Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Werden heute die Weichen für Streckenreaktivierung gestellt?

Werden auf der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Wrist und Kellinghusen in Schleswig-Holstein schon bald wieder Züge fahren? Heute gibt es erste Gespräche zwischen dem Land und dem Bürgermeister von Kellinghusen. Die Vorzeichen stehen gut.
Christian Hinkelmann
Stillgelegte Bahnstrecke in Kellinghusen in Schleswig-Holstein
Stillgelegte Bahnstrecke in Kellinghusen in Schleswig-Holstein
Foto: Christian Hinkelmann

Am 27. September 1975 fuhr zwischen Wrist und Kellinghusen (Kreis Steinburg) der letzte Personenzug – möglicherweise aber nur vorübergehend. Das Land Schleswig-Holstein hält sich schon seit Jahren eine Reaktivierung der inzwischen abgebauten aber immer noch gewidmeten Bahnstrecke offen.

Und auch in der Lokalpolitik von Kellinghusen hat in den letzten Jahren ein Umdenken stattgefunden. Nachdem 1996 der damalige SPD-Bürgermeister Siegfried Kalis den Abbau der Gleise vorantrieb und seine parteilose Amtsnachfolgerin Helga Nießen in 2005 die Trasse endgültig entwidmen wollte, hat sich die Ratsversammlung inzwischen für einen Erhalt der alten Strecke ausgesprochen.

Heute wird die Reaktivierung der Strecke im Rahmen der geplanten S-Bahn zwischen Hamburg und Wrist (S4-West) erstmals konkret. Die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS), die den Eisenbahn-Nahverkehr in Schleswig-Holstein koordiniert und die Stadt Kellinghusen treffen sich am Nachmittag zu einem ersten Infogespräch, wie NahverkehrHAMBURG erfuhr.

Die Vorzeichen stehen gut. Bürgermeister Axel Pietsch (Wählervereinigung Bürger für Kellinghusen) zeigt sich aufgeschlossen. „Grundsätzlich begrüße ich, dass es zu einer besseren Anbindung der Stadt Kellinghusen an den Schienenverkehr kommen soll“, so Pietsch gegenüber NahverkehrHAMBURG. Ein Bahnhof sei in der Außendarstellung eines Unterzentrums durchaus positiv zu bewerten, so der Bürgermeister. „Insbesondere die dann direkte Anbindung an die Metropolregion Hamburg wird immer wieder als Standortfaktor nachgefragt.“

Mit der Argumentation folgt Kellinghusens Bürgermeister offenbar einer

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Auf keiner U-Bahnstrecke in Hamburg sind die Bahnsteige so kurz wie auf der U3 - hier beispielsweise an der Haltestelle Borgweg gut zu erkennen. In den nächsten Jahren sollen diese Bahnsteige verlängert werden.

Hochbahn arbeitet an längeren Bahnsteigen für die U3

Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks verkündet in NAHVERKEHR HAMBURG-Veranstaltung, dass die Hochbahn an einem neuen Ausbauprogramm für die U3 arbeitet, gibt Einblicke, warum in diesem Jahr keine HVV-Angebotsoffensive zu erwarten ist und wie die ersten Ideen zur Integration von selbstfahrenden Bussen in den HVV-Tarif aussehen.

Wird ab dem 20. August gesperrt und muss für den künftigen S-Bahn-Betrieb teilweise abgerissen werden, weil die Treppenabgänge nicht passen: der AKN-Bahnhof Eidelstedt Zentrum in Hamburg.

AKN krempelt Liniennetz um – was sich ab Sonntag ändert

Neue Liniennummern, andere Fahrzeiten und Züge, dichtere Takte, aber auch eine neue monatelange Vollsperrung: Die AKN krempelt am Sonntag so viel um wie seit Jahrzehnten nicht. Was sich für Pendler alles ändert, was besser wird und warum sich die AKN davon einen zuverlässigeren Betrieb erhofft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert