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Verkehrswende: Neuer S-Bahnhof für Altona?

Neue Haltestelle würde Fußwege drastisch verkürzen. Die angedachte Bauform wäre für Hamburger Verhältnisse einmalig. Doch die Station hätte mehrere Haken für die Fahrgäste. So sehen die Pläne im Detail aus, so hoch sind die Realisierungschancen und dann könnte der Bau frühestens starten.
Christian Hinkelmann
Noch fahren zwar Züge durch das Neubauviertel Neue Mitte Altona - aber einen direkten Bahnanschluss gibt es bislang nicht.
Noch fahren zwar Züge durch das Neubauviertel Neue Mitte Altona - aber einen direkten Bahnanschluss gibt es bislang nicht.
Foto: Christian Hinkelmann

Sie ist das zweitgrößte Städtebauprojekt in Hamburg nach der HafenCity: die Neue Mitte Altona. Ein riesiges Neubaugebiet, das seit 2015 auf dem ehemaligen Bahnareal im Herzen Altonas entsteht. Gut 1.600 Wohnungen sind schon gebaut, rund 3.500 Menschen leben dort bereits. Nach dem Wegzug des Fernbahnhofs Altona soll sich die Zahl der Wohnungen mehr als verdoppeln.

Verkehrspolitisch ist es ein Vorzeigeviertel: autoarm, wenig Parkplätze, viel Carsharing und Platz für Fahrräder. Und trotzdem hat die Neue Mitte Altona ein Mobilitätsproblem. Die Siedlung liegt gewissermaßen in einem riesigen Bahn-Loch. Vom zentralen Quartierspark bis zur nächstgelegenen S-Bahn-Station ist ein Fußmarsch von mindestens einem Kilometer nötig (1,2 Km bis zum Bahnhof Altona, 1,2 Km zum Bahnhof Diebsteich, 1,4 Km zum Bahnhof Ottensen und 1 Km bis zum Bahnhof Holstenstraße). Für ein Wohngebiet im Herzen Hamburgs sind das ungewöhnlich lange Wege. Und auch die Busanbindung ist keine gute Werbung für die Verkehrswende: Nur eine Linie fährt im 20-Minuten-Takt durch die Neue Mitte Altona (113). Lediglich frühmorgens fährt sie etwas öfter.

Doch es ist Besserung in Sicht. Ziemlich unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit plant die Stadt Hamburg seit einiger Zeit ganz konkret einen zusätzlichen S-Bahn-Halt direkt neben dem Neubauviertel, mit dem sich die Fußwege mit einem Schlag auf nur noch rund 300 Meter verkürzen würden. Und schon jetzt ist absehbar: Die Bauform der neuen Haltestelle wäre in Hamburg einzigartig ungewöhnlich. Damit würde im Herzen der Stadt eine Art Bahn-Exot entstehen.

Allerdings hätte die neue Haltestelle für die Fahrgäste in dem Viertel gleich mehrere Haken. Viele Ziele im S-Bahn-Netz wären von dort aus nur mit Umstiegen erreichbar.

Lesen Sie hier, wie die aktuellen Pläne im Detail aussehen, wo die neue Haltestelle genau liegen soll, was den Bahnhof so ungewöhnlich macht, wann er frühestens gebaut werden könnte und welche Ziele trotz seiner zentralen Lage nur mit Umwegen erreichbar wären – vor allem ein zentraler Ort.

Hier soll der neue S-Bahnhof Mitte Altona liegen

Die Idee, auf der Strecke zwischen dem Bahnhof Altona und Holstenstraße noch einen weiteren Zwischenhalt einzufügen, ist schon mehr als 100 Jahre alt. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es schon einen ersten konkreten Versuch. Damals wurde südlich der Stresemannstraße bereits ein kleines Empfangsgebäude an den Gleisen für einen zukünftigen Bahnhalt gebaut, der wohl „Kreuzweg“ heißen sollte. Doch eröffnet wurde die Station nie und irgendwann wurde das Gebäude wieder abgerissen (Einzelheiten dazu gibt es hier).

Für das Neubaugebiet Neue Mitte Altona plant die Stadt jetzt einen neuen Anlauf und macht sich dabei die Planungen für den Verbindungsbahnentlastungstunnel zunutze, die vom Bund angeschoben wurden und die dafür sorgen sollen, die heutige S-B…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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13 Antworten auf „Verkehrswende: Neuer S-Bahnhof für Altona?“

Warum wird hier häufig derart emotionsgeladen kommentiert?!

