Bahnstreik: So fahren die Züge in und um Hamburg

Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken ab heute sechs Tage lang. In Hamburg sind S-Bahnen und der Regionalverkehr der DB betroffen. Die privaten Bahnen fahren zwar – werden allerdings teilweise auch ausgebremst. Lesen Sie hier, welche Züge im Norden fahren und welche nicht.
Anzeigetafel: Verspätungen und Ausfälle bei der Bahn
Anzeigetafel: Verspätungen und Ausfälle bei der Bahn

Der längste Streik in der Geschichte der Bahn geht heute weiter. Noch bis zum kommenden Sonntag arbeiten die Lokführer der DB nicht. Die Lokführergewerkschaft GDL hatte zu dem Streik aufgerufen.

Diese Züge sind auch am Mittwoch vom Streik betroffen:

Hamburger S-Bahn:

  • Die Linie S1 fährt nur alle 20 Minuten zwischen Wedel und dem Hamburger Flughafen. Zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel fährt ein Pendelzug im 20-Minuten-Takt.
    Hier geht es zum Sonderfahrplan der S1.
  • Die Linie S3 fährt alle 20 Minuten, außerdem halten morgens und nachmittags im Berufsverkehr einige Metronom-Züge in Neu Wulmstorf, Fischbek und Neugraben.

Auch interessant

11 Antworten auf „Bahnstreik: So fahren die Züge in und um Hamburg“

“Die Regionalexpresszüge zwischen Hamburg und Flensburg (RE7) fahren im Zweistundentakt.” ist nicht ganz korrekt. Die Züge der RE7 verkehren im Zweistundentakt nur zwischen Neumünster und Flensburg, zwischen Hamburg und Neumünster fallen sie aus. Von Hamburg muss man mit einem Zug der RE 70 bis Neumünster fahren und dort umsteigen.

Das sind ja langsam Französische Zustände hier.

(Edit durch Administrator. Bitte beachten Sie unseren Verhaltenskodex (s.o.).

@spm:
Leider berichten die meisten Medien nichts über die Hintergründe, sondern beschränken sich auf die Auswirkungen. Und über einen mäßig zuverlässigen SPNV lässt sich ja vortrefflich Aufregen!

Daher Vorsicht! Nicht alles dem Herrn Weselsky in die Schuhe schieben! Es gehören zu den Verhandlungen ja nunmal mindestens zwei Parteien. Und in diesem Fall dürften sogar noch mehr verantwortlich sein.

@spam9153
Ja, es mögen französische Verhältnisse sein, aber die GDL ist die einzige Gewerkschaft in Deutschland, welche noch Zähne hat und nicht mit dem Vorstand verbandelt ist.
Deshalb unterstütze ich diesen Streik, egal wie lange er dauern wird.
ausserdem hoffe ich, dass noch mehr Gewerkschaften endlich streiken. Für die Rechte der Arbeitnehmer!!

Bei der S-Bahn ist es im Berufsverkehr bei der Hamburger S-Bahn Linie 3 sehr problematisch, da in der Hauptverkehrszeit die Züge spätestens in Hammerbrook komplett voll ist. Obwohl die Bahnsteige von Pinneberg bis Neugraben Langzug (9 Wagons) tauglich ist, fährt die S-Bahn nur mit Vollzügen (6 Wagons). Da zur jeder 2. Zug auf de S3 fährt, wären genug Züge für die Länge von 9 Wagons (Langzüge) auf der Strecke da. Damit hätten die Leute mehr Platz als jetzt. Auf Nachfrage bei der S-Bahn Hamburg teilte man mir mit, dass Sie nicht die Möglichkeiten hätten, einen Rangierfahrer in Neugraben einzusetzen. Auf der S1 fährt aber ein Pendelzug von Olsdorf zum Airport (Flughafen). Dort hätte man vielleicht den Betrieb ab Olsdorf mit Bus Shuttle einrichten können und den Triebwagenführer in Neugraben zum Rangieren von Zügen einsetzen können. Dann wäre die S3 in der Hauptverkehrszeit entlastet.

Also ich fahre konsequent seit 2002 nicht mehr mit der Deutschen Bahn.

Ausnahmen: S-Bahn und Sylt-Shuttle.

Mich nervt also nur, dass die Straßen gerade etwas voller sind. Da aber
nun auch die KITAs streiken “darf” ich ja dann auch zu Hause bleiben
und das Kind einhütten.

@ ischi
Also, ich wollte doch gerne noch einmal betonen, daß ich nicht spam9153 bin, sondern spm9153, auch wenn mein Kommentar wegen meiner Ärgernis diesmal wie spam rüberkam. spm9153 ist ein Straßenbahntriebwagen, den ich am 24. April 1988, also vor 27 Jahren, gekauft habe und so vor der Verschrottung gerettet habe (auf meinem Youtube-Kanal spm9153 können diejenigen die es interessiert sehen, wie der aussieht).

Über die Meinung, die jeder zum Streik hat, läßt sich stundenlang und ohne Ergebnis diskutieren, es hängt jeweils davon ab, wo man sich positioniert. Auch wenn ich ebenfalls nur ein Normalverdiener bin, habe ich nie Sympathie für die Gewerkschaften finden können. Die Gewerkschaften haben vor 100 – 120 Jahren eine gute, wichtige Arbeit geleistet, aber heute profitieren sie von ihrer Machtposition und schaden unserer Wirtschaft. Was wollen wir eigentlich ? Wir haben doch in Deutschland einen Wohlstand, den kaum ein anderes Land erreicht, es sei denn, es ist ein Land in dem das Erdöl (oder Gas) von selbst aus dem Boden sprudelt.

An all dem ist sowieso Herr Kohl schuld! Hätte er nicht in den ´90 ern die Bundesbahn privatisiert, wären die Lokführer heute noch Beamte und dürften garnicht streiken.

@Nordertown83: Der Pendelbetrieb ist nicht zwischen Ohlsdorf und Flughafen, sondern zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel. Ich glaube nicht, dass die Menschen, die aus Poppenbüttel in Richtung Stadt wollen, dass sehr toll finden, wenn sie gar keine S-Bahn mehr haben, damit die Menschen, die aus Harburg kommen, es nicht so eng haben.

@spm:
Gleich von vornherein zu sagen, dass es keinen Sinn hat, über Meinungen zu diskutieren, “da es davon abhängt, wo man sich positioniert”, ist ja -gelinde gesagt- eher Quatsch. Es geht darum, Argumente auszutauschen, offene Ohren zu haben und vielleicht auch mal seine eigenen Überzeugungen auf den Prüfstand zu stellen.

Wenn die Gewerkschaften vor 100 Jahren gute, wichtige Arbeit geleistet haben, heißt das noch lange nicht, dass sie deswegen in heutiger Zeit nicht mehr benötigt werden. Ein Korrektiv bleibt immer wichtig. Und wenn man mit Verstand in die Landschaft der heutigen Gesellschaften kuckt, wird einem das schnell klar.

warum sollen Gewerkschaften der “Wirtschaft” schaden. Die Erfahrung der letzten 10 Jahre hat gezeigt, daß dies die Manager selber und nachhaltiger tun. Und gerade ein Normalverdiener sollte verstehen, daß die Koalitionsfreiheit die Waffe ist, mit der abhängig Beschäftigte den Arbeitgeber wirksam etwas entgegensetzen können. Und wenn man über die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung sinniert, dann sollte man auch darüber reden, warum es Gewerkschaften gibt, nämlich um die soziale Frage zu addressieren…und das ist heute so wichtig wie vor 100 jahren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.