Hamburg plant offenbar U-Bahn nach Bramfeld und Osdorf

Der Hamburger SPD-Senat plant offenbar sehr konkret den Bau einer neuen U-Bahn-Linie von Bramfeld und Steilshoop mitten durch die Innenstadt bis nach Lurup und Osdorf. Baubeginn für die 30 Kilometer lange und vermutlich rund drei Milliarden Euro teure U5 könnte nach Medienberichten schon im Jahr 2020 sein.
Von Christian Hinkelmann
Fotomontage: U5 Richtung Bramfeld in Hamburg
Fotomontage: Ein U-Bahn-Zug der geplanten Linie U5 nach Bramfeld in Hamburg

Noch ist es nicht offiziell aber nach übereinstimmenden Medienberichten werden Verkehrssenator Frank Horch und Hochbahn-Chef Günter Elste heute Nachmittag auf einer außerordentlichen Landespressekonferenz große Nahverkehrspläne verkünden.

Demnach soll Hamburg eine rund 30 Kilometer lange neue U-Bahn-Linie bekommen. Die neue U5 soll offenbar überwiegend unterirdisch von Bramfeld und Steilshoop über Stadtpark, Sierichstraße und St. Georg bis zum Hauptbahnhof führen.  Von dort wären zwei verschiedene Äste möglich: Entweder entlang der Metrobus 5-Strecke über Dammtor und Siemersplatz bis hin zu den Volkspark-Arenen oder über Altona bis nach Lurup und Osdorfer Born.

Eine definitive Entscheidung über den genauen Streckenverlauf soll nach Informationen des Hamburger Abendblatts aber erst nach der Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr gefällt werden.

Die Kosten für dieses Projekt wären enorm: Ein Kilometer U-Bahn-Tunnel kostet im Schnitt üblicherweise rund 100 Millionen Euro. Die gesamte U5 würde somit rund drei Milliarden Euro kosten.

Zum Vergleich: Ein Kilometer Stadtbahn kostet im Schnitt rund 20 Millionen Euro. Bürgermeister Olaf Scholz hatte eine Stadtbahn in der Vergangenheit stets

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13 Antworten auf „Hamburg plant offenbar U-Bahn nach Bramfeld und Osdorf“

unglaublicher Unfug! Lasst Euch nicht an der Nase herumführen. Die U-Bahn wird nie gebaut! Die Aurgumente, die die SPD gegen eine Stadtbahn anführt, werden immer abstruser, zuerst ist kein Geld dafür (O-Ton Scholzi: “Die Stadtbahn ist eine schöne Idee, aber leider nicht zu finanzieren”, jetzt soll auf einmal doppelt so viel Geld da sein (für die Hälfte der Strecke!), dann kam das Argument die Stadtbahn würde die Stadt “zerschneiden” (sic!) und jetzt Bürgerproteste. Wählt diese Regierung ab! Vorschläge für eine U-Bahn, die in 10 Jahren begonnen werden soll, zu bauen, so ein Blödsinn… und sorgt dafür, dass dieser Elste verschwinden, der dreht sein Fähnchen ja auch nach dem Winde…

Als ehemaliger HVV Kunde freue ich mich auf die nächsten Fahrkartenpreiserhöhung 😉

Aber jetzt mal im Ernst, man muss erst mal die Wahl abwarten und was dann dazu geschieht, und wenn ich mich richtig informiert habe, soll der Bund jedes Jahr 100 Mio. dazuschiessen, obwohl das “–“finazierungsgesetz ausläuft.

Wenigstens kommt der Quatsch nach Finkenwerder ne U-Bahn-Strecke zubauen damit dann nicht !

Die Anbindungen – LURUP /OSDORF -STEILSHOOP/BRAMFELD sowie GRINDEL/Weiter Richtung UKE sind m.E. auch die Wichtigsten. Die Ausfädelung nach “Horner Geest” macht auch Sinn, aber der große Wurf ist diese Stummelstrecke für die Metropolregion nicht. Doch da denkt Hamburg (das hat Hamburg schon immer getan) lieber nur an sich. Besser hätte ich ein Ausfädeln der U4 in Richtung Glinde gefunden.

