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Wochenrückblick: HVV-App-Ärger und Bahnstreik-Folgen

Außerdem: Viele Ausfälle auf mehreren Bahnstrecken im Norden, Sorge um Bahn-Sanierung nach Gerichtsurteil, Verkehrsverband kritisiert neue S-Bahnlinie und bei diesem Mobilitätsunternehmen müssen Fahrerinnen und Fahrer angeblich bis zu eine Stunde auf Pinkelpausen warten. Hier sind die wichtigsten Nachrichten der Woche zu Mobilität in Hamburg und Umland.
Christian Hinkelmann
Die HVV-App an einem U-Bahnhof in Hamburg.
Die HVV-App an einem U-Bahnhof in Hamburg.
Foto: Christian Hinkelmann

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitätsnews der Woche für die Region Hamburg zusammen – kurz und knapp.

Zuverlässigere HVV-App? So lange dauert es noch

Seit zwei Jahren glänzt die HVV-App mit Unzuverlässigkeit bei der Echtzeitanzeige von Bahnen und Bussen, weil immer wieder Fahrten angezeigt werden, die in der Realität gar nicht stattfinden oder als pünktlich markiert werden, obwohl sie verspätet sind.

Bis heute hat der Verkehrsverbund die Probleme, die seit 2021 bekannt sind, nicht in den Griff bekommen. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern: Erst in einem Jahr soll die App in dieser Disziplin zuverlässiger werden, kündigte der Verbund gegenüber dem NDR an. Der Fahrgastverband Pro Bahn ist mit der Performance höchst unzufrieden und bezeichnet sie als „schrecklich“ für Kundinnen und Kunden: „So schön wie das Deutschlandticket ist: Es nützt mir nichts, wenn ich nicht die exakten Informationen habe, wann der Bus oder die Bahn fährt.“
Mehr hier: NDR

Bahn-Streik beendet – Lange Staus in Hamburg

Ein großes Thema in dieser Woche war der 20-stündige Warnstreik bei der Deutschen Bahn am Mittwoch und Donnerstag. Die S-Bahn fuhr …

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „Wochenrückblick: HVV-App-Ärger und Bahnstreik-Folgen“

Ha – ich bin gerade letzte Woche 2x Innenstadt – HafenCity gelatscht, einmal die Brandtstwiete entlang, einmal Kl.Burstah-Holzbrücke.

Natürlich war die Querung des Ost-West-Straße nicht schön (lange Wartezeiten an dem Fußgängerampeln, Querungen sollten breiter sein). Aber es gibt so viele andere Probleme die lösbar sind: Die Bürgersteige sind an vielen Stellen viel zu schmal während die Brandstwiete daneben 4 Spuren hat. Dann ist die Querung all der anderen Seitenstraßen nicht ganz einfach weil die einfach ohne jede Querungshilfe einmünden. Wie wäre es wenn man da erstmal durchgehende Bürgersteige baut, so das Füßgänger auch in der Realität Vorrang vor Autos hätten?

Dass die HVV-App seit Jahren bemängelt wird und jetzt noch ein Jahr bis zur Nachbesserung braucht, ist schlicht unverständlich. Offenbar wird da versucht, eine Missgeburt zum Leben zu bringen. Die Wiener Linien haben seit etlichen Jahren eine App, die den aktuellen Betriebszustand minutengenau abbildet und manchmal sogar etwas nervt, wenn live Verspätungen von 3 auf 2 Minuten korrigiert werden. Meist, wenn auch nicht immer, funktioniert auch der DB-Navigator gut, so dass er (wie erwähnt) in der Region die bessere Adresse ist . Und oft meldet die „Öffi“-App auch Verspätungen, die die HVV-App nicht beachtet. Warum nur warum?

Zumal die vorherige HVV App das auch einwandfrei und sehr übersichtlich konnte. Jetzt sind die Angaben nicht nur inhaltlich oft falsch, sondern im Vergleich zu vorher ist auch deutlich schwieriger erfassbar, was nun pünktlich oder verspätet und wie stark verspätet ist.
Ich vermute, dass das ganz bewusst genau so sein soll, damit dem Kunden die Zustände einfach nicht mehr so auffallend unter die Nase gerieben werden. Anders kann man sich ja kaum erklären, warum diese Angaben so viel schlechter und intransparenter im Vergleich zum Vorgänger geworden sind. Hat es ja alles mal in besser gegeben und ist dann einfach mit der neuen App verschwunden.

Was ein Überwerfungsbauwerk in Gartenholz betrifft, bin ich voll dafür, da ich immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben habe, dass die S4 bis Bargteheide auf ein eigenes Gleis verlegt werden muss. Eher oder später wird man merken, dass das selbst bei einem geplanten 20-Minuten-Takt notwendig ist und irgendwann mal alle 10 Minuten nach Bargteheide gefahren werden muss. In Gartenholz liegt das S4-Gleis auf der Nordwestseite, aber in Bargteheide wird es auf der Südostseite benötigt, da das „Nichtdurchgangsgleis“ auch dort liegt. (Die beiden direkten Durchgangsgleise sollten dem schnellen Verkehr dienen.) Somit würde das S4-Gleis dann gleich auf die richtige Seite „überworfen“ werden.

Dass bei uns im Bezirk ein klimafreundlicher Bushof gebaut wird, ist toll. 👍Nur leider wird vermutlich die Linie 9 nicht davon profitieren. Obwohl es gerade von Meiendorf aus die richtige Richtung mit weniger Leerfahrten wäre: Früh stadteinwärts einsetzen, abends stadtauswärts aussetzen.

Ja, ja, die >hvv App!😩
Für EBO-Strecken nehme ich immer den DB Navigator und bin immer gut damit gefahren. Am vorherigen EVG-Streiktag hatte ich ein Zugbindungsticket nach Aue und konnte mir so (und natürlich mit etwas Netzkenntnis und schnellem Reagieren bezüglich kurzfristiger Bahnsteiganzeigen) adhoc trotzdem eine Fahrtmöglichkeit zusammenstellen, die mich nur 3 Stunden später als geplant ans Ziel brachte. Und dabei hatte ich schließlich nur zwischen Halle und Leipzig den (dann erst wieder anrollenden) Fernverkehr genutzt. In den verschiedenen Zügen, die ich nutzen musste, waren, abgesehen vom einzig möglichen Metronom nach Uelzen, fast keine Fahrgäste, und in der 1. Klasse war ich meist allein.
Aber die App hat mich mit der bestmöglichen Fahrtmöglichkeit ans Ziel gebracht.

Schönes Wochenende!🙂

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