Selbstfahrender Hochbahn-Bus: Erste Testphase ist abgeschlossen

Der neue selbstfahrende Bus der Hochbahn hat seine erste Testphase in der HafenCity abgeschlossen. So sind die Versuchsfahrten verlaufen und so geht es jetzt weiter.
Von Christian Hinkelmann
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Ein selbstfahrender Bus der Hochbahn und ein Wagen des Fahrdienstes Moia
Foto: Christian Hinkelmann

Das Versuchsprojekt mit einem kleinen selbstfahrenden Bus in der Hamburger HafenCity hat seinen ersten Meilenstein erreicht: Nach einem Monat Probebetrieb auf einem 700 Meter langen Rundkurs im öffentlichen Straßenverkehr (Am Dalmannkai, Großen Grasbrook, Am Sandtorkai, Am Sandtorpark) ist die erste Versuchsphase jetzt abgeschlossen.

Laut Hochbahn sind die Testfahrten für das Projekt HEAT insgesamt erfolgreich verlaufen. Demnach wurde auf der Strecke hauptsächlich getestet, wie das fünf Meter lange und knapp drei Tonnen schwere Fahrzeug auf Hindernisse reagiert und wie sich die Sensoren an der Strecke im Zusammenspiel mit dem Fahrzeug im Dauerbetrieb verhalten.

“Unsere Partner haben unter Realbedingungen viele Anwendungsfälle erfasst, die jetzt ausgewertet werden, um entsprechende Ableitungen für die kommenden Testphasen zu treffen”, so Hochbahn-Projektleiterin Natalie Rodriguez.

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12 Antworten auf „Selbstfahrender Hochbahn-Bus: Erste Testphase ist abgeschlossen“

Guter Bericht und schöne Fotos vom Beginn einer neuen Ära! Sobald die neuen Fahrdienste (Uber, Waymo, MOIA) in ein paar Jahren Robo-Taxis einsetzen, wird Mobilität viel billiger und deutlich zunehmen. Ein Gutachten schlägt jetzt vor, dass man dann die Straßenbahntrassen für solche Fahrzeuge frei machen solle.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/oeffentlicher-nahverkehr-autonomes-fahren-1.4593416

Gut dass Hamburg sowas nicht mehr eingeführt hat. Das hält diese revolution noch ein paar Jahre vom Jungfernstieg fern. Wie sagte Sascha Lobo doch kürzlich: “Das größte Vermögen der Deutschen ist das Beharrungsvermögen.”

Es ist erfreulich, wenn immer mehr Menschen einsehen, dass Rumpelbahnen unser Grundbedürfnis nach Mobilität mehr beschädigen als sie irgendwo irgendwem nutzen. Der Kampf mag in Hamburg gewonnen sein, aber dieser Krieg hat noch sehr viele Schlachten vor sich. Packen wir es gemeinsam an!

Das erledigt sich ganz schnell, wenn die Klimaschützer begreifen, dass vor dem Kipppunkt nicht mehr viele Schienen verlegt werden können. Da Trump und Bolsonaro das Abholz-Tempo in den Regenwäldern gerade beschleunigen, muss Deutschland nun noch viel schneller die Welt retten. Wenn das autonome E-Auto spätestens 2023 in USA stabil fährt, könnte in Deutschland der Frust über die langsame Verkehrswende schon so groß sein, dass autonome E-Autos begeisterter gefeiert werden als eine Rückkehr des HSV in die 1.Liga.

Ich lass mich mal wieder triggern. Nichts für ungut, aber bei “…muss Deutschland nun noch viel schneller die Welt retten”, muss ich doch glatt an ´Damals´ denken. Eigentlich gut beschrieben. Mit diesem Anspruch wollten die Großväter auch schon die Welt bereichern.

Da freue ich mich eher auf die Hamburger Realität. Schön Cruisedays (Drei Tage, zwölf (!) Schiffe und ein Buntes Programm) natürlich blau beleuchtet, mit einer halben Million Besuchern zelebrieren. Da kommen dann die ganzen Auswärtigen z.B. VW Mitarbeiter aus SZ, WF und WOB.
Wenn die nicht begeistert, geblendet gen HH fahren würden und dort in Hotels, Restaurants, Musicals, beim Shopping, bei Konzerten, in der Elbphilharmonie, übrigens auch beim HSV, auf der Reeperbahn, auf E-Scootern und Leihrädern, den unzähligen ´Events´ und eben auch zum ´Kreuzfahren´nicht immer und immer wieder dort ihre ganze Kohle in Umlauf bringen, die sie durch böses Autos zusammenzimmern erlangt haben, würden wohl in Hamburg auch auf dem Arbeitsmarkt deutlich ruhigere Zeiten anbrechen. Und so wäre es wohl auch im Bereich dieser Nahverkehrsinnovation. Fahren sicher gerade auch viele auswärtige Tagestouristen und Cruisdaysbesucher for fun mit diesem Bus durch die Hafencity.
Aber wenn letztendlich kein Geld mehr fließt, stört es jedoch die Weltenretter kaum. Das Geld mit dem sie agieren, kommt sowieso immer von den anderen. Rezept Grünes Souffle. Eben ganz nach Bertolt Brecht: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

Kurz überlegen bzgl. der zeitlichen Abfolge: hatten Auswärtige und Touristen erst einen Hafengeburtstag und den anderen Gedönskram gefordert oder kam die Stadt Hamburg auf die glorreiche Idee ihre gesamte Existenz dem Tourismus zu verschreiben? Von lustig Waren und Müll durch die Welt karren kann man ja nicht alleine leben. Und sinnlose Verwaltungsexistenzen (Hamburg ist voll von theoriegeträngten Schlippsträgern in Bürokomplexen), die der Menschheit außer Ärger irgendwelchen lebenswerten Vorteil bringen würden, stellen auch nicht gerade ein unverzichtbares Merkmal dar.

Doch man kann Hoffnung haben. Die Autobauer oder Industriearbeiter werden dank der grünen Weltenretter bald keine Kapazitäten aufweisen können und sind bis dahin immer mehr angefressen, dass man in der durch Eigenwerbung gepushten´schönsten Stadt der Welt´ mittlerweile immer mehr angeranzt wird. Wenn man sich umhört, suchen sich immer mehr eben andere schöne Ziele für Tagesausflüge. Dann ist auch genug Platz für Straßenblockaden. Die ganzen Dinge des täglichen Hamburger Lebens wachsen ja halt in den Regalen und werden vor Ort in den Stadtteilen hergestellt. Eine Verkehrswende wird ohne eine Umstellung des Lebens und v.a. des finanziellem Wirtschaften wohl eine Fantasie bleiben.

Doch solange Klimaretter sich via One und damit durch die Hintertür ohne Skrupel von Open Society Foundation, Open Society Policy Center, Bank of America etc. etc. (immer schön die Finanzberichte studieren) von den Strukturen des Großkapitals (denen mit Verlaub die Rettung der Welt am allerwertesten vorbei geht und die sich allein für Macht jeglicher Art interessieren und einzig ihrer Agenda, von der niemand etwas wissen muss, denn ´ihr´Geld haben sie ja schon alles) schön durchfüttern lassen, werden deren Ziele umgesetzt und nicht die der Menschen oder der Natur. Ein HSV in der 1. Liga ist ja auch nicht gerade wirklich gut für das Klima.

Übrigens was über Trump und Bolsonaro in der Filterblase Deutschland bekannt ist, halte ich nicht allein für belastbar. Allein die oberflächlich vergleichende Sicht auf weltweit bekannte Medien oder nur Wikipedia (und das ist wirklich schon sehr ´bearbeitet´) in seinen jeweiligen Sprachbereichen, lässt einen eklatanten Informationsmangel in Deutschland erkennen. Von Quellen die als durchaus belastbar, offiziell und wirklich ursprünglich sind, schreib ich mal lieber nichts. Wie man mit Scheuklappen (meine Meinung über die deutsche Medien- und Meinungslandschaft) umfangreich sehen kann, erschließt sich mir nicht. Nur weil ein Gebilde auf den ersten Blick in sich schlüssig und einheitlich zu sein scheint, muss es nicht die Realität wiederspiegeln. Warum muss ich wieder an die deutschen Großväter denken?

War mal wieder nur der Versuch den Irrsinn zu überspitzen.
So nun hab ich aus getriggert und auch mein Geschreibsel beigetragen.

Ja, ja, mit Gutachten ist das ja bekanntlich so eine Sache. Wer sie macht und wer sie beauftragt.

P.s. Ich finde die autonomen Autos sollten dann in U Bahn Schächten fahren, sie werden dann ja wohl auch nicht mehr gebraucht…..

Wieviele Robo Taxis werden wohl gebraucht um die vielleicht 200 Fahrgäste einer großen Straßenbahn oder gar U-Bahn zu transporetieren – und das im 5 min Takt? Ich glaube das sind zwei Paar Schuhe. Der Massenverkehr wir weiterhin schienengebundene Trassen benötigen. Für die individuelle Feinverteilung sind Roboter Fahrzeuge eine spannende Perspektive!

Interessant was heutzutage so als ‘selbstfahrend’ bezeichnet wird. Um es mal klar zu stellen, keines dieses Systeme – ob Hochbahn, BVG, K.Wusterhausen oder B.Birnbach kommt ohne Fahrer aus die erstems eingreifen müssen (je nach System selten bis häufig). Und die vor allem durchgängig ununterbrochen den Verkehr müssen beobachten müssen – halt genau wie jeder normale Fahrer.

Bei Uber, Waymo, Google und Amazon ist das übrigens genauso. Ohne Fahrer geht nichts, und es ist überhaupt nicht abzusehen dass das jemals anders sein wird. Und ohne echt fahrerlose Auto wird es keine billigen Robottaxen geben.

PS http://www.christianwolmar.co.uk ist zu diesem Thema sehr lesenswert.

Ich habe das Gutachten gelesen. Die Frage ist nach welchen Kriterien Sie die Kostenberechnung durchgeführt haben. Die Kapazität der Robocabs ist nicht die einer Strassenbahn oder gar U-Bahn oder S-Bahn. In Potsdam wird bereits eine faherlose Tram erprobt. Zumal man etliche Robocabs braucht, um die Kapazität einer Strassenbahn zu befördern. Der Flächenbedarf um solche Cabs voorzuhalten ist im Verhältnis größer als bei einer Strassenbahn. Die Politik sollte mal den Flächenverbrauch/bedarf in ein Ökosteuerkonzept miteinbeziehen.

Wo fahren die meist leeren MOIAs rum? In der Innenstadt und den hippen Szenevierteln!
Wo stehen (bzw. liegen – gestern z.B. an U St. Pauli) diese Roller rum? In der Innenstadt und den hippen Szenevierteln!
Wo gibt es die Masse der Stadtradstationen? In der Innenstadt und den hippen Szenevierteln!
Wo fährt dieser komische Bus rum? In der HafenCity!

Nur nicht dort, wo sie eventuell gebraucht würden. Nicht in den äußeren, schienenseitig schlecht erschlossenen Gebieten und erst recht nicht bei uns in Tonndorf et al.
Abgesehen davon, dass diese “Gefährte” wirklich nur als “last-mile-Zubringer” zu schienengebundenen Massenverkehrsmitteln taugen.

Das Einzige dieser Art, bei dem ich einen sinnvollen Ansatz sehe, ist IOKI als Zubringer des Osdorfer Borns zur S3/S21. Aber eben genau am anderen Ende der Stadt.

Ich fordere hiermit einen “Schnellpendel” im 5-Minuten-Takt vom “Bahnhof” Tonndorf, wo sowieso kaum Bahnen fahren, nach U Farmsen! 😉

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