VHH beschafft zehn neue Hybridbusse für Raum Bergedorf

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) werden umweltfreundlicher. Gestern stellte das Unternehmen in Bergedorf seine ersten zehn Hybridbusse vor. Sie sollen künftig im Hamburger Osten unterwegs sein.
Busspur in Hamburg
Eine markierte Busspur in Hamburg

Die Fahrzeuge des Herstellers Volvo fahren bis zu einer Geschwindigkeit von 18 Km/h rein elektrisch. Erst dann schaltet sich ein abgasarmer Euro-V-Dieselmotor hinzu. Beim Bremsen wird dabei Energie zurückgewonnen, die dann beim Anfahren wieder verwendet wird.

Im Innenraum sind die Neuen mit LED-Monitoren zur Fahrgastinformation und dunkelbrauen Fußböden in Holzoptik ausgestattet.

Insgesamt wird die VHH damit in diesem Jahr 47 neue Busse im Wert von 16 Millionen Euro beschafft haben. Damit vergrößert sich die Flotte des Unternehmens um acht Fahrzeuge auf nun 546.

Die neuen VHH-Hybridbusse sollen aber nur ein Übergang zu rein elektrischen Antrieben darstellen. Im kommenden Jahr nimmt das Unternehmen bereits ein erstes vollständig batteriebetriebenes Testfahrzeug in Betrieb.

Der Kleinbus des italienischen Herstellers Rampini soll auf der Blankeneser Ringlinie 48 als so genannte Bergziege Erfahrungen sammeln. Der Akku wird – so die Planung – an zwei noch zu bauenden Ladestationen im VHH-Betriebshof Schenefeld und am Blankeneser Bahnhof aufgeladen.

“Die ökologisch orientierten Ansprüche der Bürger steigen – und damit auch die Ansprüche an den ÖPNV. Deshalb werden wir unser Mobilitätsangebot weiter zielstrebig an den Wünschen unserer Fahrgäste ausrichten und attraktive, ökologische Mobilität sicherst…

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8 Antworten auf „VHH beschafft zehn neue Hybridbusse für Raum Bergedorf“

Wo soll denn der Strom für den elektrischen Antrieb herkommen? Etwa aus dem neuen Kohlekraftwerk Moorburg? Dann sollte man lieber moderne Dieselbusse kaufen, deren Wirkungsgrad und damit Umweltfreundlichkeit wesentlich größer ist als jedes Kohlekraftwerk. Nur Ökostrom ist überwiegend klimaneutral, aber das wird Herr Becker sicher auch gemeint haben.

Hybridtechnik ist in bestimmten Fällen sinnvoll, aber reiner Batteriebetrieb ist für den harten, täglichen Praxiseinsatz vollkommen ungeeignet. Hier wird aus blindem politischem Eifer genauso sinnlos Geld verbrannt wie einst die 3 Mio. Euro Fördergelder für den Prototypen des Elektro-Porsches, welcher sich nur im Museum der Aufmerksamkeit erfreuen darf.
Umgekehrt werden die seit Jahrzehnten ausgereiften und betriebssicheren Oberleitungsbusse generell als “veraltet” und “zu teuer” gebrandmarkt, obwohl sie im Vergleich weit besser abschneiden würden. Mit blinder technischer Ideologie aber wird man die Mobilität zukünftig nicht sichern können.

Also ich persönlich finde diese Busse von Volvo nicht so besonders. Bin mal mit einem von Billstedt nach Jenfeld gefahren und die Fahrt war für mich extrem unangenehm, da dieser Bus total unruhig fuhr und ruckelte.

@C. Moeller
Die Busse von Volvo haben einen doppelten Antrieb. Der Elektroantrieb fährt den Bus sozusagen an und ab 20km/h schaltet sich der Diesel dazu. Der Elektroantrieb läuft dann weiter um den Dieselantrieb zu entlasten. Wenn der Diesel dazugeschaltet wird, ensteht ein Ruckeln.
Das ist bei den anderen Hybridantrieben nicht so. Hier läuft der Diesel nur, wenn die Akkus Ladung benötigen. Diese Fahrzeuge haben kein Getriebe und fahren deshalb absolut “ruckelfrei” weil man keine Schaltstöße des Getriebes mehr hat.
Der Vorteil beim Volvo sind die Beschaffungskosten. So ein Hybrid von Volvo kostet nicht mehr, als ein Diesel-Bus von Mercedes. Die Einsparung liegt bei beim Volvo bei ca. 20% und beim sogenannten BusBus von Mercedes bei bis zu 30%
@ww
Die Entwicklungen beim Elektroantrieb der Busse sind sehr weit fortgeschritten und haben ihre absolute Berechtigung. Was die in HH getesteten Antriebstechnologien anbelangt, so ist man hier seit Jahren nicht nur deutschlandweit Vorreiter. Ob serieller, paralleler oder reiner Wasserstoffantrieb- hier ist man bei vielen Projekten auf sehr hohem Entwicklungsniveau und hat teilweise (extra für HH entwickelte) serienfähige Fahrzeuge entwickelt.
Hier von “blinder technischer Ideologie” zu sprechen ist völlig fehl am Platze. Wenn man die immer strenger werdenden Auflagen in Sachen Luftverschmutzung einhalten will, muss man so entwickeln, dass man vom Dieselantrieb weg kommt, zumal der Dieselkraftstoff immer teurer wird. Oköstrom hingegen wird immer preiswerter werden. Oberleitungsbusse sind-mit Verlaub- Unsinn…dann kann man gleich die Stadtbahn bauen.

