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Neues Bussystem für Hamburg: Sieht die Stresemannstraße bald so aus?

Verkehrsbehörde plant neuen Hochleistungsbusverkehr zwischen der Innenstadt und Osdorf. Vorbild sind Systeme aus Frankreich und amerikanischen Metropolen, in denen die Busse konsequent auf eigenen Spuren unterwegs sind. So sehen die Untersuchungen für die Stresemannstraße, die Bahrenfelder Chaussee und die Luruper Hauptstraße aus und deswegen lehnt der Senat dort eine alternative Straßenbahn ab.

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Die Stresemannstraße in Hamburg soll ein hochwertiges Bussystem nach französischem Vorbild bekommen. Möglicherweise sieht die Straße bald so aus wie hier in der südfranzösischen Stadt Cannes. (Fotomontage)
Die Stresemannstraße in Hamburg soll ein hochwertiges Bussystem nach französischem Vorbild bekommen. Möglicherweise sieht die Straße bald so aus wie hier in der südfranzösischen Stadt Cannes. (Fotomontage)

Seit einem halben Jahrhundert warten die Menschen in Osdorf und Lurup auf einen Bahnanschluss, der Ihnen zwar von der Politik immer wieder versprochen, aber bis heute nicht gebaut wurde. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Vorher muss laut Hamburger Verkehrsbehörde nämlich noch der Fernbahnhof Altona umziehen und die S-Bahn-Strecke zwischen Hauptbahnhof, Dammtor und Altona unter die Erde verlegt werden (Verbindungsbahnentlastungstunnel), was wohl nicht vor 2040 passieren wird.

Und dann ist da auch noch ein dickes Finanzierungsproblem, denn der angedachte S-Bahn-Tunnel von Bahrenfeld nach Osdorf wäre nach aktueller Planung teurer als der spätere Nutzen und damit nicht wirtschaftlich, wie die Verkehrsbehörde kürzlich einräumen musste. Damit würde der Bund derzeit auch kein Fördergeld dazugeben, was den milliardenteuren Bau derzeit ziemlich unwahrscheinlich macht und eine Optimierung der Planung erfordert.

Es sind also noch dicke Bretter zu bohren. Für die Menschen in Osdorf und Lurup bedeutet das, dass sie voraussichtlich noch weitere Jahrzehnte auf ihren Bahnanschluss warten müssen. Rund 95 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner dort haben laut der Hamburger Verkehrsbehörde keine Bahnstation in erreichbarer Nähe, 20 Prozent nicht einmal eine Bushaltestelle.

Um den Menschen bis zum Bau der S-Bahn möglichst schnell einen spürbar besseren HVV-Anschluss zu ermöglichen, plant die Stadt Hamburg seit Herbst vergangenen Jahres eine provisorische Zwischenlösung…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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