AKN berät am Dienstag über Neukauf von Dieseltriebwagen

Die geplante Elektrifizierung der AKN-Strecke nach Kaltenkirchen wird vermutlich nicht vor 2020 starten. Das teilten Hamburger Senatsvertreter mit. Die AKN sieht sich jetzt nach neuen Dieseltriebwagen um. Nächsten Dienstag berät der Aufsichtsrat erstmals über das Thema.
Menschen steigen in AKN-Triebwagen im S-Bahnhof Eidelstedt
Menschen steigen in AKN-Triebwagen im S-Bahnhof Eidelstedt

Die AKN bekommt offenbar neue Züge. Das Unternehmen plant den Kauf von 15 Dieseltriebwagen. Am kommenden Dienstag soll der Aufsichtsrat der AKN erstmals über das Thema beraten. Das bestätigte das schleswig-holsteinische Wirtschaftsministerium auf Anfrage von NahverkehrHAMBURG. Pressesprecher Harald Haase: “Die AKN soll bis zur Aufsichtsratssitzung ein Konzept zur Ersatzbeschaffung der alten Fahrzeuge vorlegen. Die Inhalte sind bislang noch vertraulich.” Vermutlich noch in diesem Jahr werde die Entscheidung über einen Neukauf fallen, so Haase.

Die neuen Triebwagen sollen die 15 ältesten AKN-Züge (Baujahr 1976) bis spätestens 2017 ersetzen – allerdings nur als Zwischenlösung, da die AKN-Hauptstrecke zwischen Hamburg und Kaltenkirchen in Zukunft elektrifiziert und mit S-Bahn-Zügen befahren werden soll. Aus diesem Grund wird über den Kauf von Standard-Dieseltriebwagen nachgedacht, die nach der Streckenelektrifizierung problemlos weiterverkauft oder auf andere AKN-Linien verschoben werden können. Das teilten Hamburger Senatsvertreter am 15. Februar im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft mit (Drucksache 20/3246).

Mit dieser Übergangslösung nehmen Hamburg und Schleswig-Holstein den zeitlichen Druck aus einer Grundsatzentscheidung über die AKN-Elektrifizierung – mit der Gefahr, dass das Projekt auf die lange Bank geschoben werden könnte.

Der Grund für die mangelnde Eile: Das Projekt steht in Konkurrenz zur geplanten

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