Zwischen Farmsen und Berne ne Haltstelle ? Bin gespannt wo ! Wichtig halte ich eher eine Hts. zwischen Wandsbek-Gartenstadt und Trabrennbahn (Nebenbei gesagt, die Hts. Trabrennbahn gehört m.E. auch schon längst umbenannt).
Im übrigen haben wir bereits eine ungenutzte Tunnelstrecke unter dem Volksparkstadion (HERA RING seit 2007 ungenutzt – Innendurchmesser 5,2m – das reicht für eine eingleisige U-Bahnstrecke)

PS.: So stelle ich mir einen Verkehrsentwicklungsplan für die HH-Metropolregion bis 2040 vor:

https://mapsengine.google.com/map/viewer?mid=ztSS82bQq0G0.k17N4XkjuDOM

Wirklich rund würde der endlich getätigte Bau aus meiner Sicht dann werden, wenn die U5 von der Haltestelle Wandsbek-Gartenstadt zunächst mal nach Bramfeld/Steilshoop verlängert würde, allein durch die OTTO-Mitarbeiter und das Bundeswehr-Krankenhaus würde sich das schon lohnen. Und die Einwohner hätten mit wenig Mitteln die Möglichkeit, recht kurzfristig auch in die andere Richtung in die City per U-Bahn unterwegs zu sein.
Ausserdem würde man die U3-Linie so endlich von ihrem immer schon unglücklichen Zipfel Wandsbek-Gartenstadt – Barmbek befreien, wenn die U5 in Barmbek starten würde.

Also, wer wirklich glaubt, dass eine U-Bahn nach Steilshop/Bramfeld gebaut wird, der glaubt auch, ein Zitronenfalter faltet Zitronen. Seit 40 Jahren wird darüber fabuliert eine Schnellbahnanbindung nach Steilshop zu bauen und nix passiert. Und so wird es auch weiterhin sein. Alles große Sprechblasen und nix dahinter, soll nur davon ablenken, das man in Wirklichkeit nix tut. Die einzige finanzierbare Alternative ist eine Stadtbahn, aber die ist von den Betonköpfen in der Hamburger SPD, allen voran “König” Olaf, nicht gewollt, Basta!!!

Puha, Klotzen statt Kleckern scheint die Devise zu sein. Ich finde die Pläne in Teilen gut, aber im Ganzen übertrieben:

– Benötigt eine Stadt, dessen Netz ohnehin schon viel zu zentrumfixiert ist, wirklich noch eine Radiallinie über den Hbf?
– Eine Anbindung von Bramfeld wäre deutlich günstiger und mit besserer Netzwirkung zu erreichen über eine Verlängerung der vorgandenen U3 ab Wandsbek-Gartenstadt (über Ellernreihe).
– Für den Bereich Lurup/Osdorfer Born sind sicherlich auch andere, günstigere Varianten der Erschließung denkbar, z.B. von Eidelstedt aus.

Für mich klingt der Neubau einer kompletten Linie sehr nach Prestigeprojekt. Einzelne Ergäzungen, wie z.B. die U4-Verlängerung nach Norden finde ich dagegen sehr sinnvoll. (Noch besser wäre es, den neuen Ast gleich bis Jenfeld durchzuplanen.)

Die Hamburger Straßen sind breit genug für eine genau so leistungsfähige, letztlich genau so schnelle und viel billigere Hochflur-Stadtbahn nach dem Vorbild von Hannover, Karlsruhe und Stuttgart. Nur noch Tunnel, wo notwendig, z.B. in der City. Dann kostet das keine 3, sondern weniger als 1 Milliarde und kann auch viel schneller gebaut werden.

Eine Bauzeit von 5 Jahren für 30 km ist absolut unrealistisch. Es sei denn, Hamburg bekommt die Olympischen Spiele 2024 oder 2028. So hat es auch in München geklappt. Aber auch dann wäre eine Stadtbahn besser, denn dann könnte man die Arenen, die UND die Wohngebiete anbinden. Und noch die M5 umstellen und die Uni anbinden.

So sinnvoll auch die zusätzliche Haltestelle an der Uni an sich ist sollte man auch das nochmal durchdenken. Denn die kostet ca. 50 Millionen! Dafür bekommt man schon min. 2 km Stadtbahnstrecke.

Wo ein Bus fahren kann, kann auch eine Stadtbahn fahren. Die ganzen Maßnahmen der Busbeschleunigung nutzen also auch einer Stadtbahn auf dieser Strecke. Und ein 75 m langer Zug befördert soviel Leute wie 3 Doppelgelenkbusse und benötigt wie die U-Bahn nur einen Fahrer.

