Wochenrückblick: Neue Streiks im HVV und höhere Fahrpreise im Norden

Außerdem: Zahl der Verkehrstoten in Hamburg ist deutlich gestiegen, umstrittener Brücken-Abriss hat begonnen und ein großes HVV-Verkehrsunternehmen gibt sich einen neuen Namen. Hier sind die wichtigsten Nachrichten der Woche zu Mobilität in Hamburg und Region.
Christian Hinkelmann
Bushaltestelle mit Häuschen der Autokraft bei Burg auf Fehmarn

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitätsnews der Woche für Hamburg und Umland zusammen.

Neue Streiks bei Bus und Bahn

Die Streiks bei Bahnen und Bussen hören einfach nicht auf. Für die kommende Woche hat die Gewerkschaft Verdi zum nächsten Streik bei den privaten Busunternehmen aufgerufen. Er soll von Montag bis Freitag dauern. Im HVV werden die Autokraft, die Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft ABG, die KViP im Kreis Pinneberg und Elite Traffic betroffen sein. Indirekt wird der Streik auch Auswirkungen auf viele Buslinien der VHH in Hamburg haben – beispielsweise auf die Metrobuslinien 2, 3, 12 und 21. Vom kommenden Donnerstag bis Samstagfrüh sollen zusätzlich auch die Busse der VHH, sowie die U-Bahnen und Busse der Hochbahn bestreikt werden.
Mehr hier: HVV und NDR

Abrissarbeiten an der Sternbrücke gestartet

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „Wochenrückblick: Neue Streiks im HVV und höhere Fahrpreise im Norden“

Preiserhöhung NAH.SH:

Wenn man so liest, dass nur 30 % der Fahrgäste von der Erhöhung betroffen sind, weil der Rest ein Deutschandticket besitzt, dann könnte man den Eindruck gewinnen, dass diese 30 % das Deutschlandticket mitfinanzieren müssen.

Die Preise waren immer schon viel zu hoch in SH und bald noch höher: Bspw. die rund 10 Kilometer von Neustadt nach Grömitz kosten ab April 5,90 Euro, also rund 60 Cents pro Kilometer und Person.

Im HVV zahlt man für die rund 90 Kilometer lange Strecke von Lauenburg nach Horst (hinter Elmshorn) in etwa den gleichen Fahrpreis.

Die Sternbrücke wird abgerissene und soll durch eine Monsterbrücke mit einer lichten Druchfahrtbreite von 108 Metern auf der Straßenebene ersetzt werden Aber für das Verkerhskonzept auf der Straße liegt noch immer keine Planung vor, obwohl das sogenannte Aufweitugnsverlagen der Stadt aus 2014 stammt und die Planfeststellung für die Brücke 2020 begann. Wie die große Brücke legitimieren, wenn man gar nicht weiß, was darunter entstehen soll? Hat die Stdt zuviel Geld? Denn nur durch das Aufweitungsverlangen muss die Stadt die Hälfte der Kosten berappen, also mindestens rund 75 Mio. Euro! Die fehlen natürlich beim Radwegeausbau! Und unser Fahrradsenator hat nicht das Rückgrat das Aufweitungsverlangen, welches von der Vorgängerregierung gestellt wurde, zurückzuziehen. Einfach nur peinlich!
Radfahrer stellen 1/3 aller Verkerhstoten in Hamburg, leider ist der Radfahranteil am Modal Split immer noch geringer. Die überprortionale Gefährdung der Radler in dieser Stadt ist damit offensichtlich. Das liegt aber auch an der mangelnde Pflege der Bestandsradwege, dem verzögerten RAdwegeneubau und fehlender Umleitungen für Radler im Falle von Baustellen, derzeit gut zu besichtigen an der Max-Brauer-Allee.

Nur zur Erinnerung und als Hinweis für die Gegner der neuen Sternbrücke, die Prellbock respektive Herrn Jung auf ihrer Seite wähnen: Er hat hier übrigens mal in den Kommentaren statt des VETs eine zweigeschossige Verbindungsbahn ins Spiel gebracht, dagegen wäre die geplante Sternbrücke ein „Monsterchen“. Merke: Die Gegner meines Gegners sind nicht zwangsläufig meine Freunde.

Stimmt leider. aber man könnte bei der Ausgestaltung einen Kompromiss finden. Ein Grund, warum die U5 getunnelt wird, ist doch auch ein Ästhetischer. Stellen Sie sich mal vor man würde die U5 zwischen Sengelmannstrasse überirdisch durch den Stadtpark und dann Richtung Mundsburg führen auf einem Viadukt: Die Massenwiderstandsbewegung, die dann losbrechen würde, würde wahrscheinlich den Senat die Opposition spülen.

Abrissarbeiten an der Sternbrücke gestartet:
es wäre schön, wenn auch hier endlich einmal eine sachgerechte Lösung, die allen Betroffenen gerecht wird, gefunden wird:
Dass die Sternbrücke ersetzt werden muß, ist eigentlich nicht zu negieren und die Abrißarbeiten, die jetzt begonnen haben, würden in jedem Fall durchgeführt werden müssen.
Aber es gibt keinen Grund, das geplante Monstrum dahin zu bauen. Mit dem Elbtower – der hoffentlich nie fertiggestellt und als „eitler Fehl Olaf“ in die Geschichte eingehen wird, ist die ganze Umgebung in der Schanze von dem ästhetischen Schandfleck betroffen, den der Neubau darstellt. Es gibt doch Entwürfe, die filigraner sind…also wie bei Ahrensburg West. Bahn. Anwohner und Architekten, setzt Euch zusammen und erarbeitet einen vernünftigen Kompromiss.

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