirklich keine Straßenbahn fahren lassen. Für die Relation Hbf. Nord – Sengelmannstraße kann man durchaus weiter auf eine U-Bahn setzen, auch wenn man dafür tief in die Tasche langen muss – Dann aber als Fortsetzung der U4, so wie ursprünglich mal als U4 Ost gepalnt.
Die anderen Fragen lassen sich ohne Zweifel mit Blick auf Kosten und Zeitrahmen am beten durch die Straßenbahn lösen, ein Blick nach München oder Paris lohnt hierzu…
Und noch viel besser: Bei uns wäre nochmal alles neu! Trassierung, Fahrzeugbreite, Bahnsteiglänge – Alles von Anfang an optimal festlegbar!

Die geplante Linienführung der U5 ist grotesk. Sie soll auf einen Schlag die bisherigen Mängel der Hamburger nahverkehrsplanung lösen. Das dauert aber eweig und kostet enorm viel Geld. Vielleicht sollte die hamburger SPD und ihr 1. Bürgermeister doch über seinen Schatten bringen und statt der U5 die Stadtbahn, oder nennen wir sie einfach wie in den meisten anderen Städten Straßenbahn wieder aus der Versenkung hervorholen. Es gibt hervorragende Planungen für ein umfassendes Straßenbahnnetz in Hamburg. Ein Netz von 190 km Länge im Endausbau ließe sich für die EUR 3,5 Mrd. kosten der U5 errichten und erste Strekcen könnten schon 2018 in Betrieb ghen, wenn man denn nur wollte…..

War es nicht gerade die FDP, die vehement gegen die Einführung einer Stadtbahn gepestet hat? Ich erinnere mich noch zu gut an die FDP-Stände auf dem Winterhuder Marktplatz. Nun sind sie also auch gegen einen U-Bahnausbau. Das hätten sie ja damals auch schon den Bürgern mitteilen können. Aber damals hat es ja gut Stimmen gebracht…

Gut, wenn ihnen die U-Bahn in der Grindelallee zu teuer wird, dann sollten sie eine Machbarkeitsstudie zur Wiedereinführung einer Straßenbahn für die täglich 60.000 Fahrgäste in dieser Relation fordern.

Hier nochmal zwei interessante Zahlen für unsere sogenannten und selbsternannten „Verkehrsexperten“ von der FDP: In Düsseldorf hat ein Kilometer U-Tunnelstrecke (Wehrhahnlinie) 248 Mio Euro gekostet. In Berlin hat ein Kilometer Straßenbahnneubau (Invalidenstraße – Hauptbahnhof) 13 Mio Euro gekostet. Dumm nur, wenn man als hamburger Politiker nicht über den Tellerrand schauen kann…

Natürlich ist der U-Bahnbau zu teuer. Das hat man schon vorher gewusst. Aber statt Stadtbahn Pläne konsequent weiter zu verfolgen, hat der Senat vor einer laut lamentierenden Autofetischisten-Minderheit kapituliert und zur Mehrheit erklärt, wer am lautesten schreit. Die Folge ist jene verkehrspolitische Sackgasse, in der HH jetzt steckt. Mein Vorschlag= baut die U-Bahn aber lasst einfach den Tunnel weg. Das spart zwei Drittel der Kosten. Nur beim Namen muss man aufpassen. „Stadtbahn“ ist verbrannt. Wie wäre es mit „strassenbündiger U-Bahn“ oder „spurgebundener Elektrobus“?

@Michael
Da bin ich Ihrer Meinung. Wenn die Hamburger Politik mal was sinnvolleres tun und nicht nur den Riegel davor zu schieben wie bei der Stadtbahn die genauso nützlich wäre wie die U5. Statt die Busse zu entlasten fällt den Verantwortlichen ein dass die U-Bahn zu teuer ist.
Wo ist da die Logik?
Ab morgen ist dann die Stadtbahn wieder Thema die in vier Linien errichtet werden soll. Durch sie würde viel Geld eingespart werden das heißt: keine Tunnelbohrer die quer durch Hamburg bohren, die bereits bestehenden Busspuren zu Gleistrassen errichten zur Entlastung der überlasteten Metrobusse z.B. M3,M4 und M5 Und: sie würde schneller fertig sein als die U5.

