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Öffentlicher Nahverkehr ist 80 Prozent teurer als im Jahr 2000

Die Ticketpreise im Öffentlichen Nahverkehr sind seit dem Jahr 2000 um fast 80 Prozent angestiegen – mehr als doppelt so viel wie die Kosten für ein Auto.
Christian Hinkelmann
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 auf der Linie U3 vor der Elbphilharmonie in Hamburg
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 auf der Linie U3 vor der Elbphilharmonie in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

Obwohl Politiker immer wieder den Umstieg vom Auto auf Bahnen und Busse und die beabsichtigte Verkehrswende anpreisen, sieht die Kostenrealität in Deutschland anders aus: Die Fahrpreise im Öffentlichen Nahverkehr steigen nämlich viel schneller und stärker als die Kosten für ein Auto.

Seit dem Jahr 2000 sind die Fahrkartenpreise im ÖPNV um knapp 79 Prozent angestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Der Kauf und Unterhalt von Kraftfahrzeugen verteuerte sich dagegen im selben Zeitraum nur um gut 36 Prozent – hauptsächlich getrieben durch die Benzinpreise, die um fast 50 Prozent anstiegen.

Verbraucherpreise sind nur um 30 Prozent angestiegen

Zum Vergleich: Die allgemeinen Verbraucherpreise in Deutschland sind seit dem Jahr 2000 nur um rund 30 Prozent angestiegen. Die Preisanstiege im Öffentlichen Nahverkehr sind damit fast dreimal so hoch wie die Inflationsrate.

Hamburg plant weitere Preiserhöhungen im ÖPNV

Ein Ende der Preisspirale im Öffentlichen Nahverkehr ist – zumindest in Hamburg – nicht in Sicht. Der Hamburger Verkehrsverbund will seine Fahrpreise zum kommenden Jahreswechsel im Schnitt um 2,1 Prozent anheben. Dieser Wert liegt über der voraussichtlichen Inflationsrate von 1,9 Prozent und wäre die höchste HVV-Preiserhöhung seit vier Jahren (siehe hier).

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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27 Antworten auf „Öffentlicher Nahverkehr ist 80 Prozent teurer als im Jahr 2000“

Jede Bürgerschaft hat in den letzten 12 Jahren immer die vom HVV beantragten Erhöhungen ohne Änderung (z.B. geringere Erhöhung statt 2,1 nur 1% beschlossen), egal wer regiert hat. die jeweilige Opposition hat immer abgelehnt
Tolles Argument für Wahlen : wir haben ja obwohl „sie“ genau wussten „es“ wird beschlossen.
Das das 80% sind ist schon sehr sehr erstaunlich . Das hätte ich nie gedacht.
Was gibt es dagegen zu tun ????
2019 sind Wahlen zur Bezirksversammlung !!!
Ob das was nützt ???
tschüüüs heinrich könig

Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen: Angebotsausweitungen (z. B. Verbunderweiterung, engere Taktung) verursachen zusätzlich Kosten. Inwieweit diese Kosten dem Verbraucher weitergegeben werden ist eine politische Frage.

Meine Meinung: Das Auto muss teurer werden, denn die Kosten, die Autoverkehr verursacht, werden nicht vom Nutzer getragen (zu viele Subventionen, keine Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Kosten). Dazu sind Autos Platzfresser, laut und dreckig. Eine lebenswerte Stadt wäre, wenn es mehr Platz für die Menschen geben würde, es leiser und die Luft besser wäre.

Der HVV-Fahrgastbeirat schreibt im Protokoll der Sitzung vom 27.06.2018 auf Seite 2:
„Das 365 €-Jahresticket in Wien hat keine Nachfragesteigerung gebracht.“
Da hat sich der Beirat wohl nicht richtig informiert.
diepresse.com schreibt in einem Artikel vom 9.10.2015:
„Korrekt ist, dass die Zahl der Jahreskartenbesitzer seit der Verbilligung von 449 auf 365 Euro im Mai 2012 von 373.000 auf 648.227 gestiegen ist.“
Auf http://www.tagesspiegel.de steht in einem Artikel vom 30.6.2018:
„In Wien scheint sich das Billig-Modell aber bewährt zu haben. Mit der Preissenkung schoss die Zahl der „Öffi“-Fahrer in die Höhe. Im ersten Jahr gab es ein Plus von 140.000 neuen Jahreskartenbesitzern. Von 2012 bis heute ist ihre Zahl von 373.000 auf 780.000 gestiegen.“
Am Ende kann man ganz viel über den Preis regulieren.

