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Wochenrückblick: Gratis-HVV für Schüler und Moia auf dem Wasser

Außerdem: Kaum jemand zahlt für StadtRAD, ÖPNV-Erreichbarkeit in zwei Hamburger Nachbarländern ist unterirdisch, Studierende in Schleswig-Holstein können sich freuen und Hamburger Bezirke kommen beim Radwege-Einfärben nicht hinterher. Diese Mobilitäts-News waren diese Woche in Hamburg und Umland wichtig.
Christian Hinkelmann
Junge Menschen steigen in U-Bahn an der Kellinghusenstraße in Hamburg
Junge Menschen steigen in U-Bahn an der Kellinghusenstraße in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

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Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitäts-News der Woche für Hamburg zusammen – kurz, knapp, launig.

HVV wird für Schüler gratis

Im rot-grünen Koalitionsvertrag von 2020 wurde der Schritt angekündigt, jetzt soll er endlich umgesetzt werden: Hamburgs Schülerinnen und Schüler sollen bald kostenlos mit dem HVV fahren können. Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2024 soll das Gratisticket kommen, kündigte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Mittwoch in der Hamburger Morgenpost an. Vorher müssen das Senat und Bürgerschaft aber noch beschließen. Ob das Gratis-Schülerticket auch gleich ein Deutschlandticket werden soll, steht dem Bericht zufolge noch nicht fest.

Deutschlandticket für Studierende in SH

Gute Nachricht für alle Studierenden in Schleswig-Holstein. Das angekündigte Semesterticket-Upgrade zum Deutschlandticket kommt ab dem 1. Juli. Wer es nutzen will, muss dann nur noch die Preisdifferenz zwischen den beiden Tickets auf das Semesterticket draufzahlen. Das Kieler Verkehrsministerium geht davon aus, dass zwischen fünf und 10 Prozent der 55.000 Studierenden das neue Angebot nutzen werden. Außerdem können ab dem 1. August die rund 30.000 Freiwilligendienst-Leistenden im Land einen Deutschlandticket-Zuschuss von ihrem Arbeitgeber bekommen und ab 1. September dürfen auch kleinere Firmen mit weniger als 5 Beschäftigten vergünstigte Jobtickets ausgeben, die als Deutschlandticket gelten. Bislang haben in Schleswig-Holstein 20.000 Menschen ein Deutschlandticket gekauft, die zuvor kein ÖPNV-Abo hatten.

Moia auf dem Wasser

Hamburg plant die Einführung von Wassertaxis, um Fahrgäste schnell und unkompliziert durch den Hafen zu befördern. Das Unternehmen Elbtaxi möchte diesen Service anbieten, bei dem die Wassertaxis über eine App bestellt werden – ähnlich wie bei Moia. Das Fahrtgebiet erstreckt sich über eine Strecke von 16 Kilometern entlang der Elbe, von Blankenese bis Entenwerder. Das Projekt befindet sich derzeit in einer Machbarkeitsstudie, aber man hofft, innerhalb eines Jahres erste Testphasen durchführen zu können. Die Geschäftsidee könnte die HVV-Fährschiffe der HADAG empfindlich treffen, denn das Unternehmen verprellt seit vielen Monaten mit Unzuverlässigkeit seine Fahrgäste. Allein am Dienstag sind auf den beiden Linien 62 und 64 mehr als 30 Fahrten ausgefallen, berichtete der NDR. Der Grund ist offenbar fehlendes Fahrpersonal.

Geplante S-Bahn nach Osdorf ist nicht wirtschaftlich

Jetzt auch das noch: nachdem die geplante Bahn nach Osdorf seit 50 Jahren nicht richtig vorankommt und jüngst umgeplant werden musste, stellt sich jetzt auch noch heraus, dass das Vorhaben gar nicht wirtschaftlich ist und auch kein Fördergeld des Bundes bekommen würde. Was die Probleme dieser Linie sind, haben wir hier für Sie analysiert.

Kaum jemand zahlt für StadtRAD

Fast kaum ein Mensch zahlt für das StadtRAD-Leihsystem in Hamburg: 91 Prozent haben es allein in diesem Jahr kostenlos genutzt, weil die Räder innerhalb der 30 Freiminuten, die es bei jedem Ausleihvorgang gibt, wieder abgegeben wurden. Nur 9 Prozent haben die Räder länger genutzt und dafür entsprechend gezahlt, teilte der Hamburger Senat auf Nachfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Richard Seelmaecker mit. Nach Angaben des Betreibers DB Connect haben sich 237.000 Menschen als Nutzer registriert. 69 Prozent von ihnen haben sich in diesem Jahr bis einschließlich Mai mindestens einmal ein Fahrrad gebucht. 

Switch-App kann jetzt auch Fahrplanauskunft

Etwas verrückt war es schon immer, dass die Switch-App vom HVV zwar anzeigen konnte, wann das nächste Moia-Shuttle kommt und wo der nächstgelegene E-Scooter steht, aber nicht, wann und wo der Bus fährt. Das Problem ist jetzt endlich aus der Welt: Auf vielfachen Userwunsch hat die Hochbahn der Switch-App jetzt eine HVV-Fahrplanauskunft spendiert. Was dieser aber noch fehlt, was andere Städte da besser lösen und ob es überhaupt eine gute Idee ist, dass der Verbund inzwischen mit sechs verschiedenen Apps am Markt ist, haben wir in diesem Artikel ausführlich aufgeschrieben.

ÖPNV-Erreichbarkeit: Hamburg weit vorn, MV hinten

In keinem Bundesland ist die Versorgung mit dem Öffentliche Nahverkehr so schlecht wie in Mecklenburg-Vorpommern. Nur rund 70 Prozent der Menschen haben dort eine Haltestelle im 600-Meter-Umkreis, an denen mindestens 20-mal am Tag ein Bus oder eine Bahn abfährt. Das geht aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor. Auf dem drittletzten Platz landete in der Analyse Niedersachsen. Schleswig-Holstein liegt unter den einzelnen Bundesländern im Mittelfeld. Hamburg kommt auf Platz 2, Berlin hat demnach das beste Angebot in Deutschland.

ADAC-Umfrage: Mobilitätswende kommt langsam voran

Die Menschen in Deutschland verändern ihr Verkehrsverhalten im Sinne der Mobilitätswende nur langsam. Eine Umfrage des ADAC zeigt, dass 64 Prozent der Befragten an mindestens 100 Tagen im Jahr ein Auto als Fahrer nutzen, während der öffentliche Nahverkehr von 26 Prozent, die Bahn von 10 Prozent und das Fahrrad von 28 Prozent genutzt werden. 11 Prozent erwarten eine steigende Autonutzung in den nächsten fünf Jahren, während 17 Prozent eine Reduzierung vorhersagen.

Rote Radwege: Bezirke kommen nicht hinterher

Radfahrstreifen, die vor Kreuzungen in der Mitte der Straße zwischen den Abbiegespuren verlaufen, waren vor einigen Jahren in Hamburg der letzte Schrei – und haben sich inzwischen als sehr gefährlich erwiesen. Deswegen haben der Senat und die Bezirke vor drei Jahren beschlossen, dass solche Fahrradweichen nachträglich rot eingefärbt werden. Doch kaum ein Bezirk hat das bis jetzt gemacht, wie eine Recherche der Hamburger Morgenpost ergab. Demnach sind bislang nur im Bezirk Harburg alle Fahrradweichen rot. In anderen Bezirken fehlen noch die flächendeckenden Markierungen.

S-Bahn spart in 13 Jahren eine Million Tonnen CO2 ein

Die S-Bahn Hamburg hat seit 2010 so viel CO2 eingespart, wie fünf Elbphilharmonien wiegen, bzw. wie 95.000 Autos im Jahr ausstoßen. Seit 13 Jahren fährt das Unternehmen ausschließlich mit Ökostrom und hat dadurch eine Million Tonnen CO2 vermieden. Seit Donnerstag können Fahrgäste die aktuelle Zahl der eingesparten CO2-Menge auf einem Display im Bahnhof Altona verfolgen. Die Deutsche Bahn ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Ökostromnutzerin mit über 65 Prozent erneuerbaren Energien im Bahnstrommix. Bis 2038 soll der gesamte Bahnstrom zu 100 Prozent grün sein.

Erixx Holstein kündigt wieder Zugausfälle an

Der Bahnbetreiber Erixx Holstein in Norddeutschland steht aufgrund vieler Zugausfälle bereits seit geraumer Zeit in der Kritik. Nun kündigt das Unternehmen eine erneute Serie von Zugausfällen auf der Strecke zwischen Lübeck und Kiel an. Grund dafür ist die Ausbildung von Triebfahrzeugführern auf neuen Fahrzeugen. Auch die Strecke zwischen Kiel und Oppendorf bleibt weiterhin von Problemen betroffen. Dort fahren bis Ende September gar keine Züge.

Neue Rolltreppen am U-Bahnhof Messehallen

Am U-Bahnhof Messehallen werden ab der kommenden Woche Rolltreppen ausgetauscht. Und zwar geht es um die drei Rolltreppen am Ausgang zum Sievekingsplatz. Der Austausch soll am Montag starten und bis Jahresende dauern. Die fast 50 Meter langen Rolltreppen sind die längsten im Hamburger U-Bahn-Netz.

U1 am Wochenende gesperrt

U-Bahn-Fahrgäste müssen an diesem Wochenende eine Vollsperrung auf der U1 einkalkulieren. Von Freitag, 30. Juni, 21:30 Uhr bis Sonntag, 2. Juli, Betriebsschluss fahren zwischen Lattenkamp und Stephansplatz wegen Bauarbeiten keine Züge. Es sind Ersatzbusse unterwegs.

Sommerferienticket als Alternative zum Deutschlandticket?

Während der Sommerferien in Schleswig-Holstein (15. Juli bis 27. August) verkauft das Land wieder ein Sommerferienticket für junge Menschen bis 19 Jahren, das in ganz SH und in einigen Züge nach Hamburg gilt. Obendrauf sind ein paar Rabatte für Freizeitangebote enthalten. Weil das Ticket mit 44 Euro aber fast so teuer wie ein Deutschlandticket ist, aber erheblich weniger kann, stellt sich ein bisschen die Frage, für wen sich dieses Angebot lohnen soll.

Bleiben Sie mobil und kommen Sie gut ins Wochenende.

Korrekturhinweis:
In einer ersten Version dieses Artikels hieß es, dass am U-Bahnhof Gänsemarkt neue Rolltreppen eingebaut würde. Dies ist falsch. Es handelt sich um die Haltestelle Messehallen. Wir haben den Text oben korrigiert.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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11 Antworten auf „Wochenrückblick: Gratis-HVV für Schüler und Moia auf dem Wasser“

Also, ich lese den Artikel heute am 5.7., und die Überschrift wird mir mit meinem Screenreader immer noch als Gänsemarkt (mit Tippfehler) angezeigt… Übrigens, wäre es vielleich hilfreich und auch ein gutes Aushängeschild, wenn man ein bisschen Mehr die Tippfehler oder Schludrigkeiten beim Schreiben im Auge behalten würde…

Das mit den Wassertaxis finde ich super interessant! Ich hoffe nur, dass dabei auch immer die Stadtteile am Südufer mitgemeint sind (Cranz, Neuenfelde, Finkenwerder und auch der Harburger Binnenhafen). Sonst wird es das nächste Verkehrsmittel, das den Süden weiter abhängt.

Wenn man zB von Neuenfelde in wenigen Minuten am Blankeneser Elbstrand oder von Harburg an den Landungsbrücken sein kann (ok, dauert etwas länger), wäre das ja total attraktiv.

Durch das Deutschlandticket wird das Sommerferienticket natürlich eine stärkere Konkurrenz haben, als in den letzten Jahren. Da es aber über 2 Kalendermonate gilt, würde ein Deutschlandticket schon 98 Euro kosten, so dass das Ferienticket schon seine Berechtigung hat.

Schade, dass dieser „Qualitätsjournalismus“ mit einer solchen ungeprüften Behauptung daherkommt: „ Radfahrstreifen, die vor Kreuzungen in der Mitte der Straße zwischen den Abbiegespuren verlaufen, waren vor einigen Jahren in Hamburg der letzte Schrei – und haben sich inzwischen als sehr gefährlich erwiesen.“ Diese Behauptung lässt sich mit keiner Statistik untermauern.
So genannte RiM (Radstreifen in Mittellage) sind nicht per se gefährlich. Es gibt in Hamburg viele Beispiele, wo sie hervorragend funktionieren. Dagegen zeigt sich, dass Radstreifen am Rand, die von Rechtsabbiegern gequert werden müssen, häufig die Unfallursache Nr. 1 sind. Hatte ich gerade neulich selbst. Nicht richtig geguckt, toter Winkel, falsch eingeschätzt und manche haben tatsächlich immer noch die Meinung, sie hätten grundsätzlich Vorfahrt vor dem Radverkehr… RiM‘s können dort passen, wo wenig Schwerverkehr fährt. Eine pauschale Verteufelung ist fehl am Platz. Es würde ja auch keiner überall Kreisverkehre statt Ampeln fordern. Hängt immer von der Situation vor Ort ab.
Also demnächst bitte vorsichtig mit populistischen Aussagen.

