Hochbahn nimmt erste reine Elektro-Busse in Betrieb

Die Hochahn nimmt in wenigen Wochen die ersten rein elektrischen Stadtbusse in Betrieb. Die Fahrzeuge sind quasi geräuschlos und können Handys aufladen.
Neuer E-Bus an der Ladestation am ZOB (v. l.): Michael Westhagemann (Siemens), Senator Frank Horch, Hochbahn-Vorstand Ulrike Riedel und Solaris-Chef Andreas Strecker
Neuer E-Bus an der Ladestation am ZOB (v. l.): Michael Westhagemann (Siemens), Senator Frank Horch, Hochbahn-Vorstand Ulrike Riedel und Solaris-Chef Andreas Strecker
Foto: Hochbahn

Nächster Schritt zu mehr Elektromobilität in Hamburg: Ab September surren die ersten drei rein batteriebetrieben Stadtbusse durch die Hansestadt. Gestern hatten Hochbahn und Verkehrssenator Frank Horch zur Präsentation geladen.

„Wir machen den ÖPNV noch umweltfreundlicher, indem Hamburg ab dem Jahr 2020 nur emissionsfreie Busse anschafft“, so Horch. „Deshalb sind die neuen rein batteriebetriebenen Busse ein wichtiger Schritt: Die Luft wird so besser – der Lärm geringer. Und wir lernen viel für einen künftigen Busverkehr ganz ohne Abgase.“

Die drei Fahrzeuge vom Typ Urbino 12 electric stammen vom polnischen Hersteller Solaris, sind 12 Meter lang und können 70 Fahrgäste fassen. Zwei Hochvolt-Batterien versorgen die Elektromotoren mit genügend Strom. Kleines praktisches Extra-Feature für die Fahrgäste: An einigen Sitzplätzen gibt es USB-Anschlüsse, um Handys oder Laptops laden zu können.

Die neuen E-Busse sollen hauptsächlich auf der so genannten Innovationslinie 109 zwischen dem ZOB in der Innenstadt und dem U-Bahnhof Alsterdorf eingesetzt werden.

Neue Busse nutzen bestehende Ladesäulen

Nachts werden die Batteriebusse auf dem Hochbahn-Betriebshof Hummelsbüttel geladen, tagsüber sind Schnellladungen an den Endhaltestellen vorgesehen. Dafür werden spezielle Pantographen von oben auf die Dächer der Busse abgesenkt. Die Hochbahn nutzt dieselben Pantographen bereits zum Laden ihrer Volvo-Hybridbusse. Die Technik stammt von Siemens. Durch eine entsprechende Umrüstung können nun auch die Solaris-Fahrzeuge die Ladeinfrastruktur nutzen. …

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7 Antworten auf „Hochbahn nimmt erste reine Elektro-Busse in Betrieb“

USB-Anschlüsse ? Für viele Fahrgäste bestimmt eine bessere Kaugummiablage ?! Mal sehen.

Fehlt dann nur noch ein GPS-Lenksystem, so ne Art unsichtbarer Spurbus, und schon haben wir sowas wie eine Strassenbahn, Made in 2016. Na, wenn das nicht perfekt für HH ist ?
Damit das dann auch alle Autofahrer mitbekommen würde ich vorschlagen, man malt einfach ein paar Schienen mit samt den Schwellen auf den Asphalt und schon kann sich der Senat eine etwaige Wiedereinführung einer Strasse-/Stadtbahn für alle Ewigkeiten sparen. Und auch Steilshoop bekommt damit dann viel kostengünstiger endlich den so begehrten “Schienenanschluß” ganz ohne Buddelei ! Wie war der Spruch noch gleich: Geiz ist geil ! Ich weiss, die Stadt steht drauf, zumindest, wenn es sich nicht um solche Projekte handelt wie z.B. der Elbphilharmonie, Olympia etc. ! Einfach nur Wow, die PR-Abteilung der Hochbahn hat’s voll drauf !!! Ich sag nur VisionAIR !

