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Wochenrückblick: S-Bahn-Bilanz und Protest gegen mögliches Fährlinien-Aus

Außerdem: neuer Streik legt viele Buslinien in Hamburg lahm, AKN streicht Fahrplan kräftig zusammen, Moia startet bald fahrerlose Fahrgast-Tests, drei S-Bahnhöfe sollen zusätzlich modernisiert werden und CDU scheitert mit Klage gegen Veloroutenbau. Hier sind die wichtigsten Nachrichten der Woche zu Mobilität in Hamburg und Region.
Christian Hinkelmann
Noch ungewohnt: Die neue S-Bahnlinie S5 gehört jetzt fest zum HVV in Hamburg. Die Linien S11, S21 und S31 sind verschwunden.
Noch ungewohnt: Die neue S-Bahnlinie S5 gehört jetzt fest zum HVV in Hamburg. Die Linien S11, S21 und S31 sind verschwunden.
Foto: Christian Hinkelmann

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitätsnews der Woche für Hamburg und Umland zusammen.

Neues S-Bahn-Netz: 100-Tage-Bilanz

Die S-Bahn Hamburg hat nach 100 Tagen ein erstes Fazit zum neuen Liniennetz gezogen. Die Deutsche Bahn, der HVV und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) zeigten sich erwartungsgemäß zufrieden.

Tjarks sprach von „spürbaren Verbesserungen“, S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke von einem „stabileren Verkehr“ und HVV-Geschäftsführer Raimund Brodehl von mehr Verlässlichkeit. Konkrete Zahlen und Details wurden dabei allerdings nicht genannt. Der Fahrgastverband Pro Bahn sieht ebenfalls Verbesserungen, aber bemängelt, dass es bei der Hamburger S-Bahn weiterhin „noch viele Störungen“ gebe. Vieles funktioniere bisher nicht.
Mehr hier: Deutsche Bahn, Abendblatt [€], Mopo

Dreitägiger Streik bei der VHH

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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U5: Steilshoop verliert direkten Busanschluss für neun Jahre

Ab Freitag wird das Herz von Steilshoop für viele Jahre komplett vom Busverkehr abgekoppelt. Schuld ist der Bau der neuen U-Bahnlinie U5. Teile der zentralen Gründgensstraße werden sich in eine gigantische Baugrube verwandeln. So lange werden die Busse umgeleitet, so fahren sie künftig und so sehen die verschiedenen Bauphasen aus.

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Nach jahrelangem Stillstand kommt neue Fahrt in die geplante Reaktivierung einer alten Bahnlinie zwischen Hamburg-Bergedorf und Geesthacht. So sieht der aktuelle Planungsstand aus, diese Schritte stehen jetzt an, deswegen wird aus dem Projekt doch keine Straßenbahn in Bergedorf und dieses Detail könnte noch zu einem großen Problem bei der Wiederaufnahme des Bahnverkehrs werden.

Bauarbeiten für die U5 südlich der Haltestelle Sengemannstraße: Die beiden Gleise der U5 werden zwischen den bestehenden Gleisen der U1 liegen und schwenken dann auf Höhe der Kräne Richtung City Nord aus.

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5 Antworten auf „Wochenrückblick: S-Bahn-Bilanz und Protest gegen mögliches Fährlinien-Aus“

Modernisierung von drei S-Bahn-Stationen, schön und gut. Die zeitliche Perspektive ist mal wieder unterirdisch. Für eine schlappe Bahnsteigverlängerung eine Realsierungszeit bis 2033 anzugeben grenzt schon an Publikumsverarschung! Die aufgerufenen Preise von 60 Mio. Euro lesen sich wie die Einladung zur Bereicherung. Man fragt sich langsam ist das ein abgekartetes Spiel? In Hamburg gibt es mittlerweile mehr als 10 S-Bahnstationen, deren Modernisierung vor teilweise 5 Jahren begann und noch immer nicht abgschlossen ist. Wirr hängen Kabel von der Decke und provisorische Holzverschläge umkleiden Bauteile, die später mal entfernt werden sollen. Ganz besonders schlimm sehen die S-Bahnstation Hamburg Hauptbahnhof Gleis 1+2, Bahnhof Holstenstraße, Bahnhof Harburg, Heimfeld und Berliner Tor aus. Warum schafft die Deutsche Bahn es nicht, solche im Prinzip einfachen Bauarbeiten in einem angemessenen Zeitraum von einem Jahr auch wirklich abzuschließen. Und die Stadt ist auch noch so dumm und finanziert das alles ohne die Bauausführung durch die DB wirksam zu kontrollieren. Daher sehen viele dieser Stationen „im Bau“ eher nach Verwahrlosung als nach Modernsierung aus.

Die Haltestelle in Ottensen soll vorgeblich fast ausschließlich von der Bahn bezahlt worden sein. Allerdings rechtfertigt auch das nicht, daß die Haltestelle aussiehtw ie nach einem Besuch der Hamburger Drogen- und Alkoholiker Community. Es erklärt aber vielleicht, warum die Verkehrsbehörde zum Thema „Skandalbetrieb Deutsche Bahn Ham burg“ schweigt. Vielleicht wäre es interessant für den Nahverkehrhamburg einmal zu recherchieren, wie genau die im Bau bzw. „fertiggestellten“ Bahnprojekte in Hamburg eigentlich genau finanziert werden. Da gibt es oft so viele Fehlinformationen.

Und dann gibt es Leute wie mich, die froh wären, überhaupt mal irgendwann eine S-Bahn zu bekommen. Die RB-Station Tonndorf sieht vermutlich auch nicht besser aus, als bestimmte S-Bahn-Stationen. Aber wen interessiert’s?
(Kürzlich gab es im „Eisenbahnenthusiastenforum“ wieder mal einen Eintrag bei „Störungen Regionalverkehr“ und ich dachte schon, da schreibt mal jemand etwas zur RB81. Aber nein, es war wieder mal der Metronom. Das nächste Mal ist es dann die Nordbahn, oder der Twindexx, oder der Syltverkehr.)

Seien Sie doch einfach froh, dass gleich zweimal „Altona“ auf dem Artikeleinführungsbild zu lesen ist, und, dass die S2 neuerdings ein schönes Weinrot als Linienfarbe hat, und nicht mehr Braun. Und vor allem aber, dass man anhand der vielen Berichte denken könnte, Altona wäre der Mittelpunkt der Welt.

Die HBEL-Fahrten enden meist nicht in Neuenfelde, sie fangen noch häufiger gar nicht nicht erst an, und wenn, dann geht es allenfalls alternativ nach Finkenwerder, weil es entweder kein passendes Schiff, kein Personal oder kein Wasser gibt. Im Februar 2023 ging die Mitteilung durch die Presse, dass sich die HADAG für die Linie 73 und die HBEL ein flachgehendes Schiff beschafft hätte. Eben diese „ St. Nikolaus“, die von der Zollenspieker-Hoopte-Fähre übernommen wurde, liegt, wie man auf Hafen-Radar sehen kann, seit mehr als einem Jahr unbeschäftigt am HADAG-Betriebshof in Altona. Unter solchen Umständen würde man sich eine Eingliederung der Lühe-Schulau-Fähre in den HVV wünschen, damit es unterhalb Hamburgs wenigstens eine verlässliche Elbquerung zu vertretbaren Preisen gibt.

Das ist wahr, die Nutzungszahlen sind ohne Kontext etwas irreführend. Man weiß immer erst morgens um 5, ob und wohin die Fähre fährt. Fährt man vormittags von Neuenfelde nach Blankenese an den Strand, weiß man nie, ob man abends auch wieder in Neuenfelde ankommt. Und ja, ich kenne die Gesetzmäßigkeiten von Ebbe und Flut. Eine Fähre mit weniger Tiefgang, die verlässlich zumindest zwischen Neuenfelde und Blankenese fahren kann, hätte sicherlich mehr Fahrgäste als 5 pro Fahrt.

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