S4: Keine Planungsverzögerungen durch Eiszeit-Funde

Die Planung der neuen S-Bahnlinie S4 nach Bad Oldesloe wird durch die archäologischen Funde entlang der Trasse offenbar nicht verzögert. Auch der Verlauf der Trasse muss voraussichtlich nicht geändert werden. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage des Hamburger FDP-Politikers Wieland Schinnenburg hervor.
Christian Hinkelmann
S4-Sonderfahrt in Ahrensburg
Sonderfahrt auf geplanter Linie S4 im Herbst 2011 in Ahrensburg

In den vergangenen Wochen wurden auf einem rund 30 Meter breiten Streifen neben der bestehenden Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck zahlreiche Gegenstände aus der Eiszeit und der späteren Eisenzeit gefunden – darunter Feuersteinwerkzeuge und Keramikfragmente.

Die archäologischen Untersuchungen laufen noch bis zum Wochenende und gehören zur Vorplanung der neuen S-Bahnlinie.

Derzeit werden für das rund eine Milliarde Euro teure Verkehrsprojekt die ersten Pläne für das Planfeststellungsverfahren erstellt. Im kommenden Jahr soll für den ersten Bauabschnitt das Verfahren beginnen. Frühestens im Jahr 2020 sollen laut Hamburger Senat alle Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen.

Heute Abend informiert die Deutsche Bahn in Rahlstedt in einer Bürgersprechstunde über das S-Bahn-Projekt, am 19. November soll es zwischen 16 und 18 Uhr einen zusätzlichen Informationsstand im Bahnhof von Bad Oldesloe geben.

Die geplante S4 soll vermutlich ab Mitte des kommenden Jahrzehnts eine umsteigefreie Verbindung von Bad Oldesloe bis in die Hamburger Innenstadt bieten und Stadtteile wie Jenfeld erstmals an das Schnellbahnnetz anbinden.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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