Neuer S-Bahnhof an den Elbbrücken soll doch kommen

Überraschung: An den Elbbrücken soll in den nächsten Jahren doch eine Umsteigemöglichkeit zwischen der künftigen U4 und der S-Bahn entstehen. Nachdem der bisher geplante gemeinsame Kombibahnhof aus Kostengründen auf Eis gelegt wurde, gibt es jetzt eine Alternativlösung. Die Planungen laufen bereits.
Christian Hinkelmann
Geplante U- und S-Bahnhaltestelle Elbbrücken mit Verbindungssteg
Geplante U- und S-Bahnhaltestelle Elbbrücken mit Verbindungssteg

Pünktlich mit Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken soll dort nun doch ein direkter Umstieg zur S-Bahn möglich werden – allerdings anders als bisher geplant. Das kündigte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) gestern Abend überraschend im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft an.

Da der bisher geplante neue S-Bahnhof direkt neben der künftigen U4-Station „Elbbrücken“ zu teuer sei, habe die Stadt die Deutsche Bahn mündlich beauftragt, nach günstigeren Alternativen zu suchen, so Horch im Ausschuss. Und tatsächlich wurde eine machbare Lösung gefunden: Die neue S-Bahn-Station soll nun nördlich der neuen U4-Station entstehen. Hier würden die Gleise zwar in einem starken Gefälle verlaufen, dies sei aber kein Hindernis, so Martin Huber, Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenwesen. Demnach sei noch während der parlamentarischen Sommerpause ein Ingenieursbüro mit der weiteren Planung beauftragt worden. Einzelheiten zum genauen Standort des neuen Bahnhofs und zur Finanzierung würden in Kürze bekannt gegeben werden. Horch: „Dieser Planungsauftrag zeigt, wie ernst uns eine bezahlbare Umsteigelösung an den Elbbrücken ist“.

Die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken befindet sich aktuell im Planfeststell…

Alle Rechte vorbehalten.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, teilen Sie gern den Link.

Ihr Zugang ist persönlich und darf nicht geteilt werden. Sie dürfen Artikel oder wesentliche Teile davon nicht vervielfältigen, veröffentlichen oder weiterleiten (z. B. in Pressespiegeln, per E-Mail, Messenger oder als PDF). Für diese Nutzungen ist eine gesonderte Lizenz nötig.

Lizenzinformationen: info@nahverkehrhamburg.de

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Abgeschaltet wegen Erfolglosigkeit: HVV Any. (Foto: Christian Hinkelmann)

HVV Any: Warum das automatische Ticket wirklich sterben musste

Der HVV nennt das Deutschlandticket als Grund. Doch Daten zeigen: Woanders boomen ähnliche Systeme. Das waren die eigentlichen Hintergründe für das Ende von HVV Any und deswegen wurden durch eine bestimmte Technik-Wahl möglicherweise Millionen verschwendet.

Schneekatastrophe 1978: Hamburgs S-Bahnen werden von Dieselloks in den Hamburger Hauptbahnhof gezogen, weil die Bahnen aus eigener Kraft nicht mehr fahren konnten. (Foto: Wolfgang Nolte)

Wie Hamburgs S-Bahn den Winter verlernt hat

Vor Jahrzehnten kam Hamburgs S-Bahn mit Schnee und Frost deutlich besser zurecht als heute. Warum das System immer anfälliger geworden ist, welche strukturellen Schwächen dahinterstecken – und weshalb sich die Lage in den kommenden Jahren weiter zuspitzen dürfte.

Dunkel, dreckig, siffig: Der Zugang zum U-Bahnhof Steinstraße mitten in Hamburg ist ein Angsttunnel. (Foto: Thomas Röbke)

Sicherheit im HVV: Warum dieser Tunnel Fahrgäste kostet

Schlecht beleuchtet, ungepflegt, gemieden: Der Zugang zum U-Bahnhof Steinstraße ist für viele ein Angstraum. Die Stadt Hamburg nimmt dem HVV damit Fahrgäste – und schadet der Verkehrswende. Das sind die Gründe.

2 Antworten auf „Neuer S-Bahnhof an den Elbbrücken soll doch kommen“

Da ist für die U 4 Geld ohne Ende da, nur soll die U Bahn wohl wohl nur zweitrangig Fahrgäste befördern. Unterfährt der bereits fertiggestellte Teil die Innenstadt ohne Halt, will man jetzt bei der Umsteigestation zur S Bahn sparen. Weshalb wird die U 4 eigentlich gebaut, für optimalen ÖPNV offenbar nicht. Es ist doch absurd, statt einer Stadtbahn eine etwa 10 mal so teure U Bahn zu bauen und dann kein Geld für eine Umsteigemöglichkeit zur S Bahn mehr zu haben. Vertagt doch einen einzigen Kreuzungsumbau für die M 5, die ein zukünftiger Senat eh wieder für die Stadtbahn umbaut, und baut mit diesem Geld eine zukunftsorientierte Umsteigestation zwischen S Bahn und U 4.
Oder fordert Hamburg optimale Anbindung an S Bahnen nur dort, wo andere zahlen, wie bei der S Bahn nach Bad Oldesloe.

Die neuen Planungsergebnisse sollen SINNVOLL sein und bequem für die Umsteiger sein. Nur auf das Geld zu schauen bringt nicht viel.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner