Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Wochenrückblick: AKN-Takt entgleist und Verwirrung um Bahn-Reaktivierung

Außerdem: Hochbahn informiert Busfahrgäste intransparent, zunehmende Rad-Unfälle und neue Dauersperrung auf HVV-Strecke. Hier sind die wichtigsten Nachrichten der Woche zu Mobilität in Hamburg und Umland.
Christian Hinkelmann
Ein LINT-Triebwagen der AKN in Bönningstedt in Schleswig-Holstein.
Ein LINT-Triebwagen der AKN in Bönningstedt in Schleswig-Holstein.
Foto: Christian Hinkelmann

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilität-News der Woche für Hamburg und Umland zusammen – kurz und knapp.

AKN: Neuer 10-Minuten-Takt fällt ins Wasser

Das war wohl nix. Eigentlich wollte die AKN seit Wochenbeginn dank eines neuen Linienkonzepts endlich wieder zuverlässiger fahren, die tagtäglichen Ausfälle mindern und auch wieder einen 10-Minuten-Takt auf der Strecke zwischen Quickborn und Hamburg anbieten. Doch gleich in der ersten Woche fiel dieser Zusatztakt an allen Tagen aus, weil mal wieder Personal fehlte. Und am kommenden Wochenende geht die Unzuverlässigkeit weiter: Samstag und Sonntag fährt zwischen Ulzburg Süd und Hamburg kein einziger Zug, wie die AKN am Donnerstag kurzfristig ankündigte.
Mehr hier: akn.de

Hochbahn informiert intransparent

In den vergangenen Jahren hatte die Hochbahn während der Hamburger Sommerferien stets ihren Busverkehr reduziert, weil weniger los war. In diesem Jahr hat das Unternehmen den Ferientakt auf einigen Linien klammheimlich bis Anfang Oktober verlängert. In einer Pressemitteilung von Anfang Juli war deswegen auch nicht von einem „Sommerferien-Fahrplan“ die Rede, wie noch im Vorjahr, sondern nur von einem „Sommerfahrplan“. Das Wort „Ferien“ wurde darin tunlichst vermieden und ein Enddatum der Takteinschränkungen nannte die Hochbahn dort auch nicht. Aber sie suggerierte im weiteren Text, dass es sich dabei um das übliche Sommerferien-Prozedere wie in den Vorjahren handeln würde. Diese Details d…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Der historische S-Bahnhof Sülldorf mit einem der ältesten Stellwerke Hamburgs wird abgerissen – schon sehr bald. Damit verschwinden gleich mehrere einmalige Kuriositäten im Hamburger S-Bahn-Netz.

Dieser S-Bahnhof in Hamburg wird sein Gesicht radikal verändern

S1 im Hamburger Westen wird umfassend modernisiert. Ein Bahnhof wird weitgehend abgerissen, mehrere historische Stellwerke werden stillgelegt und die alten Formsignale ersetzt. Auf Fahrgäste kommen lange Streckensperrungen zu. Wann die Bauarbeiten starten und wie lange sie dauern sollen.

Altes Straßenbahngleis direkt am Hamburger Rathaus - gefunden von NAHVERKEHR HAMBURG-Abonnent Daniel Jasiulek auf einer Baustelle. Das Gleis erzählt eine spannende Geschichte.

Die Geschichte hinter Hamburgs On-Demand-Straßenbahn am Rathaus

NAHVERKEHR HAMBURG-Leser entdeckt am Hamburger Rathaus alte Straßenbahnschienen. Sie gehören zu einer längst vergessenen Strecke, die viele Jahre lang eine Art On-Demand-Trasse und Notfallretter war. Am Ende musste sie trotzdem weg. Aus einem profanen Grund.

Weil die Schienenersatzverkehrsflotten von Hochbahn und VHH nicht ausreichen, kommen in Hamburg oft Subunternehmer zum Einsatz - wie das tschechische Unternehmen Umbrella.

Bahn-Ausfälle: Immer öfter kommt der Ersatzbus nicht

Dass Züge wegen Bauarbeiten und Personalmangel ausfallen, ist Alltag in Hamburg und Umland. Dass aber immer öfter auch keine Ersatzbusse fahren, ist ein neues Problem. Und es wird erheblich zunehmen. HVV-Fahrgäste müssen sich wohl an neue Realitäten gewöhnen.

6 Antworten auf „Wochenrückblick: AKN-Takt entgleist und Verwirrung um Bahn-Reaktivierung“

Man sollte noch ergänzen, dass bei zukünftig zwei Strecken die Aussichten auf abwechslungsreiche Schichten sehr begrenzt sind. Spielt neben Gehalt auch noch eine Rolle.

