
Der rot-grüne Senat in Hamburg will in diesem Jahr 48 Kilometer Radwege neu bauen oder sanieren. Damit verdoppelt er die Zahl im Vergleich zum Vorjahr und erreicht knapp das selbst gesteckte Jahresziel von 50 Kilometern. In den kommenden Wochen wollen die Grünen in allen Bezirken auf Infoveranstaltungen für ihre Radverkehrsziele werben.

Die neuen Radfahrstreifen in der Grindelallee sind fast fertig und seit gestern vollständig befahrbar. Nach mehreren Monaten Bauzeit ist damit ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Radverkehrs zwischen Eimsbüttel und der Hamburger Innenstadt getan. Allerdings: Insgesamt gerät der politisch gewünschte Ausbau der Fahrradinfrastruktur in Hamburg offenbar gerade in schwierigeres Fahrwasser.

Fahrradfahrer am linken Alsterufer müssen ab sofort mehr auf der Straße fahren. Der rot-grüne Senat hat einen bestehenden Radweg zwischen dem US Konsulat und der Alten Rabenstraße auf einer Länge von rund 500 Metern abgerissen. Radfahrer aus der City kommend werden jetzt hinter dem Konsulat auf die Fahrbahn gelenkt.

Die Metrobuslinie 6 ist bislang das Schlusslicht im Busbeschleunigungsprogramm des Hamburger Senats. Gerade erst 18 Prozent aller Bauprojekte sind fertig. Bürgerinitiativen haben den ursprünglichen Fahrplan komplett durcheinandergewirbelt. Lesen Sie hier die Analyse: Was ist schon fertig, was nicht und wie sehen die nächsten Schritte aus.

Die Deutschen fahren nicht öfter Fahrrad als noch vor zwei Jahren. Im Gegenteil: Seit 2011 hat die Nutzung sogar leicht abgenommen, wie aus dem aktuellen Fahrrad-Monitor des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht. Jede dritte Radfahrt wird mit dem Öffentlichen Nahverkehr kombiniert. Bis zu 80 Prozent wünschen sich eine Fahrradmitnahme in Bahnen und Bussen.

Der Radewege-Ausbau in der Grindelallee geht schneller weiter als geplant. Aufgrund der milden Temperaturen haben die Bauarbeiten nach einer kurzen Winterpause bereits diese Woche wieder begonnen. Am Grindelhof ist Richtung stadtauswärts die rechte Spur gesperrt. Damit der Autoverkehr hier trotzdem zweispurig weiterfließen kann, müssen die Busse auf ihre Sonderspur verzichten.

Nach dem ersten Schnee des Jahres wundern sich Radfahrer in Hamburg über viele nicht geräumte Radwege. Tatsächlich räumt die Stadtreinigung in der künftigen Fahrradstadt nur zehn Prozent alle Radwege. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage des Grünen-Verkehrsexperten Martin Bill hervor, die NahverkehrHAMBURG vorliegt.

Seit dem Spätsommer sammeln NahverkehrHAMBURG-Leser Problemstellen im Hamburger Radwegesystem. Knapp 250 Punkte wurden inzwischen im interaktiven „Ärger-Atlas“ notiert. Auf einen der Kritikpunkte haben die Behörden schon reagiert und die Situation vor Ort entschärft.

Radfahren in Hamburg ist offenbar ein großes Ärgernis. NahverkehrHAMBURG-Leser haben in den letzten Monaten 250 Problemzonen im Hamburger Radewegenetz zusammengetragen. Das Ergebnis ist ernüchternd. Lesen Sie hier die meistgenannten Problemstellen – und was Verkehrsbehörde und Fahrradexperten dazu sagen.

Hamburg will im Laufe der kommenden Jahre zur Fahrradstadt werden und viele neue Radwege bauen. Doch ein Blick über den Tellerrand zeigt: Andere Städte investieren ein Vielfaches in die Rad-Infrastruktur. Beispiel Oslo: Die norwegische Hauptstadt will pro Jahr 46 Millionen Euro dafür ausgeben. In Hamburg sind es nur rund 11 Millionen.

Autofahrer in der Kellinghusenstraße sollen in Zukunft weniger Platz bekommen – Radfahrer dafür mehr. Die Verkehrsbehörde will offenbar zwei der vier Fahrspuren zurückbauen und dafür neue Radfahrstreifen auf der Straße anlegen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

Hamburg verlagert zunehmend Radverkehr auf die Straße. Vielerorts entstehen derzeit neue Radfahrstreifen. Diese Politik ist umstritten. Die Handelskammer befürchtet ein Ausbremsen des Autoverkehrs. Eine US-Studie kommt aber zu einem ganz anderen Ergebnis: Radfahrstreifen verursachen demnach keinen zusätzlichen Stau sondern verbessern den Verkehrsfluss – wenn sie in den richtigen Straßen angelegt werden.

Die ehemalige ADFC-Landesvorsitzende Kirsten Pfaue soll ab Oktober in der Verkehrsbehörde den geplanten Ausbau des Radverkehrs koordinieren. Zuspruch kommt von der Linken – Kritik von der CDU. Unterdessen wurde bekannt, dass die Radwegpläne auf dem Ring 3 in Osdorf offenbar abgespeckt wurden.

Seit vergangener Woche baut Hamburg die Radwege in der Grindeallee aus. Allerdings: Statt durchgehender Radfahrstreifen auf der Straße sollen die Fahrradfahrer abschnittsweise immer wieder auf die Bürgersteige gezwungen werden, wo die alten Radwege modernisiert und verbreitert werden. Der Grund für die Slalomfahrt ist die Sorge vor wegfallenden Parkplätzen.

Die Urlaubszeit ist vorbei – für viele fängt heute wieder der Arbeitsalltag an. Wir fassen für Sie zusammen, welche Themen Sie in den vergangenen sechs Wochen möglicherweise verpasst haben – von der S4-Kostenexplosion bis hin zur verbotenen Fahrradrampe in Lokstedt.

Seit dem Umbau des Siemersplatzes vor anderthalb Jahren gibt es in der Vogt-Wells-Straße eine Fahrrad-Rampe, die Radfahrer vom Bürgersteig direkt auf die vielbefahrene Straße führt. Aber: Die Benutzung ist laut Polizei verboten. Offenbar wird seit vier Jahren auf die Neuprogrammierung einer Ampel gewartet.

In der neuen Fahrradstraße im Harvestehuder Weg an der Alster sind viele Autos noch immer zu schnell. Eigentlich ist hier nur Tempo 30 erlaubt. Bei einer NahverkehrHAMBURG-Stichprobe am vergangenen Samstag fuhren allerdings in nur einer halben Stunde neun Wagen zu schnell.

Mehr Radwege, mehr Stellplätze, mehr StadtRäder: Hamburg will den Fahrradverkehr in Hamburg in den nächsten Jahren deutlich schneller und umfassender ausbauen als bisher. Gestern zog der rot-grüne Senat schon einmal eine Bilanz der vergangenen zwei Jahre und stellte seinen „Fortschrittsbericht 2015“ vor.

Seit einem Monat gibt es im Mühlenkamp zwei neue Fahrrad-Schutzstreifen – aber: Radfahrer können sie oft gar nicht benutzen. Zahlreiche Falschparker blockieren die neuen Spuren. Allein in den ersten beiden Juni-Wochen wurden 14 Wagen abgeschleppt. Jetzt soll sich die Situation bessern.