Mal ein paar Fakten zur Entspannung:
1. Im Umkreis von jeweils gut einem Kilometer gibt es heute bereits vier S-Bahnhöfe. Wer sonst kann das von seinem Wohnviertel behaupten?
2. Der neue S-Bahnhof hätte eine Randlage zum Viertel und wäre somit nur noch rund 500 Meter vom S-Bahnhof Ottensen entfernt.
3. Und wenn der neue S-Bahnhof dennoch käme, warum wäre ein Umsteigen bahnsteiggleich in Altona ein Problem? Niemand erhebt den Anspruch, umsteigefrei seine Ziele zu erreichen.
4. Das wahrscheinlich größte Problem ist im Artikel nur am Rande erwähnt worden: das starke Gefälle. Da dürften sich die Bahnsteige schnell als Skatingbahn etablieren – und das „S“ bekäme eine neue Bedeutung. 🙂

Jetzt engagiere ich mich mal für Altona. (Was andersrum auch mal schön wäre.)

Wieso sollte das die einzige mögliche Lösung sein, dass die Haltestelle nur am Schenkel Holstenstraße – Altona alt angelegt werden kann? Das kann ich mir nicht vorstellen. Zumindest der Schenkel Altona alt – Altona neu sollte auch für eine Haltestelle möglich sein, bei leichter Verschiebung der geplanten Position. Dann könnten nicht nur die S2, sondern auch S3 und S4 mitbedient werden. Was dann schon einen hamburgwürdigen Takt und verschiedene Fahrtrichtungen ohne Umstieg ergäbe.
Die S6 nach Osdorfer Born sollte sowieso in dieser inzwischen einzig möglich gewordenen Version beerdigt werden, sondern stattdessen die U5 über Arenen hinaus dorthin verlängert werden. Das „hochsensible“ DESY und die dortige Park- und Kleingartenlandschaft kann ja durch ein hochwertiges Bussysten erschlossenen werden. Damit wäre auch die komplizierte Verknüpfung vom Tisch, die auch nur eine Fahrtrichtung zugelassen hätte.

Übrigens hatte ich hier vor langer Zeit auch mal einen „Dreiecksbahnhof“ vorgeschlagen, bei dem unter Heranziehen aller drei Schenkel, auch die Verbindung Holstenstraße – Altona neu mitbedient werden könnte.
Interessiert vermutlich auch so wenig, wie z.B. meine Stadtbahnvorschläge für Wandsbek.

