Jetzt wollen auch Winsen und Tostedt eine S-Bahn

Die geplanten S-Bahnlinien nach Bad Oldesloe, Itzehoe und Wrist (S4) wecken Begehrlichkeiten in Hamburgs Süden.
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Ein S-Bahn-Zug der Baureihe 472 fährt in Hamburg über eine Weiche

Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts wollen jetzt auch die Gemeinden Winsen und Tostedt an das S-Bahn-Netz angeschlossen werden.

Demnach heißt es aus dem Kreishaus in Winsen: Wenn die S4 tatsächlich gebaut werde, müsse auch der Schienenverkehr im Süden Hamburgs entsprechend entwickelt werden.

Ähnliche Töne schlägt auch der Landkreis Harburg an. Carsten Peters, Stabstellenleiter für Städtebau und Raumordnung im Abendblatt: “Wir setzen darauf, dass nach dem Bau der S4 die südliche Metropolregion wieder an der Reihe ist.”

Dem Zeitungsbericht nach gibt es in Harburg bereits seit über zehn Jahren einen entsprechenden Kreistagsbeschluss über eine S-Bahnlinie nach Winsen und eine weitere Linie über Buchholz nach Tostedt. Dazu soll auch der Bau eines S-Bahnhofes in Meckelfeld gehören.

Offenbar hat es bereits entsprechende Gespräche mit dem HVV gegeben.

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5 Antworten auf „Jetzt wollen auch Winsen und Tostedt eine S-Bahn“

Es war schon ein Krampf, das dritte Gleis nach Lüneburg zu bekommen.
Man sollte ganz einfach zusätzliche Doppelstockzüge fahren lassen!

Was ist denn ein Vorteil von einer S-Bahn? Ich lasse mich gerne berichtigen, aber mir scheint es immer so das die Leute die eine S-Bahn fordern überhaupt keine Ahnung haben… Denn was ist bitte der Unterschied zwischen einer S-Bahn und dem jetzigen Metronom? Wenn jemand den Metronom rot anmalt und ein grünes “S” draufklebt sind glaub ich alle zufrieden und die Bürgermeister können “angeben” das sie eine S-Bahn haben…. aber rein logisch ändert sich doch absolut garnichts.
IMO kann man ja gerne über Tacktverdichtung und/oder prinzipielle Fahrplanänderungen hier reden, aber was hat denn eine S-Bahn im vergleich zu der jetzigen Situation für einen Vorteil? Ausser das die Züge ggf. langsamer fahren, weniger Personen in einen Zug passen (Metronom = Doppelstockwagen) und das eine S-Bahn diese Stromabnehmergleise braucht ?

Das ist ja mein Reden.

Der Metronom fährt bis zu 160Km/h. Hat Toiletten an Bord und eine große Fahrgastkapazität.
Lieber Taktverdichtungen, der MEr im 15-20min Takt, der ME 30min Takt in der HVZ.
Bevor ne S-Bahn kommt, wäre ein durchgängiger Betrieb in den Nächten Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag wesentlich besser.

Ich mutmaße, dass eine Taktverdichtung gar nicht so einfach möglich ist. Zum Beispiel zwischen Bremen und Hamburg (über Tostedt) teilen sich ME und MEr ein und dieselbe Strecke, die Abfahrts- und Reisezeiten sind so aufeinander abgestimmt, dass sich die Züge unterwegs nicht in die Quere kommen. Weiter fahren dort auch noch diverse andere Züge, mit denen sich der Metronom ebenfalls die Gleise teilen muss. Vielleicht kennen einige das noch aus dem Physik-Unterricht: wann begegnen sich zwei Züge, wenn der eine dann und dann mit der und der Geschwindigkeit losfährt und der andere dann und dann mit dieser und jener Geschwindigkeit. “Mal eben” den Takt zu erhöhen geht gar nicht, da müssten erst diverse Berechnungen und Abgleiche stattfinden. Auch vielleicht mit dem Ergebnis, dass es im heutigen Zustand und mit der Anzahl an Zügen gar nicht möglich ist. Hier liegt dann auch der entscheidende Vorteil der S-Bahn: diese fährt – wann immer möglich – auf eigener Trasse und muss sich im Idealfall ihren Weg eben nicht mit anderen Zügen teilen (so wie es auch bei der S4 in großen Teilen geschehen soll); erst das ermöglicht einen dichten Takt und daraus resultierend hohe Effizienz. Damit erklärt sich in meinen Augen auch, warum die Leute eine S-Bahn wollen würden. Im Grunde ist “S-Bahn” nämlich nur ein Begriff, den die Menschen mit einem Verkehrsmittel in Verbindung setzen, das so fährt, dass man zum Bahnsteig geht, kurze Zeit später der Zug da ist und die Reise beginnen kann. Das ist beim Metronom – trotz der sich überlagernden Stundentakte – eben nicht der Fall, man muss sich die Abfahrtszeiten schon noch merken.

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