“da dieser Bus total unruhig fuhr und ruckelte.”

Das ist ein Software-Problem: Wann wird (um)geschaltet und wie. Im Prinzip können Hybridbusse ruckelfrei fahren, besser als Diesel. Es zeigt aber. dass die Technik bei Volvo womöglich noch nicht ausgereift ist.

@ww
w.o.habe ich geschildert, warum ein Bus ruckelt..Der Volvo ist ein Hybrid mit parallelem Antrieb. Das heisst, dass auch der Diesel den Wagen antreibt und deswegen auch ein Getriebe benötigt. Das “Ruckeln” sind Schaltstöße, die bei einem Bus mehr, bei einem anderen wieder weniger auftreten. Beim Volvo sind sie im Verhältnis stärker u.a. auch, weil mit Einschalten des Dieselmotors auch das Getriebe während der Fahrt eingekuppelt wird. Das ist weniger angenehm, aber wohl zur Zeit nicht anders möglich. Die anderen Hybridfahrzeuge sind meist seriell, was bedeutet, dass der Bus immer elektrisch angetrieben wird und der Dieselmotor nur zum Aufladen der Akkus benötigt wird. Diese Fahrzeuge benötigen kein Getriebe und ruckeln deshalb auch nicht.

Busfahrer,

die Akkutechnologie taugt bis heute nicht für den Praxiseinsatz. Sie ist sehr teuer , schwer, verschleißanfällig, energetisch ineffizient, hat eingeschränkte Reichweite und Betriebsdauer. Sie tut alles schlechter als heutige Dieselfahrzeuge, nur leiser ist sie. Wie das in der harten Realität massenhaft funktionieren soll, kann bis heute niemand erklären – kein Politiker und kein Techniker! Bisher konnte NIEMAND ein Konzept vorlegen, dass Vorteile und Praxistauglichkeit nachweist. Stattdessen Geschwafel wie “Deutschland führend”, “Wasserstoff ist die Zukunft” usw. Politikersprech ohne Substanz unter Missachtung aller o.g. Nachteile und Probleme. Da werden einfach die Augen verschlossen und man lässt ein paar mickrige Prototypen durch die Gegend kreisen und Grinse-Politiker eröffnen Ladestationen, um politische Untätigkeit durch “Leuchtturmprojekte” zu verstecken. Aber der Fusionsreaktor sollte laut solcher “Experten” und ihrer politischen Entourage angeblich auch schon seit 20 Jahren laufen….

Wenn es natürlich an dem technischen Verständnis mangelt, dann helfen die meisten Argumente leider nichts. Welchen Wirkungsgrad hat ein Akku? Welche Gewichtszunahme erfahren die Fahrzeuge? Wie lange halten die Akkus? Wie oft werden sie gewartet und getauscht? Wie müssen wir das Betriebshofmanagement neu gestalten? Welche integrierten Lösungen werden dafür angeboten? Bei Einsatz im großen Stil kann man gleich die Werkstätten vervielfachen und die gesamte Personaldisposition neu ordnen. Und die Fahrzeugkonzepte sind noch gar nicht auf Elektromotoren ausgelegt, die vor allem mit Nabenmotoren Sinn machen würden.

Einen O-Bus mit einer Straßenbahn gleichzusetzen, ist genauso Unfug. Ja, das kenne ich: “Unsinn” werden O-Busse lapidar genannt. Ernsthafte Gegenargumente kommen selten, es ist eben eine unsachliche und ideologische Ablehnung. Natürlcih ist das Unfug, denn schließlich spart man sich die Schienenwege, wo die Transportkapazität einer Bahn nicht erforderlich ist. Eben eine typische Busstrecke. Die Technologie ist seit Jahrzenten ausgereift und betriebssicher, sehr effizient, robust, hat keine Reichweitenprobleme und kann enorme Leistungen abrufen. Eigentlich der Optimalfall. Es wird dann immer mit den Kosten dagegen argumentiert – die aber andererseits bei Akku-Busse wiederum gar keine Rolle spielen. Na sowas.