Der Artikel des verehrten Kollegen Hinkemann setzt aber unbedingt voraus, das dann der VET kommen müsste.
Das ist mir NEU, dass Nachverkehr Hamburg den VET pusht.
Und das ist sehr schade, denn die Stadt und erst recht Altona braucht dieswe 12-14 Milliarden € Tunnelröhren und 30 bis 40 m tiefen
S-Bahnhaltestellen nicht.
Und wenn er kommen sollte, dann nicht vor 2046 oder?
Tja und immer wird ein neues Kanninchen aus dem Hut gezaubert, wenn Einiges im Nahverkehr und auf der HH-Schiene im Argen ist.
Nicht geklärt sind z.Z.:
* Das Thema Schulbauten an der S-Bahnstation Königstraße und die Sicherheit dort des Citytunnels.
Die DB hatte schopn 2021 interveniert.
* Das Thema S-Bahn und Bahndamm Sicherheit neben dem 245m hohen Scholztower.
Was ist draus geworden und wie ist der Vorbehaklt der DB bearbeitet worden.
* Das Thema Brand eines Metronom am 07.08.2023 im Bahnhof Harburg und die Frage, was passiert, wenn die Nord-Süd Schienen länger gesperrt sein würden.
Was dann?
* das Thema, warum blieb einfach eine S21 vor oder nach Langenfelde „tot“ auf der Strecke liegen. Wie wird dann verfahren.
Warum mussten die Passagiere lange warten und dann zwischen Schiene und Lärmschutzwand sich zum S-bahnhof Langenfelde begeben. Warum konnte die nächste S-Bahn den Zug nicht bis zum bahnhof schieben.
*Das Thema am jetzigen Montag, den 14.08:
Ein ICE bleibt bewegungsfähig auf der Strecke nach Berlin liegen und die Passagiere ( unter anderem Herr Müller von der Bundesnetzagentur ) mussten fast 4!! ( vier ) Stunden warten, bis etwas passierte. Das war kurz hinter berliner Tor.
* Oder Heute um 16-17 Uhr auf Gleis 1-2 S-Bahn Hbf.
Massen von Menschen strömen aus der S-Bahn. Ein Gedränge auf den Bahnsteig und den Treppen – lebensgefährlich.
Wer auf den bahnsteig wollte, musste minutenlang oben warten.
City-Tunnel gesperrt, und es fahren einfach zu wenig S-Bahnen auf der Verbindungsbahn.
* Oder vor einem Monat: Ein Blackout in der Stromversorgung der S-Bahn auf der Verbindungsbahn. Alle Aufklräungsversuche bisher negativ.
* Wieso können Hbf S-Bahnsteig 1/2 monatelang Bereiche für Bauschutt auf dem Bahnsteig abgesperrt werden.
So könnte ich die Liste der schwachen Schiene in Hamburg weiter und weiter aufzählen.
Kommst du dann aber mit dem Fahrrad in die Nähe des Bahnhof Altona, kurven seelenruhig leere ! leere ! Moja Fahrzeuge vor dir durch die Straßen.
Unfassbar.
Wann endlich kommt ein großer Runder Tisch zum Thema Zukunft starke Schiene in Hamburg.
Herr Kinckelmann kann bestimmt gut moderieren und schlichten und alle zusammenhalten.

Lieber „Kollege“,
ich bin zwar nicht der Angesprochene, aber muss mich trotzdem mal äußern.
Ihr Beitrag ist wirklich „unter aller Kanone“, da kann ich mich nur meinen gestrigen Vorrednern anschließen. Und dass Sie, und auch Ihr Prellbock-Kollege, Herrn Hinkelmann schon mehrfach falsch geschrieben haben, ist ja nun auch nichts Neues. Haben Sie gar nicht mitbekommen, dass der Autor erst kürzlich in einem anderen Artikel Ihren Verein positiv erwähnt und auf dessen Stellungnahme verlinkt hatte?
Und wissen Sie, Altona kommt sehr häufig hier und im anderen Forum vor, ist aber nun wirklich nicht der Nabel der Welt. Sie haben dort so eine gute Bahnanbindung, Sie können mit den S-Bahn-Linien bei Ihnen in fast alle Richtungen ohne umzusteigen in kurzen Minutenabständen fahren. Wenn wir Glück haben, vielleicht sogar noch vor dem nächsten Jahrzehnt zu mir.
Warum sind Sie und Ihr Kollege immer so unzufrieden?
Und vor allem: Warum treten Sie und Ihr Kollege nie in eine Diskussion mit anderen Schreibern hier und korrigieren auch mal Ihre Sichtweisen?
Sie sehen, sogar ich interessiere mich für das, was in Altona geschieht, obwohl ich nie eine entsprechende Gegenseitigkeit von Ihnen bekomme.

wenn Sie bei dem „runden Tisch“ auch so auftreten wie in Ihrem Beitrag, dann wird das eher ein „langjähriger Tisch“ ohne Ergebnisse. Was haben die angesprochenen Themen mit der der angesprochenen Haltestelle zu tun? übrigens bin ich auch gegen den VET Tunnel, weil ich finde, daß man mit etwas Fantasie und guten Ideen die Verbindungsbahn sechsgleisig ausbauen könnte. Die Frage würde dann bleiben, was aus der jetzigen Brückenscheußlichkeit über der Stresemannstrasse wird (Da wäre in der Tieferlegung des gesamten S-Bahnbereichs in Altona und ein Bahnhof unter Diebsteich immer noch sinnvoll. Und die besprochene Haltestelle könnte dann zwischen Holstenstrasse und der S6 Ausfädelung Richtung Osdorf vielleicht sogar noch oberirdisch eingerichtet werden. (Viel sinnvoller als der VET wäre auch der zweigleisige Ausbau der nördlichen Umgehungsbahn und Einrichtung einer S- Bahn im 10 Minuten Takt. Damit könnte man einen S- Bahnring in Hamburg einrichten und das zu vertretbaren Kosten von vielleicht 1 Mrd.

Wenn man mit der Berichterstattung, warum auch immer, nicht einverstanden ist, den Namen des Autors zweimal bewusst falsch schreiben? Kann man machen, besonders erwachsen scheint das Verhalten aber nicht.

Für mich war das Thema der Haltestelle unbekannt und ich habe schon verstanden, dass das den VET voraussetzt. Ich glaube auch nicht, dass man auf einer Fachseite bestimmte Projekte pushen oder runter schreiben muss/kann. Ich schätze, dass sich der überwiegende Teil der Leserschaft schon mit dem Thema Nahverkehr auskennt und auch sich selbst schon eine Meinung zu bestimmten Infrastrukturprojekten gebildet hat bzw. an Fakten und nicht an Nebelkerzen (Stichwort: Argumente der Alpha-E-Befürworter.) interessiert ist.

Die Idee einer S-Bahnstatoin in der Kurve zwischen der Station Holstenstraße und dem jetzigen Bahnhof Algtona ist nicht so neu, wie hier dargestellt wird. Die Bürgerinititave Prellbopck-Altona fordert bereits seit 2016 eine solche Station, die sich sehr wohl schon jettz an der Stelle einrichten ließe, wo die einstmals fast fertig gebaute Station Kreuzweg sich befand. Jetzt wird diese neue Station quasi wie das Kaninchen aus dem Zylinder gezaubert, um der Bevölkerung den Verbindugnsbahn-Entlastungstunnel (VET), den keiner brauchgt und will schmackhaft zu machen. Denn der VET hat zur Folge, dass die gesamte S-Bahnzuführung aus Norden in den Bahnhof Altona von dem unterirdischen dreistöckigen Abzweigbauwerk Kaltenkircherner STraße unter die Erde verlegt werden muss. Insoweit ist es richtig, dann eine solche Station, wie heir beschreiben erst frühestens in 20 Jahren fertiggestellt sein könnte, eine Station an der Bestandslinie, wenn nicht so umständlich und aufwändeig geplant wird wie in Ottensen, allerdings schon in 5 Jahren, dafür muss man sich nur von dem unrealistischen Projekt VET verabschieden. Leider sieht der Verkehrssenator den VET als die „Jahrhundertchance“ für Hamburg, also wird es auf absehbarer Zeit keine Verbesserung der Verkehrsanbindung der Neuen Mitte Altona geben, und erst recht vor 2045 keinen Wohnungsbau im geplanten 2. Bauabschnitt, denn die Bahnflächen müssen ja für den VET erst einmal umgegraben werden. Eher ist eine Verschlechterung zu erwarten, denn die Station Holstenstraße soll ja im Rahmen des VET Projekts geschossen und zum Ahlsenplatz verlegt werden.
Fazit: Wie in Hamburg bereits üblich, praktikable, sinnvolle Löungen werden zugunsten unrealistischer Megaprojekte nicht umgesetzt. So lange von den unfinanzierbaren Projekten nicht Abschied genommen wird, wird sich für das Klima und die Fahrgäste nichts zum positiven hin ändern.

Wenn es diese Planungen schon lange geben soll, warum erfährt man erst jetzt davon ? Wieder einmal zeigt sich, wie intransparent die Verkehrsbehörde und ihre Chefplaner arbeiten.
Die gebogenen Bahnsteige und deren Lage (auf zwei Ebenen) sind technische Fragen, aber für die meisten zukünftigen Nutzer unerheblich; vielmehr interessiert die Fahrgäste, wie sie schnell ihre Ziele erreichen können und da sind die fehlenden Verknüpfungen mit den Linien nach Pinneberg/Wedel wichtiger.
Mit den Projektvorschlägen zum VET wurde der oberirdische S-Bahn-Bahnsteig erstmalig für einen Tunnelbahnhof zur Disposition gestellt; mit diesen o.a. Projektskizzen wird die Verbindung von Altona zum Diebsteich nur noch als Tunnelversion geplant. Wenn dem so ist, dann könnte das neue Kreuzungs-/Überwerfungsbauwerk am Kaltenkircher Platz ebenso entfallen, wenn man die VET-Trasse vom Schlump/Alsenstraße nicht nur vom Süden, sondern in einem nördlichen Tunnel von Norden in diese neue unterirdische S-Bahn-Station Diebsteich münden lassen. Mit dieser Version würden alle Linien auf der Verbindungsbahn einen Stop am Diebsteich (F-Bahn Altona) haben, auch die Linie zum Osdorfer Born könnte hier problemlos ausfädeln, ebenso könnte dann der hier angesprochene Bahnhof „Altona Mitte“ in die Mitte der Trasse Altona-Diebsteich eingeplant werden, sodaß mind 2 Linien (S2/S3 ggf. S6) hier halten könnten.