Wie sieht es eigentlich mit der angekündigten Umrüstung der Fährflotte auf Flüssiggas aus? Da hat man schon ewig nichts mehr von gehört.

Was bei den Hochbahn-Pressemitteilungen niemals mitgeteilt wird, ist die Höhe der Betriebskosten. Wie teuer sind die laufenden Kosten für die Elekrobusse? Wie viel höher sind die Betriebskosten gegenüber konventionellen Bussen? Wie hoch sind die Betriebskosten pro Fahrgast? Wer bezahlt diese Mehrkosten? Wie ist eigentlich die Gesamt-Ökobilanz von Elektobussen? Wo kommen die Rohstoffe für die Batterien her?
Es ist doch komisch, dass seinerzeit die Kosten der Stadtbahn bis ins kleinste Detail kaltuliert und dargelegt wurden. Die Umstellung der Hamburger Busflotte auf neue Antriebe wird hingegen verschleiert.

70 Sitzplätze sind schon mal gut. Die eine “-Rampini-Bergziege” hat 9.
Die Anschaffungs- und Betriebskosten würde ich auch sehr gern wissen.
Von einem kommunalen Verkehrsbetrieb (möchte ich hier nicht nennen) weiß ich daß ein gut ausgestatteter, überlandfähiger Dieselbus (EURO 6-Norm) ca. € 220.000 (netto) kostet.
Lt. dem “HA” – Artikel kosten 3 Busse rd. € 2 Mio. Aber man hofft ja auf Sammelbestellungen…
Oder finanzieren wir das Ganze mit unseren Fahrkarten ?
Ein einzelner, hochgelobter, zusätzlicher “Horch-Kreuzfahrer” führt durch seine gewaltigen Emissionen wie eine mittlere Stadt das Ganze doch ins Absurde.
35 km Reichweite und “Schnellladung” in 6 Minuten. Da freut sich der Akku.
Wird wie in Blankenese auch ein “Angst-Dieselbus” am Borgweg bereitgestellt?
Aber Hauptsache man kann sein Handy aufladen…Ganz wichtig.
Hoffentlich sind das nicht so elende Klapperkisten wie die Volvo-Hybrids mit ihrer Türöffnungs-Gedenkminute.

Schön für die Innovationslinie 109.

Auf der Nichtinnovationslinie 9 fahren auch solche schönen Busse mit Dachaufbauten. Nur das diese bloß aerodynamische Vorspiegelungen falscher Tatsachen sind, denn der Bus darunter ist ein ganz normaler Dieselstinker.

Und jetzt kommt die Hiobsbotschaft: Herr Scholz, dass Jahr 2020 naht!

Sind die genauso grausam gefedert wie die Hybride? Wieso kriegt nur Mercedes in den Schnellbussen einen akzeptablen Federungskomfort hin? Ein Bus kracht wegen seiner Breite zwangsläufig durch jedes Siel. Das hat wohl keiner der Verantwortlichen jemals mitgemacht.

Und die Mercedes Schnellbusse sind auch die einzigen, deren Sitze akzeptabel sind. Als würde man sich sonst absichtlich Gedanken um möglichst schlechten Fahrkomfort machen – das ist gelungen! Bei den Fahrpreisen kann man mehr erwarten. So lockt man keinen vom Auto weg.

Ansonsten möchte ich nochmal auf die Giftigkeit von Lithium hinweisen. Bei einem Brand sehen amerikanische Sicherheitsvorschriften eine Viertelmeile Mindestabstand vor. Hitze oder Kälte können einen Brand auslösen. Zieht Rauch aus dem Motorraum in den Fahrgastraum?

Lithium ist nur begrenzt vorhanden und nach wenigen Jahren Sondermüll. Außer in China wird es wegen seiner Giftigkeit kaum irgendwo abgebaut.

Fährt das Fahrzeug überhaupt bei Minustemperaturen? Normalerweise brauchen Lithium-Akkus +5°C, teurere gehen ab -5°C.

2020 ist eine Festlegung, die ohne technische Kenntnisse getroffen wurde.

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