Der Luftverschmutzung mit den Elektrobussen beikommen zu wollen, ist irrwitzig. Der Busverkehr hat einen sehr kleinen Anteil am Gesamtaufkommen. Wer keine Verkehrsplanung betreibt, um den Autoverkehr großformatig zu ersetzen, der tut nichts für die Luftqualität. Die Einflüsse von Elektrobussen werden nicht einmal messbar sein.

@ ww
der reine Akkuantrieb ist nicht auf dem Stand, dass er in 5 Jahren alle Dieselmotoren ablöst. Aber sorry, darum gehts gar nicht. Und auch die Luftverschmutzung ist nicht auf Null, wenn die Hochbahn mit Strom fährt, aber sorry, darum gehts ebenfalls nicht. Die bisher (bei der Hochbahn) angegangenen Projekte sind insgesamt auf einem überraschend guten Entwicklungsstand und führen auf alle Fälle dazu, dass es mit der Luftverschmutzung nicht immer schlimmer wird.Die Hybridtechnologie (serieller Antrieb) ist eindeutig eine absolute und ausgereifte Alternative zum reinen Dieselantrieb. (Intern sind uns Fakten bekannt, die noch gar nicht veröffentlicht sind!!-also immer schön aufpassen, wenn man von”mangelnden technischen Verständnis” spricht) und die “Akkutechnologie” macht NICHT alles schlechter, als Dieselfahrzeuge. Das Fahrverhalten dieser Fahrzeuge ist schon mal um Welten besser, als beim Diesel: effektivere Beschleunigung, kein Leistungsverlust durch Schaltvorgänge, keine Elastizitätsprobleme an Steigungen, wesentlich weichere Bremsen, da keine Getriebestöße, Energierückspeisung praktisch ohne Verschleiß von mechanischen Teilen usw, usw.. Dass gewisse Teile noch recht teuer sind und “Kinderkrankenheiten” bei neuer Technologie auftreten, liegt in der Natur der Sache. Wenn man weg will vom Verbrennungsmotor, was auch aus wirtschaftlicher Sicht auf Dauer unverzichtbar sein wird,muss man alternative Antriebe entwickeln. Nach heutigem Wissensstand wird in 15-20 Jahren Diesel für ein Unternehmen wie die Hochbahn praktisch unbezahlbar sein! Wenn man stattdessen jetzt hergeht und Oberleitungen zieht, statt innovative Ideen (bitteschön nicht Ideologien) zu verfolgen, verpennt man die Zukunft. Nur am Rande sei mal erwähnt, dass die Umstellung der Infrastruktur in Sachen Verschleiss-und Ersatzteile reine Formsache ist. Je mehr Fahrzeuge auf der Straße, desto geringer werden die Kosten. Es werden Nach-, aber auch Vorteile enstehen, aber Wartung-Pflege und Instandsetzung der Flotte werden möglich sein, ohne größere Probleme, weil die Umstellung step by step geschieht und man nicht von heute auf morgen alles umbauen muss WIrkungsgrad hin, Anschaffungspreis her, schon recht bald wird man preislich im Bereich eines Dieselbusses sein (Schon heute kostet der Volvo Hybrid nicht mehr, als der Diesel-Mercedes!!) Man hat ja das Ziel ab 2020 keine reinen dieselangetriebenen Fahrzeuge mehr anzuschaffen. Das heisst ab dann noch einmal knapp 15 Jahre-also 2035, soll die Flotte dann ohne Dieselantrieb laufen. Das ist es, worum es geht! Und wenn das tatsächlich erreicht wird, ist das ein Meilenstein. Wir können natürlich auch Oberleitungen ziehen und dann die nächsten 100 Jahre rumeiern und bei Veranstaltungen und Demos bleiben wir dann einfach auf der Strecke stehen und lassen auflaufen, hurrah:-))-echt nicht schlecht, sone Oberleitung…jetzt klappt man den Abnehmer einfach ein und fährt Umleitung:-)…mit Diesel!!
Zum Betriebshofmanagement: Auf Langenfelde entsteht ja zur Zeit der dann wohl modernste (nein, kein Gelaber, ist nach heutigem Stand wirklich so) modernste Bus-Betriebshof Europas und ist mit allem ausgestattet, was man für die neue Flotte braucht.

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