Die Idee einer S Bahn Station in Altona Mitte ist für Anwohner und Fahrgäste gut. Haltestellen mit 2 übereinanderliegenden Bahnsteigen ist nichts neues. Bestes Beispiel München Marienplatz (S-Bahn) wo es aus Platzgründen auch nicht anders ging. U-Bahn Hannover Aegidientorplatz ist die Situation ähnlich. So etwas geht also und Fahrgäste finden sich zurecht.
Ein anderes Problem ist, dass Hamburg immer nur in Linien denkt. Die Verknüpfung verschiedener Linien scheint immer noch ein Fremdwort zu sein. So wird die U5 die. S1 ohne Verknüpfung unterqueren

Sehr interessant. Wobei allerdings Röhrenbahnsteige, versetzte Bahnsteige und unterschiedliche Tieflage auch nicht so neu sind, nur halt für Hamburg.

Und ich würde sogar sagen, dass diese Planung gerade zeigt wie mittlerweile zusammendenkend geplant wird – die Haltestelle ist ja gerade als Teil des VET geplant.

Wo Kreuzweg liegen sollte ist übrigen gibt es unten links in diesem Foto gut zu sehen: https://www.stern.de/reise/deutschland/hamburg-in-alten-luftbildern_31405338-31405292.html

Interessanter Beitrag, das ist völlig an mir vorbeigegangen.

Aber was soll man dazu inhaltlich noch sagen? Es wurde hier ja schon bei genügend anderen Themen angesprochen. Für mich liest sich das wie ein erneuter Beweis dafür, dass in Hamburg eine übergeordnete Idee bzw. ein übergeordnetes Konzept und Zielbild für die Entwicklung des ÖPNV-Netzes fehlt. Es drängt sich einfach zum wiederholten Male der Eindruck auf, dass alle Akteure ohne übergeordnete Entwicklungsidee des ÖPNV-Netzes für sich allein arbeiten und die eine Hand dann zusätzlich nichtmalmehr weiß, was die andere tut. Irgendwie scheinen alle immer nur ihre eine Linie zu betrachten und nicht das Gesamtsystem und was dafür am besten wäre.
Keine Ahnung, warum das so ist und wo der Hase im Pfeffer liegt, aber irgendwie ist das ziemlich unbefriedigend. So viel Geld wird verplant und verbaut, aber am Ende führt das dann zu ungünstigen und teuren „Lösungen“ für die Fahrgäste, wie hier. Es wirkt für mich irgendwie widersprüchlich. Einerseits sollen Milliardensummen investiert werden, finanziell scheint der ÖPNV Top-Priorität zu sein. Im Kontrast dazu scheint er aber „gedanklich“ (oder wie auch immer man das treffender ausdrücken könnte) nur stiefmütterlich behandelt zu werden, wenn man sich all diese miteinander kollidierenden Planungen der letzten Jahre mal so anschaut. Ich fürchte nur, dass es mittlerweile schon zu spät ist und man schon vor 10 Jahren das ganze mal übergeordnete hätte betrachten und „zur Chefsache“ machen müssen. Die Pflöcke scheinen mittlerweile schon zu tief eingeschlagen.

So traurig es ist, das zu sagen, aber meine pessimistische Prognose nach über 10 Jahren Desillusionierung der Hamburger Verkehrspolitik: Die Idee wird in ein paar Jahren wieder in der Schublade verschwinden und nie gebaut, weil zu teuer und zu kompliziert und am Ende trotz des Riesenaufwands, der dafür betrieben werden müsste, eh nicht in der Lage, die grundsätzlichen Probleme zu beheben, die sich aus all diesen nicht ineinander greifenden Schnellbahnplanungen ergeben.

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