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Deswegen sind Radfahrer in Hamburg und ÖPNV-Fahrgäste im Umland so unzufrieden

Miese Werte für Hamburgs Fahrradwege und schlechte Noten für die Bus- und Bahnanbindung im ländlichen Norden: Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Umfrage von mehreren Verbänden. Hat sich der Hamburger Senat bei seiner Radverkehrspolitik verrannt? Und wie könnte der ÖPNV auf dem Land besser werden?

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Ein PKW überholt eine Radfahrerin in der Osterstraße in Hamburg mit sehr geringem Abstand.
Ein PKW überholt eine Radfahrerin in der Osterstraße in Hamburg mit sehr geringem Abstand.

Seit sieben Jahren baut Hamburg sein Radwegenetz so intensiv aus wie nie zuvor: Knapp 300 Kilometer Radwege wurden bis Jahresbeginn neu gebaut oder grundlegend saniert. Und im Monatstakt eröffnet die Verkehrsbehörde von Senator Anjes Tjarks (Grüne) neue Radpisten – zuletzt am vergangenen Freitag auf der Reeperbahn, in den Wochen zuvor neue Fahrradstraßen in Winterhude und an der Außenalster.

Es passiert also viel für Radfahrerinnen und Radfahrer in der Hansestadt – und trotzdem ist bei ihnen die Unzufriedenheit offenbar riesig: In einer bundesweiten Mobilitätsumfrage vom Bahn-Lobbyverband Allianz pro Schiene, dem Naturschutzverband BUND und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat wählten sie Hamburg beim Thema Fahrradinfrastruktur auf den allerletzten Platz – weit hinter Thüringen, Sachsen-Anhalt Rheinland-Pfalz und Berlin.

Nur 34 Prozent der Befragten gaben in dem Mobilitätsbarometer an, dass ihnen in Hamburg ausreichend sichere Radwege zur Verfügung stehen würden. Zum Vergleich: In Bremen lag die Quote bei 80 Prozent, im Flächenland Niedersachsen bei 57, in Mecklenburg-Vorpommern bei 47, in Schleswig-Holstein bei 43 und in Berlin bei 40 Prozent.

Für die repräsentative Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut Kantar im Oktober insgesamt 2.000 Menschen ab 14 Jahren befragt.

Noch schlimmer: 36 Prozent der befragten Fahrradfahrerinnen und -fahrer fühlen sich heute sogar noch unsicherer als vor fünf Jahren. Das ist vor allem im Vergleich zu Berlin bemerkenswert schlecht, denn dort haben 48 Prozent der Radfahrenden angegeben, dass sie sich sicherer fühlen als vor fünf Jahren – also ein genau gegenläufiges Ergebnis.

Das sind die Gründe für die schlechten Ergebnisse

Wie passt das zusammen? Warum sind Hamburgs Radfahrende trotz der beispiellosen Ausbauoffensive der vergangenen Jahre offenbar so dermaßen unzufrieden?

„Es ist durchaus erkennbar, dass der Hamburger Senat sich um den Ausbau der Fahrradinfrastruktur bemüht“, meint Sabine Sommer auf Nachfrage von NAHVERKEHR HAMBURG. „Natürlich bedarf es beim Umbau…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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