Stadtbahnbefürworter machen mobil

Bürger stehen auf: Wenige Wochen nach den Stadtbahn-Gegnern planen auch die Befürworter eine Volksinitiative. Zur Zeit wird in der Senatskanzlei ein entsprechender Antrag des Trägervereins „Stadtbahn JA“ geprüft.
Von Christian Hinkelmann
Visualisierung: Eine moderne Stadtbahn der Hochbahn in Bramfeld in Hamburg
Visualisierung: Eine moderne Stadtbahn der Hochbahn in Bramfeld in Hamburg
Foto: Hochbahn

Die Befürworter der Stadtbahn machen mobil. Die Vorbereitungen für eine Volksinitiative laufen auch Hochtouren. Noch vor Weihnachten soll die Unterschriftensammlung beginnen – zuerst in Bramfeld, Steilshoop, Winterhude und Eimsbüttel. Direkt danach sollen alle weiteren Stadtteile folgen.

Ziel der Initiative ist eine gründliche Versachlichung der Stadtbahn-Debatte mit belastbaren Argumenten. Dabei steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie die absehbaren Verkehrsprobleme in Hamburg effektiv und kostengünstig gelöst werden können. Denn die Fahrgastzahlen steigen ständig. Auf diversen Metrobuslinien sind die Kapazitätsgrenzen heute schon erreicht. Das Stadtbahnnetz ist die Lösung.

„Stadtbahn jetzt oder nie“, sagt Harry Schaub, Erster Vorsitzender der Initiative. „Dafür gehen wir notfalls auch auf die Straße.“ Der Leiter der Bramfelder Stadtteilkonferenz warnt die Politik: „Parteien, die sich gegen die Stadtbahn aussprechen, bekommen bei uns kein Bein mehr an die Erde. Denn alle Fakten sprechen für das Projekt. Wir haben lange genug gewartet!“ Langfristig gehe es der Initiative aber nicht nur um die Stadtbahn, sondern um eine nachhaltige Verbesserung des gesamten Nahverkehrs in Hamburg.

Die Gründungsmitglieder der Volksinitiative sind vor allem Kaufleute, Anwohner und Idealisten aus Bramfeld, Steilshoop, Winterhude und Eimsbüttel. Die notwendigen Unterschriftenlisten wird es rechtzeitig auf einer speziellen Website zum Ausdrucken geben.

Update:

Laut einer Leser-Umfrage des Hamburger Abendblatts (27.11.2010) haben 55% für den Bau der Stadtbahn gestimmt. 45% halten die Stadtbahn dagegen für sinnlos.

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Hamburger Abendblatt …

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