Dass die Fahrkartenpreise im HVV zum kommenden Jahreswechsel steigen werden, war eigentlich klar. Seit vielen Jahren erhöht der Verbund jährlich seine Tarife.
Dass die Preiserhöhung aber trotz der grassierenden Inflation und davon galoppierenden Kosten so gering ausfallen soll, kommt dagegen überraschend: Um nur 1,8 Prozent will der HVV im Schnitt seine Ticketpreise anheben. Das ist nicht nur weit unter der Inflationsrate, die in diesem Jahr wohl um die sechs Prozent liegen wird, sondern auch fernab der Preiserhöhungen, die in anderen deutschen Großstädten im öffentlichen Nahverkehr anstehen.
Beispielsweise Berlin: Dort steigen die Fahrkartenpreise zum 1. Januar um durchschnittlich 6,7 Prozent, nachdem der dortige Verkehrsverbund VBB vor sieben Monaten die Preise schon einmal um 5,6 Prozent hochgesetzt hatte. In München und Umland steigen die Preise im Dezember um durchschnittlich 4,3 Prozent, rund um Frankfurt am Main ist ein Anstieg von 8,2 Prozent geplant und in der Region Köln sind es sogar satte 10,4 Prozent.
Einer der traurigen Spitzenreiter bei den anstehenden Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr ist die Stadt Augsburg in Bayern. Dort sollen sich die Ticketpreise zum Jahreswechsel im Schnitt sogar um 12,7 Prozent verteuern.
Angesichts dieser enormen Preissprünge kommen die HVV-Fahrgäste mit 1,8 Prozent also noch vergleichsweise glimpflich davon. Eine weitere gute Nachricht: Die Preiserhöhung soll nur einen geringen Anteil…
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