Der Hamburger Senat will offenbar selbst ins S-Bahn-Geschäft einsteigen, falls die laufende Ausschreibung des S-Bahn-Betriebs scheitert. Das geht aus einer Senatsmitteilung an die Hamburgische Bürgerschaft hervor (Drucksache 20/3305).
Demnach bereitet die Hansestadt zurzeit die Gründung einer eigenen Betreibergesellschaft für S-Bahn-Fahrzeuge vor, die einen städtischen Fahrzeugpool aufbauen soll. Das bedeutet: Die Stadt Hamburg würde über dieses Unternehmen eigene S-Bahn-Fahrzeuge kaufen und an künftige Betreiber der S-Bahn vermieten. Damit soll es Eisenbahnunternehmen leichter gemacht werden, die Hamburger S-Bahn zu übernehmen. Sie müssten also nur noch die Verkehrsleistung ausführen – mit Fahrzeugen, die von der Stadt gestellt werden.
Bislang wird in der laufenden S-Bahn-Ausschreibung gefordert, dass Bewerber mit eigenen Fahrzeugen antreten. Da auf dem Hamburger S-Bahn-Netz aber nur Spezialfahrzeuge mit weltweit einmaligen Vorgaben…
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