Die vielbeklagte Überfüllung in S-Bahnen und Bussen ist im Vergleich zu anderen eurpopäischen Großstädten (Paris, London, Madrid) noch sehr moderat, obowhl es hier unstreitig viel zu verbessern gäbe. Überfüllte Buslinien wären durch Straßenbahnen zu ersetzten. und die öffentlichen Investitionsmittel sollten auf die Projekte konzuentrietr werden, die den höchsten Nutzen für den Fahgast haben. Aber in Hamburg ist es genau anders. Riesige Investitonssummen öffentlicher Gelder fließen in verkehrstechnisch und auch für die Kunden nachteilige Großprojekte und für die Erneuerung defekter Glühbirnen am Hauptbahnhof fehlt angeblich schon heute das Geld. Also weitere Preissteigerungen sollten unterbleiben und der Senat darf nicht laufend die Kosten für Extrawünsche (E-Busse) ungeprüft hinnehmen. Ziel muss sein, das Jahrestickelt für EUR 365 für alle!

Ich glaube nicht, dass die wachsende Zahl der ÖPNV-Nutzer etwas mit einem gestiegenen Umweltbewusstsein zu tun hat. Das hat eher damit zu tun, dass immer mehr Menschen nach Hamburg ziehen. Somit steigt automatisch die Zahl derer, die mit Bus und Bahn fahren.
Und dass, wie oft behauptet wird, die Busse und Bahnen an ihrer Kapazitätsgrenze sind, glaube ich auch nicht. Ich fahre seit 20 Jahren mit den Öffentlichen zur Arbeit. Klar gibt es Strecken und Zeiten, wo es ziemlich voll ist. Aber wir wohnen in einer Großstadt mit 1.8 Millionen Menschen. Was erwarten wir, wenn wir in den nächsten Bus oder in die nächste S-Bahn steigen? Einen Sitzplatz zu jeder Zeit? Freie Platzwahl immer und überall? Das kann nicht funktionieren.

Michael Kahnt
„Freie Platzwahl immer und überall“

Kann schon funktionieren, im Auto, und wenn dann noch ein Parkplatz in der Innenstadt vorhanden ist.

Die Busse und Bahnen sind oft voll. Der Preis ist also ok. Und noch vollere Busse und Bahnen kann doch niemand wollen. Dagegen gibt es nur ein Mittel – die Preise erhöhen. Denn die Ausweitung der Kapazität dürfte bei den bisher in Hamburg üblichen Planungszeiten wohl kaum zeitnah erfolgen.

Mobilität, Bahnnutzer.

Wartezimmer in Arztpraxen sind ebenfalls sehr voll. Es gibt Aufnahmestopps gar (davon ausgenommen sind seltsamerweise häufig Privatversicherte – warum nur…?)

Sollen die Ärzte auch noch mehr Honorar bekommen?

Wohnungen sind auch praktisch alle bewohnt und voll bzw. zu klein für Familien.

Sollen die Wohnungen also auch noch mehr kosten bzw Mieten bekommen?

Das Ziel ist, den Kostendeckungsgrad auf 100 und mehr (= Gewinn!) zu bringen. BWL-mäßig betrachtet.
Aber diese Sichtweise ist weder sozial noch wird sie der Komplexität des Themas (urbanes Mobiltätskonzept) ausreichend gerecht.
Sind ja meistens auch nicht die intelligentesten Menschen, solche BWL’er- vor allem auch solche aus Lokstedt.

An anderer Stelle auf dieser Seite geht es um Parkplätze; jedes Auto verbraucht parkend 10m².
Wären ca. 80€/Monat. Kalt versteht sich.
Erheben?

Ich überlege bereits, meine Proficard zurück zu geben. Kosten und Nutzen stehen für mich langsam nicht mehr im Verhältnis. Vor allem wenn man die versteckte Preiserhöhung ab Januar betrachtet.

Ich weiß nicht was die vorhandene ProfiCard kostet, aber daß an Wochenenden und Feiertagen ein Erwachsener und drei Kinder unter 15 Jahren mitfahren dürfen – im GESAMTBEREICH – ist bekannt? Da kann man doch gelegentlich den einen oder anderen Euro sparen. Das ist, meiner Meinung nach, ein nicht zu vernachlässigender Nutzen.

Für Menschen, die in Hamburg wohnen und ihren Alltag in Hamburg bestreiten, ist dies sicherlich ein Vorteil und lohnenswert.

Meine Situation ist folgende: Wohnhaft im Speckgürtel, demnach bräuchte ich für den Arbeitsweg eine ProfiCard für den Gesamtbereich, die bei mir in der Firma knappe 130 € pro Monat kostet.