Lieber Herr Bruhn,
die TU Berlin hat in einer Studie, in der von 2015 bis 2017 insgesamt 48 Verkehrsknotenpunkte in drei Städten untersucht wurden, nachgewiesen, dass mit diesen Radfahrstreifen in Mittellage „ein höherer Anteil von Unfällen mit schwerem Personenschaden“ verbunden ist. Der Anteil der Unfälle mit schweren Verletzungen ist demnach von 9,8 auf 15,8 Prozent gestiegen. Hier geht es zu der Quelle, auf die sich die von Ihnen kritisierte Aussage in unserem Text bezieht: https://www.static.tu.berlin/fileadmin/www/10002266/Schlussbericht_RiM.pdf Wenn Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gern und: bleiben Sie kritisch! Das macht uns besser.

Herzliche Grüße,

Christian Hinkelmann

„Werden RiM mit Regelbreite und ausreichend lang markiert, haben sie das Potential für eine positive Wirkung auf die Radverkehrssicherheit.“ (S. 41)

Das klingt jetzt aber nicht so schlimm. Das Problem ist dann eher das subjektive Sicherheitsempfinden, das von diversen Gruppierungen torpediert wird.

Wer hätte bezüglich Mecklenburg-Vorpommern jetzt auch etwas anderes erwartet? …und das Ganze im dünnbesiedelsten Bundesland…
#während die Stadtstaaten ganz vorne stehen #dumme Statistik

Sehr witzig!

Bezüglich „dünnbesiedelstes Bundesland“ vs. „Stadtstaaten“ gebe ich Ihnen sogar recht. Es verlangt ja auch niemand, dass MV das gleiche ÖPNV-Angebot wie HH (und erst recht nicht der Hamburger Westen) bekommen soll. Und, da Sie ja auf meine Jahreszahlen anspielen, natürlich sind das bundesweite DB-Projekte.

Aber:
MV hätte schon längst darauf dringen müssen (eigentlich gleich nach 2008), dass die Strecke Lübeck-Bad Kleinen zeitnah elektrifiziert wird. Da das Umrichterwerk Schwerin dieses Jahr noch immer nicht in Betrieb ist (warum eigentlich?), hätte man ja auch vorübergehend westlich von Bad Kleinen eine weitere Schutzstrecke einbauen können. Dann könnten nicht nur alle Rügener ICE während der Bauarbeiten umgeleitet werden, sondern es gäbe auch einen besseren, durchgehenden SPNV ohne „Stückelwerk“.
Genau so hätte MV auf eine vollständige Ausführung des Deutsche-Einheit-Projektes 1 dringen und den zweigleisigen Ausbau Rostock-Kassebohm – Ribnitz-Damgarten West und Velgast – Stralsund fordern müssen. Auch, und das liegt nun vollständig in MV-Zuständigkeit, hätte von der ODEG verlangt werden müssen, dass Rostock-Stralsund-Rügen die zuverlässigen und geräumigen KISS-Dostos eingesetzt werden, und nicht die kurzen, engen Triebwagen (oft nur in Einfachtraktion).
Dass auch ein gut organisierter Busverkehr in ländlichen Gegenden möglich ist, zeigt die Insel Rügen. Warum erfolgt so etwas nicht im ganzen Land?
Und es gäbe noch mehr Beispiele, wo in MV so einiges versäumt wurde.

OK sicher gibt es in MV viel zu verbessern. Ich finde halt nur dass diese Studie dazu wenig beiträgt das zu erhellen. Bei den Beispielen die sie nennen ja ja auch nur das letzte irgendwas ÖPNV-Erreichbarkeit wir in der Studie definiert zu tun.

Und was Rügen angeht: Es ist ziemlich normal das Inseln einen besseren ÖPNV haben als vergleichbar-besiedelte Landstriche im Binnenland. Das liegt daran dass auf Inseln meist weniger Zentren erreichbar sind – oft halt nur eins. Deshalb sind auf Inseln die Personenwege gebündelter als im Binnenland, und das macht den ÖPNV halt wirtschaftlicher.

Rote Radwege: Bezirke kommen nicht hinterher
ich finde diese roten angemalten Radfahrbereiche keineswegs „sicher“.
Bei Regen und in der Dunkelheit wirken Sie eher irritierend. Es wäre schön, wenn man mal mit selbst leuchtenden Farben experimentierte.

Wer hätte bezüglich Mecklenburg-Vorpommern jetzt auch etwas anderes erwartet? …und das Ganze unter einer angeblich linken Landesregierung…
#2024 #2025

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