Also Hamburg, eine Stadtbahn funktioniert genauso gut wie die U-Bahn aber nichts desto trotz neben der Stadtbahn müsste die U-Bahn trotzdem verbessert werden.

Gehe mal davon aus, daß es für die U5 eine durchweg komplett neue Trasse geben soll.

Finde, man sollte sich Gedanken darüber machen, ob es weiterhin linienreine Strecken geben muß. Bei U2 und U4 wurde es ja bereits aufgegeben.

Konkret sollte geprüft werden, ob die U5 sich die Strecke von „Hbf Süd“ bis „Stephansplatz“ mit der U1 teilt.
Dann wird es für die U5 unterhalb St. Georgs von der „Lange Reihe“ kommend zwar eine relativ scharfe Kurve geben, aber in direkter Nachbarschaft von „Hbf Süd“ zur „Steinstraße“ wurde das ja schon als machbar aufgezeigt.

Ziel: Tunnel-km sparen, Kosten senken. Geht natürlich nur wenn die beiden Ein-/Ausfädelungsbauwerke nicht zu teuer werden.

Die Perspektive, keinen Meter U-Bahn-strecke zu bauen ist zwar für die einschlägige Bauindustrie mieslich. Für den ÖPNV in dem betroffenen Bereichen in Hamburg würde m. E. die Stadtbahn auf Straßenniveau schon völlig reichen. Dann könnte man beide Varianten der Linienführungen der U5 realisieren und dazu noch den unter U4 angedachten Abstechher über die Elbe Richtung Süden.

Man müsste in Hamburg nur wollen.

Es zeichnet sich also jetzt schon die absehbare Hamburgensie ab: Es wird weiter jahrelang diskutiert und dabei kein Meter U-Bahn gebaut. Großartig!

Und dass der große Verkehrsversteherverein FDP schon nach einem Jahr Nachdenken dahinter kommt, dass eine U-Bahn durch Innenstadtbereiche teuer wird – dochdoch, das ist tatsächlich unglaublich.

Was?!! Zwischen City-Nord und Siemersplatz? Das ist ja der Großteil der Strecke und das Herzstück der U5! Und der Rot-Grüne Senat kann die Skepsis verstehen? Ist wohl doch alles viel zu teuer, oder was? Aber die Stadtbahn wollen die auch nicht? Ich weiß echt nicht was ich davon halten soll. Sehe schon die Schlagzeile von 2030 vor mir: „Wegen hoher Nachfrage: U5 wird auf Gelenkbusbetrieb umgestellt“

Man muss dazu ein demokratisches Referendum in Hamburg machen: Soll die U-Bahn gebaut werden?
Die Bevölkerung soll über die U-Bahn abstimmen.

Die Partei der Besserverdienenden will selbstverständlich kein Geld in den ŐPNV investstieren, sei es Stadtbahn, sei es U Bahn, da sie noch immer der irrigen Meinung ist, Geld für ŐPNV geht zu Lasten ihrer Klientel in ihren BMW,Audi oder Benz. Dabei gibt es kein öffentliches Verkehrsmittel das die freie Fahrt für freie Demokraten mehr behindert als der Bus, von der Umweltbilanz trotz drei oder vier Elektrobussen bei hunderten Dieselbussen ganz abgesehen.
Und wo bleib eigentlich Herr Scholz. Mit der Stadtbahn könnte er sich das nun statt des der Elbphilharmonie vergleichbaren gescheiterten Denkmals Olympia ein Denkmal auf anderem Gebiet schaffen und hier bekäme er die Bundesbeteiligung garantiert und alle Bürger Hamburgs hätten etwas davon, durch besseren öPNV, freiere Straßen wegen des besseren Nähverkehrs und besserer Luft und zwar schnell und mit vertretbaren Kosten.

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