Wenn ich mit dem Zug nach Hamburg reinfahre oder die S-Bahn benutze (und es nicht der Arbeitsweg ist), habe ich in 80 % der Fälle ein in ein Fußball- oder Konzertticket integriertes HVV-Ticket, in weiteren 10 % der Fälle sind es Fahrten zum Zwecke der Fortbildung, deren kosten ich von der Firma rückerstattet bekomme. Bleiben also noch 10 % der Fahrten, bei denen ich tatsächlich den Vorteil der ProfiCard außerhalb meines Arbeitsweges genießen würde. Wir reden hier von maximal drei, vier Fahrten/Jahr (!), bei denen ich die ProfiCard privat nutzen würde. Und dafür sind über 1500 €/Jahr deutlich zu teuer.

Dazu kommt, dass ich wirklich null Zeitersparnis auf dem Arbeitsweg hätte, im Vergleich zum PKW. Durch Verspätungen und Ausfälle bei der S-Bahn und dem metronom bin ich deutlich zuverlässiger bei der Arbeit oder zu Hause.
Bevor ich mit dem Auto zur Arbeit gefahren bin, hatte ich 12.000km/Jahr auf der Uhr. Nun sind es 18.000, obwohl mein Arbeitsweg hin und zurück knappe 60 km (ca. 13.000 km/Jahr) beträgt.
Das ist den Synergieeffekten zu verdanken, die ich durch die Nutzung des PKW habe (Einkaufen auf dem Nachhauseweg, spontane Treffen, zum Sport auf dem Nachhauseweg etc.).

Ich würde liebend gerne mit einem zuverlässigen, nicht aus allen Nähten platzenden ÖPNV zur Arbeit fahren. Unter diesen Umständen, wie sie momentan in HH vorherrschen, fahre ich jedoch gerne Auto, insbesondere da ich drei, vier Wege und damit Alternativen habe, um nach Hause zu kommen. Auf der Schiene muss nur einmal was schief gehen, auch wenn es am anderen Ende der Stadt ist, und schon muss ich mich wieder in übervolle, nicht organisierte Ersatzverkehrbusse zwängen.

Josef
Nicht verstanden?

Das hat Jan ja gerade beschrieben:
„Dazu kommt, dass ich wirklich null Zeitersparnis auf dem Arbeitsweg hätte, im Vergleich zum PKW. Durch Verspätungen und Ausfälle bei der S-Bahn und dem metronom bin ich deutlich zuverlässiger bei der Arbeit oder zu Hause.“

Sicherlich wird auch mal bei ihm ein Stau vorhanden sein, aber siehe oben er ist
DEUTLICH zuverlässiger mit dem Auto und hat immer einen gemütlichen Sitzplatz, dazu noch genügend Stauraum, was will man mehr.
Also bitte nochmals Artikel von Jan durchlesen.

Das Problem ist, dass diejeingen Politiker, die über die Preise entscheiden, wahrscheinlich niemals selber mit Öffies fahren.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der bisherige Senator jemals selber in einen Linienbus eingestiegen ist und den Fahrpreis bezahlt hat.

Der Senator hat vermutlich vorbildlich ein Abo für den international sehr günstigen Nahverkehr in Hamburg. Angesichts proppevoller, überlasteter Bahnen sowie die Begehrtheit von Premiumbuslinien wie dem 5er dürfte es an Kaufkraft nicht mangeln. Alleine von 2000 auf 2010 haben sich die Einkommen für Paar von 2770 auf 4110 Euro erhöht. Bei Alleinerziehenden von 1590 auf 2140 (http://www.mopo.de/4084020). Nach 2010 liegen leider nur bundesweite Zahlen vor, aber man sollte sie auch nicht außer Acht lassen. 2011 alleine lagen sie bei fast 5% und bis einschließlich 2017 nie unter 3%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75731/umfrage/entwicklung-der-bruttoloehne-in-deutschland/

Da sollte man nicht knausern. Höhere Preise jetzt! Für weniger Überfüllung und mehr Angebote!

Entscheidend dafür, dass die Mobilität weg vom MIV hin zum Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖV) gelangt, ist, dass die Alternativen zum privaten Kfz attraktiver sind, möglichst auch finanziell. Das ist kein Selbstläufer, denn viele Haushalte hängen an ihrem privaten Kfz und blockieren damit, für alle bessere Entwicklungen (Radwege statt Parkstreifen; Busspuren statt Kfz-Spuren, usw.). Daher ist nicht nur wichtig, dass das Angebot besser wird, sondern auch, dass der Preis einer ÖV-Fahrt (gerne auch mit Parkgebühren und/oder Maut) im Vergleich zur privaten Kfz-Fahrt (bei Besitz!) wenig teurer oder sogar günstiger ist. Leider ist die Hamburger Politik weit davon entfernt, Parken und/oder Fahren (Maut!) teurer zu machen. Daher bleibt nur der Weg ÖV günstiger zu gestalten, um preislich attraktiv zu bleiben.