Die Unfähigkeit eine Bahnstrecke von ca. 5 km Länge, wo noch Gleise liegen, innerhalb von 2 Jahren (eine REaktivierung bis 2027 ist wohl eher als Witz zu werten) zu reaktivieren zeigt klar, dass es die grün-schwarze Landesregierung mit der Verkehrswende nicht ernst nimmt und sie alles tut, sinnvolle Projekte zu hintertreiben und sie effektiv kein Interesse hat. Dass man dabei klagende Bürger oder irgendwelche kommunalpolitischen Querelen vorschiebt, gehört zum üblichen politischen Schwarze Peter Spiel. Für die Fahrgäste ist so etwas nur einfach traurig und auf jedem Fall der Verkehrswende abträglich.
Gleiches gilt für die wiederholte Stillegung der WEndlandbahn. Wirre Reparaturarbeiten ohne klares Konzept, aber leider auch ohne ein einigermaßen sinnvolles Fahplankonzept, so kann man auch den letzen Bahnfahrer vertreiben. Klar, seit jahren ist bekannt, dass die LNVG die Strecke lieber heute als morgen stillelgen möchte, aber das wäre in der heutigen Zeit schwierig zu verkaufen. Wenn aber irgendwann keiner mehr mit der Bahn fährt, wird die Stillegung unausweichlich. Hintergrund ist: Bislang wurde die Strecke für die Catorentransporte zum Zwischenlager Gorleben gebraucht. Daher war eine Stillegung sakrosant. Nachdem Gorleben nun aus der Enlagersuche herausgefallen ist, besteht kein strategsiches Interesse mehr an der Strecke. Und allen wohlfeilen Sonntagsredenbekundungen über Streckenreaktiverungen zum trotz, zeigt leider die Realität, dass die politisch Verantwortlichen einschließlich der Grünen nicht das geringste Interesse haben, das System Bahn zu stärken und zum Rückgrat eienr Verkehrswende zu machen. Insoweit sind Kellinghusen-Wrist und Wendlandbahn das gleiche Paar Schuhe, nur in unterschiedlichen Farben.

Naja, woanders fahren Regionalbahnen auch nicht so, wie sie fahren sollten, und die AKN ist im Grunde ja auch nur eine Regionalbahn. Zur Zeit wird im Bahninfo-Forum und vermutlich auch anderswo nur eben viel herumgejammert, weil man das nicht gewohnt ist, was andere schon jahrelang hinnehmen müssen.

Übrigens, ihr könnt ja auch mal über die gegenwärtige Situation auf dem U1-Ostast berichten. Dort ist es zur Zeit auch nicht berauschend. Aber es ist die einzige Schnellbahnlinie, die notgedrungen Fahrgäste einer ganzen großen Region aufnehmen muss.
https://dialog.hochbahn.de/u-bahn-heute-und-morgen/wieso-u1-pendelbetrieb-fuer-ein-halbes-jahr-geht-das-nicht-anders/#comment-8016

Schönes Wochenende!

Moin,
kann es vielleicht sein, dass die AKN ein Problem mit „Krankheit als Streikmittel“ mit Ihren Angestellten hat?
Corona als Ausrede kann dafür jedenfalls nicht mehr herhalten.
Ist das die neue Normalität?
Es ist schon auffällig, dass das alles in die Zeit des Umbau hin zur S-BAHN fällt.
Jedenfalls muss es der Kunde ausbauen, egal was es ist.
Ein paar Hintergründe von der AKN wären super!

da unterschätzen Sie aber, welches Ausmaß der Personalmangel bereits zeitigt. Das Problem ist, das bereits seit über 20 Jahren zuwenig Leute u.a. auch die AKN betreiben und das bereits bei geringen Krankheitsständen zum Zusammenbruch des Systems führt.

Man hat einen neuen Fahrplan erstellt, mit dem man wochentags einen 10-Minuten-Takt auf der A1 und A2 in der Hauptverkehrszeit fahren möchte. Wenn man aber nicht einmal den Grundtakt am
Wochenende halten kann, hätte man sich überlegen sollen, ob man sich die Verstärker nicht generell spart. Ist meiner Meinung ohnehin nicht notwendig, was die Auslastung angeht.

Bei Metronom hat man die Verstärker bis Jahresende gestrichen, um den Betrieb zu stabilisieren. Besser einen realistischen Fahrplan als Wunschdenken, das man jede Woche revidieren muss.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert