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Wochenrückblick: 5.000 HADAG-Ausfälle und lange S-Bahn-Sperrung in Hamburg

Außerdem: Carsharing-Riese unter Verdacht, eine lang ersehnte App-Neuerung, Doppel-Abschied auf Schienen und Verbesserungen für Radfahrende. Hier sind die wichtigsten Nachrichten der Woche zu Mobilität in Hamburg und Umland.
Christian Hinkelmann
HADAG-Hafenfähre bei schwerem Sturm im Hamburger Hafen.
HADAG-Hafenfähre bei schwerem Sturm im Hamburger Hafen.
Foto: Christian Hinkelmann

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitätsnews der Woche für die Region Hamburg zusammen – kurz und knapp.

HADAG-Fähren: 5.000 Ausfälle in acht Monaten

In den ersten acht Monaten des Jahres 2023 sind auf den drei Hauptlinien der HADAG-Fähren in Hamburg fast 5.000 Fahrten ausgefallen, wie der rot-grüne Senat auf Nachfrage der Linksfraktion mitteilte. Besonders betroffen sind die Linien 62, 64 und 68. Die LINKE-Verkehrspolitikerin Heike Sudmann kritisiert die mangelnde Reaktion von HADAG und dem Senat und fordert dringende Verbesserungen. Während der Musical-Fährverkehr zuverlässig bedient wird, bleibt die Situation für Pendelnde und Bewohner:innen in Finkenwerder angespannt. Für 2024 sind laut Senat bei der HADAG keine Angebotserweiterungen geplant.
Mehr hier: Parlamentsdatenbank Hamburg

S-Bahn-Strecke wochenlang gesperrt

Achtung HVV-Fahrgäste: Von Samstag, den 14. Oktober, bis zum 29. Oktober wird di…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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S-Bahnzug an den Hamburger Elbbrücken.

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9 Antworten auf „Wochenrückblick: 5.000 HADAG-Ausfälle und lange S-Bahn-Sperrung in Hamburg“

Täglich 1000 Radfahrende auf der Reeperbahn klingt viel. Aber die Zahl der Kfz, welche diesen Straßenzug nutzen, liegt ca. 15- bis 20-mal so hoch. Ist es daher gerechtfertigt, den Kfz eine Fahrspur zu nehmen?

Vor Jahren wurde in der Bebelallee eine Spur für die Radfahrenden abgezweigt. Ich stand dort mal zehn Minuten im Stau und sah in dieser Zeit vielleicht einen Radfahrenden auf dem ansonsten verwaisten Radweg.

Durch diese Maßnahmen entstehen unnötige Staus, welche wiederum die Radfahrenden aufgrund der erhöhten Abgas-Emissionen von der Benutzung dieser Straßen abhalten.

Also das Geoportal der Stadt gibt als Mittelwert für Werktage 9000 an. Da ist ein Fahrstreifen völlig ausreichend. Zudem dürfte der Radverkehr ja gut zunehmen, wenn es endlich vernünftige Infrastruktur gibt.

Schade aber, dass die Busse in diese Richtung nicht willkommen sind. Die Begründung der BVM in einer Pressemitteilung war dazu auch dürftig, da es letztendlich Vor- und keine Nachteile für alle hätte. Aber polt man eine Rennbehörde vom Pkw- zum Radverkehr, geht sowas dann wohl weiterhin unter.

Gab’s hier nicht vor einigen Jahren einen Artikel zu Busspuren, wo seit Jahrzehnten fast nichts passiert ist?

Habe jetzt auch den Tagesspiegel-Artikel von HVV-Chefin Korbut gelesen, sehr interessant:

– 50% Neukunden beim D-Ticket, massiver Modal Shift vom Auto, 2 Mio Tonnen CO2 eingespart
– Gute Vorschläge zu Verbesserungen / wie es weiter geht
– Klare Analyse zu den D-Ticket-Kosten

Zu den Verkehrsverbünden steht dann ganz am Ende auch was, aber dass ist doch sicher der uninteressanteste Teil für Fahrgäste und Bürger? Und so hoch scheinen mir die da genannten Kosten auch nicht gerade, wenn man es mal mit den Einnahmen im Nahverkehr vergleicht

„…massiver Modal Shift vom Auto…“
Hat Frau Korbutt auch aufgeschlüsselt, wo das zutrifft?
Für mein Umfeld mache ich da ganz andere Erfahrungen. Gefühlt sind hier mehr PKWs als vor Corona unterwegs. Das bekomme ich sehr deutlich gegenwärtig auf dem Linienweg der 9 mit, auf dem es zur Zeit mehrere kleine Baustellen mit Fahrspureinengungen gibt. Da staut sich der Verkehr teilweise zu bestimmten Zeiten bis zu zwei Bushaltestellen zurück.
Außerdem ist in meiner Wohngegend (nördlich der Stein-Hardenberg-Straße) der Parkdruck so hoch, dass hier, wenn „alle da sind“, auch alles zugeparkt ist. Gut, es stehen jetzt auch vermehrt welche mit „E“ am Ende des Nummernschilds oder mit „T“ auf der Kühlerhaube (heißt das dann noch so?) da.

„Gefühlt sind hier mehr PKWs als vor Corona unterwegs.“

Die Gefühle haben Schweigepflicht im Verkehrswesen. 🙂

Schon von 2020 auf 2022 sank die Zahl der zugelassenen privaten Pkw in Hamburg und zwar insgesamt, nicht pro Kopf. Zudem ging die Verkehrsleistung aus diversen Gründen beim MIV stark nach unten (gegenüber 2017); fast ein Drittel weniger.

Die ersten Zahlen zum DTicket sind auch sehr zufriedenstellend. Aber da muss man abwarten, wie die Zahlen so bleiben. Ein Jahr sollte man schon verstreichen lassen, auch wenn öffentliche Akteure im Kampf um die Fortführung möglichst schnell Zahlen benötigen.

Da andere Untersuchungen belegen, dass das D-Ticket nur sehr wenig echte Neukunden gebracht hat, halte ich die Hamburger Jubelzahlen für Propaganda von hvv und Behörde für die eigene Klientel. Nächstes Jahr sind Wahlen. Wahrscheinlich will die Hamburger ÖPNV-Blase auch unbedingt glauben, dass wenigstens diese eine Tat tatsächlich etwas bewirkt hätte. Tjarks und Korbutt sehen sich bekanntlich selbst als die treibenden Kräfte hinter dem Ticket, die als Superhelden den Widerstand aus anderen Bundesländern niedergekämpft haben.

Andere Zahlen sagen, dass nur jede 20. Fahrt mit dem D-Ticket eine Autofahrt ersetzt und so nur eine halbe Mio. Tonnen CO2 gespart werden anstelle der erhofften drei Mio. Tonnen! Jede mit dem D-Ticket gesparte Tonne kostet demnach 6000 Euro. Sollte sich das bestätigen, ist das Ticket als Klimaschutzmaßnahme gescheitert.

Zum Thema „echte Neukunden“ äußert sich Frau Korbutt doch im Interview. Und ich finde sie hat auch 100% recht – die Idee das Leute die früher *etwas* ÖPNV fuhren und jetzt *viel mehr* nicht berücksichtigt werden sollen wenn es darum geht zu bewerten ob das D-Ticket ein Erfolg ist, ist doch Blödsinn.

Immer wird voll was gefordert, und wenn dann geliefert wird, behauptet man dass ist alles nur „Propaganda“. Dabei stehen da im Artikel so einiges an Zahlen.

Wenn Prellbock den Stop vom neuen Bf Altona fordert, meint sie dann den am Diebsteich, oder den an der Bismarckstraße, oder den am Balkon?

Und gleichzeitig sowohl den Stopp von „Großprojekten“ zu fordern als auch „eine leistungsfähige, attraktive und konkurrenzfähige schienengebundene Infrastruktur“ ist doch nun wirklich entweder Naivität oder heuchlerisch (oder beides).

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