Welch ein Wahnsinn! Das ist Augenwischerei. Dazu noch schlecht. Für wie dumm werden die Bürger eigentlich gehalten, dass sie nicht sehen wie unrealisierbar ein 3.5-Mrd. Projekt mit einer Baulaufzeit von 15-20 Jahren ist. Die Strecke ist schon seit den 1970´gern geplant und wurde genau wg. zu hoher Kosten nicht gebaut und die Finanzlage hat sich auch nicht, bzw. unwesentlich verbessert.
http://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahnlinie_4_(Hamburg)
Der angeblich so notwendige Sparwahn, der im Moment in unserer Stadt sein Unwesen treibt, rechtfertigt doch in keinem Fall ein solches Projekt.
Ich finde dieses Possenspiel gegen ein vernünftiges, preiswertes und effektives Stadtbahnkonzept sehr traurig und einer Stadt wie Hamburg nicht würdig. Fraglich ist auch,ob in der nächsten Legislaturperiode die SPD noch mit absoluter Mehrheit regieren kann. Dann spätestens werden die Karten neu gemischt .

Harald

Gute Idee. Wenn die Umsetzung nun endlich einmal realistisch und in Etappen geplant würde, stehe auch der Realisierung nichts im Wege. Ich verweise hiermit nur auf die sinn- und maßvolle Planung über Jahre beim Ausbau des Münchner U-Bahn-Netzes.

@ ww “Zwischen Farmsen und Berne ne Haltstelle ? Bin gespannt wo !”
Zunächst wird auf der U1 ergänzt: Erstmal kommt die Haltest “Oldenfelde” (Farmsen/Berne-Ergänzung). Alles Andere muss ohnehin erst durch die Machbarkeitsstudie. Insofern kann man eh erst in der nächsten Legislaturperiode weiter planen.
@michaela
Die Kritik an Herrn Elste ist verständlich. Es ist aber so, dass Herr Elste nicht gefragt wird, was er machen möchte, sondern beauftragt wird den Leuten zu verkaufen, was die Stadt will. Er MUSS also sein Fahne ständig mit dem Wind drehen. Wie die Fahne, kann auch Herr Elste sich nicht aussuchen, woher der Wind weht. Herr Elste ist im Übrigen ein Befürworter der Stadtbahn. Auch wenn ich ungern eine politische Diskussion führen möchte, aber die jetzige Regierung, ist die erste Regierung, die seit 50Jahren was in Sachen ÖPNV tut und insofern sehe ich bei der SPD als allerletztes einen Grund zur “Abwahl” Wenns um ÖPNV in HH geht, ist man bei der CDU auf alle Fälle in Teufels Küche.
@Kai
“allein durch die OTTO-Mitarbeiter und das Bundeswehr-Krankenhaus würde sich das schon lohnen.”

Otto (kommt demnächst sowieso weg) und das Bundeswehrkrankenhaus?

Demnächst kriegt noch jeder Lidl ne U-Bahnstation oder was? Sorry, son bisschen musste ich da sarkastisch sein:-)

Naja, bin ich auch mal gespannt, was und ob überhaupt gebaut wird. Bei der U2 und der U4 wird dann sicher erst mal nichts passieren. Die Sache mit Wilhelmsburg und Lohbrügge ist auch erledigt, es sei denn, es entstehen dort noch Siedlungen. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass das keine hohe Priorität hat.

@Busfahrer und @ Kai
Das BWK ist gerade erst durch einen Neubau erweitert worden. Darüber hinaus ist das BWK bestens BEREITS HEUTE durch die U-Bahn-Haltestelle “Wandsbek-Markt” angebunden !

….Das ist natürlich Quatsch ! Das BWK wird durch die Hts. “Wandsbek-Gartenstadt” angebunden !!!

Mir ging es darum, wenn man aus Bramfeld kommend bspw. die Hamburger Meile besuchen möchte, kann man dann ja in knapp 20 Jahren endlich über Sengelmannstrasse oder gleich den Hauptbahnhof in gut einer Stunde mit 3mal umsteigen mit der neuen U5 fahren. Grossartig. Oder man fährt mit dem Bus, wie seit 40 Jahren, in einem Drittel der Zeit. Oder aber man schliesst den Kreis in beiden Richtungen mit einem Anschluss an Wandsbek-Gartenstadt an diesen U2/U3-Fortsatz, um diesem einen grösseren Sinn zu geben. Und dafür ist mir das Argument Otto/BW-KH grade recht. Auch wenn man da auch anders hinkommt (leider),

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