U-Bahn bekommt neue Betriebswerkstatt in Billstedt

Wegen der steigenden Fahrgastzahlen baut die Hochbahn ihre Infrastruktur aus. In Billstedt soll ab dem kommenden Jahr eine neue U-Bahn-Werkstatt errichtet werden. Hintergrund ist, dass die U-Bahn-Flotte in den nächsten 15 Jahren um 30 Züge auf insgesamt 260 Fahrzeuge vergrößert werden soll – zu viel für die bestehenden Werkstätten.
Von Christian Hinkelmann
Visualisierung: Die geplante U-Bahn-Werkstatt in Billstedt
Visualisierung: Die geplante U-Bahn-Werkstatt in Billstedt
Foto: Hochbahn

Die Hochbahn baut einen neuen Wartungsstützpunkt an den U-Bahnlinien U2 und U4. In Billstedt soll ab dem kommenden Jahr eine neue Werkstatt für die Züge der beiden Linien entstehen. Damit will die Hochbahn in Zukunft Leerfahrten zur bislang zuständigen Werkstatt in Farmsen an der U1 deutlich reduzieren. Die Werkstatt in Farmsen soll künftig nur noch für die Linien U1 und U3 zuständig sein.

Ein weiterer Grund für den Neubau sind die steigenden Fahrgastzahlen im HVV. Die Hochbahn will deswegen ihre U-Bahn-Flotte in den nächsten 15 Jahren von derzeit 230 auf 260 Fahrzeuge vergrößern. Dafür reichen die Kapazitäten in den bisherigen Werkstätten nicht aus.

Der neue U-Bahn-Stützpunkt soll zwischen den Haltestellen Legienstraße und Billstedt gebaut werden. Dort wird seit Eröffnung der Strecke im Jahr 1967 eine große Fläche zwischen den Bahngleisen für ein Bahnbetriebswerk bereitgehalten, welches bislang nie gebaut wurde.

Die 135 Meter lange und 34 Meter breite Halle soll vier Bahngleise umfassen und mit einem Dach begrünt werden. Außerdem will die Hochbahn auf dem Gelände auch eine 135 Meter lange Waschanlage für U-Bahnzüge bauen.

In der neuen Betriebswerkstatt kann laut Hochbahn parallel an vier Vollzügen gearbeitet werden. Jeden Tag sollen so bis zu 28 Züge gewartet werden.

Die Bauarbeiten sollen laut Hochbahn Anfang kommenden Jahres beginnen, Ende 2018 soll die neue Werksta…

Auch interessant

ARGO AI-Deutschlandchef Dr. Reinhard Stolle, Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren bei der Nutzfahrzeugsparte von VW und Moia-Chef Robert Henrich (v.l.n.r.)

In diesen Stadtteilen will Moia künftig autonom fahren

Der Fahrdienst Moia will noch in diesem Jahr mit den Vorbereitung für einen fahrerlosen Betrieb starten. Dazu hat sich die VW-Tochter ein ambitioniertes Testgebiet ausgesucht. Mit welchen Herausforderungen Verkehrssenator Tjarks rechnet und was mit dem bisherigen Moia-Dienst passiert.

Neue Mobilität: Zwei E-Scooter-Fahrer stehen an einer Ampel in Hamburg-EImsbüttel. Im Hintergrund ein Bus des Ridesharing-Anbieters Moia

Bundestagswahl: Diese Verkehrswende-Versprechen machen die Parteien

Autonomes Fahren, Mobility-Hubs, Sharing-Portale, Ladesäulen-Infrastruktur, digital vernetzte Mobilitätsangebote – was versprechen die großen Parteien zur Bundestagswahl konkret im Bereich der neuen Mobilität? Wir haben die einzelnen Wahlprogramme analysiert.

3 Antworten auf „U-Bahn bekommt neue Betriebswerkstatt in Billstedt“

”parallel zur Linienverlängerung der U4 zu den Elbbrücken”
Ich würde auch zur späteren Zeit auch die Verlängerung bis in die Horner Geest die voraussichtlich im Jahr 2024 in Betrieb genommen werden soll auch zu nennen.

Und welche Werkstatt soll die zukünftige U5 mitbenutzen? Bestimmt wird im Gleisdreieck zwischen der U-Bahnstation ”Sengelmannstraße” und der S1 Linie eine zusätzliche Werkstatt neben dem Busbetriebshof gebaut werden. Dies schrieb NahverkehrHamburg schon bereits zum Thema.

Ich vermute, dass dafür der Bereich östlich der Brücke Legienstraße vorgesehen ist?

Vielleicht sollte man die Stadt Hamburg mit ins Boot holen und die neuen Werstätten nicht nur mit einem Gründach versehen, sondern gleich den ganzen Bereich mit einem Deckel versehen, auf dem dann eine Grünanlage entstehen könnte. Oder Wohnraum!

Ein Deckel für diesen Bereich wäre auch interessant.

1. Würden die Linien nicht mehr Billstedt durchschneiden.
2. Könnte auf dem Deckel neuer Wohnraum entstehen, da der Grünbereich zwischen den Gleisen keinen Vorteil bringt und für niemanden Nutzbar ist und eher Verschwendung von optimaler Freifläche ist.
3. Wäre der neue Wohnraum gleich an 2 Stationen angebunden (Billstedt, Legienstraße).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.