„Bei mir stiegen z. B. die Netto-Ruhestandsbezüge von April 2003 bis August 2018, also über gut 15 Jahre, um lediglich 10,3%“

Ich verstehe nicht, was Sie haben. Vorteil Senioren: Der HVV ist bei Rentner-Karten 2019 nur 168 % teurer als Wien (Wien: 235 Euro/Jahr, HVV: 630 Euro/Jahr).
Damit sparen Rentner im HVV richtig. Denn das normale HVV-Abo ist sogar nur 171 % teurer als Wien – in Hamburg kostet es nur 1.074 Euro pro Jahr, während die Wiener richtig in die Tasche greifen müssen: Die Jahreskarte der Wiener Linien kostet satte 396 Euro. Zahlt man die Jahreskarte in einer Summe zu Beginn, sind es in Wien sogar 365 Euro!

Viele Wiener Pensionisten sind übrigens sauer: Ihnen ist klar, dass das Preis-Leistungs-Verhältnisses des Hochleistungs-Hochqualitäts-Verkehrsverbunds (HQHLVV) HVV um Lichtjahre besser ist. Das sieht man auch daran, dass nirgendwo in Wien aktuell Baustellen für den barrierefreien Ausbau von U-Bahn-Haltestellen laufen. Auch das Ziel, bereits im Jahr 2025 die letzte Haltestelle barrierefrei zu eröffnen, verfehlen die Wiener Linien bei weitem. Diese Freude über frisch geliftete Haltestellen können die Wiener nicht mehr erleben. Stattdessen müssen die Rentner an der Donau mit langweiligen, schon jahrelang laufenden Fahrstühlen auf die Bahnsteige fahren, die erst im letzten Jahrhundert alle ausgebaut sein werden.

Übrigens: Der HVV hat den Preis für sein HVV-Seniorenabo seit 2003 nur um 47 % erhöht. Hingegen stieg der Preis der DAX-Aktien in der gleichen Zeit um über 300 %. Der HVV zeigt damit klar Flagge für sozialverträgliche Angebote gerade für Senioren.

wgr22453
Ich gebe Ihnen in allem Recht, außer beim Experten aus Lokstedt,
er gibt nur fundierte Artikel ab, ich habe große Hochachtung vor ihm,
besonders wenn er über die Rumpelbahn schreibt die genauso rumpelt wie die neue S-Bahn.
Aber vielleicht meint er in Wirklichkeit mit der Rumpelbahn den Bus, wie der hoppelt und rumpelt, ein Bus eben.

Und selbst wenn… Er kann es sich leisten.
Aber andererseits frage ich mich, ob nicht auf sehr hohem Niveau gejammert wird. Denn der die Zahl der ÖPNV-Nutzer wächst stetig. Sind das nur Personen, die die Umwelt schützen/schonen wollen? Oder ist da auch der eine oder andere bei, dem das liebe Auto dann doch zu teuer ist? Entgegen der im Beitrag aufgestellten These?

Nachtfahrer
Viele Firmen bieten eine Proficard an wo der Arbeitnehmer sogar manchmal fast nichts bezahlen muss, bieten aber keine Parkplätze an.
Das heißt, man wird mehr oder weniger dazu gezwungen den ÖPNV zu benutzen,
dazu gibt es viele unterbezahlte Jobs wo ein Auto was man noch unterhalten müsste recht teuer ist,
aber sobald genügend Geld vorhanden ist wird ein Auto gekauft.

Der Wirtschaftsraum Hamburg wächst,
hat immer mehr Einwohner und Arbeitsplätze.
Da ist es nicht verwunderlich,
wenn auch der ÖV jährlich neue „Rekorde“ melden kann.
Genauso wächst aber auch der Autoverkehr.
Der Modal Split in Prozent,
also die Wahl des Verkehrsmittels,
bleibt praktisch gleich.

In diese Zeit fällt die Finanz- und Bankenkrise. Die öffentliche Hand rettet zockende Banken (und indirekt damit eine funktionierende Wirtschaft) und versucht gleichzeitig den Kostendeckungsgrad des ÖPNVs zu erhöhen.

Hans Streck

In Island hat die öffentliche Hand/Steuerzahler die Banken nicht gerettet.
Die Regierung wollte/musste aufgrund des Druckes der Weltbank/IWF bezahlen, nur die Bürger (sind eben irgendwie noch Wikinger) haben die Regierung zum Rücktritt gezwungen (Neuwahlen), und dann eben nicht alles zurückgezahlt.
Laut Weltbank/IWF wurde eine Jahrzehnte lange Armut vorausgesagt wenn sie die Schulden nicht begleichen, die Währung ist glaube auch um 50/60% eingebrochen.
Aber im Gegensatz zu Griechenland, wo tatsächlich eine Jahrzehnte lange Armut für die normalen Bürger herrscht, geht es den Isländern schon „fast“ besser als vorher.

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